Immobilienmarkt | Baugenehmigungen Wohnungsbau auch im zweiten Halbjahr deutlich im Plus

30. September 2013 | von
Wohnungsbau Wohnungsbau: Zahl der Baugenehmigungen stieg im ersten Halbjahr deutlich. Foto: berggeist007 / PIXELIO

Der Wohnungsbau in Deutschland kommt immer mehr in Fahrt. Auch im Juli stieg die Zahl der genehmigten Wohnbauten deutlich.

Gerade in den Städten wird es immer ein größeres Problem bleiben, genug Wohnraum für die Menschen zu schaffen. Zumindest für die mittelfristige Entwicklung des Wohnungsangebotes gibt es gute Nachrichten, weil die Zahl der Genehmigungen für Neubauten und neuen Wohnraum kontinuierlich steigt. Das geht aus kürzlich veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach wurden im ersten Halbjahr 2013 knapp 125.000 Genehmigungen erteilt, was einem Zuwachs von 9,6 % bzw. 10.900 Genehmigungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Im Juli setzte sich dieser Trend fort. Die Statistiker registrierten 28.632 Baugenehmigungen, ein Plus von 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für Wohnungen in Wohngebäuden wurden 24.959 Genehmigungen erteilt (+25,5%), die Zahl der Wohnungen in Einfamilienhäusern wuchs um 4,7 Prozent auf 9.041.

Deutliches Plus bei Mietwohnungen im ersten Halbjahr

Mit einem Plus von 21 % konnten Mehrfamilienhäuser mit drei und mehr Wohnungen im ersten Halbjahr überdurchschnittlich zulegen. In diesem Zug profitierte der Mietwohnungsbau, der sich mit 23.500 Wohnungen um circa 31 Prozent steigerte. Eigentumswohnungen konnte die Statistik einen Zuwachs von kann 15 % verzeichnen. Umbauten wurden im beschriebenen Zeitraum rückläufig genehmigt. Bei der Untersuchung wurde auch unterschieden, ob die genehmigten Wohnräume in Gebäuden lagen, die bereits fertiggestellt und bereits bewohnt wurden oder es ob sich um Neubauten handelte. Die Zahl der Einfamilienhäuser stieg in diesem Zusammenhang geringer als die Mehrfamilienhäuser.

Der Verband GdW, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen bewertete diese Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt positiv und wertete es als günstigen Trend für den Wohnungsbau. Der Präsident des Verbands nahm dafür auch die Politik in die Pflicht, damit Wohnraum auch bezahlbar bleibe. Auch Menschen, gerade Familien, mit niedrigen und mittleren Einkommen müssten Zugang zu günstigem Wohnraum haben. So erklärte A. Gedaschko auch, dass in den Städten die Wohnflächen nicht immer nur in Höchstpreisen vermietet bzw. verkauft werden sollten. Gerade in den Städten und Metropolen sollte zudem die Baudichte erhöht werden, um genug Wohnraum in den Ballungszentren zu schaffen.

Auch wenn die Zahlen in die richtige Richtung weisen, fordern Experten wie der GdW weitere Anstrengungen, die Wohnsituation zu verbessern und neue Möglichkeiten zu eröffnen. So forderte der GdW auch mehr Finanzmittel vom Bund etwa für den sozialen Wohnungsbau, bessere steuerliche Möglichkeiten zur Abschreibung und verbesserte und schnellere Genehmigungsverfahren, um nur einige Beispiele für Maßnahmen zu nennen.




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