Energie | EEG-Umlage Anstieg der Ökostrom-Umlage niedriger als befürchtet

21. Oktober 2013 | von
Erneuerbare Energien Die Umlage für erneuerbare Energien steigt im kommenden Jahr auf 6,24 Cent pro kWh. Foto: Luise / PIXELIO

Relativ gute Nachrichten für Verbraucher: Die Ökostrom-Umlage wird nicht so stark ansteigen wie befürchtet. Das bisherige Modell steht dennoch in der Kritik. Ein Strompreis-Sprung wie 2013 bleibt den privaten Verbrauchern im kommenden Jahr wohl erspart. Der Grund: Die Abgabe für die Ökostromförderung fällt mit 6,24 Cent pro Kilowattstunde geringer aus als ursprünglich befürchtet. Medien hatten in den vergangenen Wochen über eine Erhöhung auf bis zu 7 Cent spekuliert. Dennoch steht unter dem Strich ein deutliches Plus von 0,96 Cent pro kWh, weil sich die Umlage in diesem Jahr auf 5,277 Cent belaufen hat. Die Umlage nach dem sogenannten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll den Ausbau neuer Energiequellen wie Solar- und Windkraftwerke fördern, die umweltschonend wirken und Deutschland gleichzeitig unabhängiger von Öl und Kohle machen. Bezahlt wird sie von privaten Verbrauchern sowie Firmen über die Stromrechnung. Unternehmen können sich jedoch im Gegensatz zu Privatpersonen unter bestimmten Umständen ganz oder teilweise von der Umlage befreien lassen.

Sondereffekte dämpfen Anstieg

Zusätzlich machten sich in den Berechnungen einige dämpfende „Sondereffekte“ bemerkbar, so berichten die Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ ohne nähere Angaben. Das lasse den Anstieg jetzt geringer ausfallen. Als weiteren Grund für die niedriger ausgefallenen Kalkulationen in diversen Medienberichten ein vergleichsweise sonnenarmer September genannt, der wiederum zu einer geringen Solarstromproduktion geführt habe. Auch über das Jahr 2013 verteilt sei die Produktion aus erneuerbaren Energien relativ wenig gestiegen. Derzeit liegt die Ökostrom-Umlage bei 5,28 Cent/kWh und wird jährlich an die Marktentwicklung angepasst. In den vergangenen Jahren war die Umlage bereits mehrere Male stark angestiegen, was zu heftigen Debatten über die Finanzierung der Energiewende und zu Kürzungen bei der Förderung von Solarstrom geführt hatte. Die Notwendigkeit einer Reform hat inzwischen selbst die Bundesregierung erkannt. „Eine grundlegende Reform des EEG sei zwingend notwendig“ erklärte Bundesumweltminister Altmaier (CDU), auch wenn die Erhöhung nur halb so hoch ausgefallen sei wie letztes Jahr.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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