Wohnen | Barrierefreiheit Wohnen im Alter: Hauseigentümer planen investitionen

28. Oktober 2013 | von
Viele Gebäude sind nicht barrierefrei - Eigentümer wollen dafür investieren. Viele Gebäude sind nicht barrierefrei - Eigentümer wollen dafür investieren. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Auf dem deutschen Wohnungsmarkt ist der demografische Wandel bereits deutlich zu spüren. Der Wohnungsbestand muss dementsprechend altersgerecht umgerüstet werden, wovon Kommunen, Bauträger und besonders auch Privathaushalte betroffen sind.

Im Mittelpunkt stehen dabei seniorengerechte Modernisierungen der eigenen vier Wände, die im Zuge der alternden Gesellschaft und des daraus resultierenden steigenden Pflegebedarfs immer notwendiger werden. Anlässlich des Tages der älteren Menschen am ersten Oktober erläutert die Wüstenrot Immobilien GmbH wie dies realistisch umzusetzen ist.

Aus der Studie geht dabei hervor, dass eine rechtzeitige seniorengerechte Modernisierung der eigenen vier Wände neben integrativen Wohn- und Betreuungsformen zu den wichtigen Maßnahmen in der alternden Gesellschaft zählt, so heißt es in verschiedenen Medienberichten. Der Grund: Barrierefreies Wohnen ist die wichtigste Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. So stehen die eigenen vier Wände nicht nur für Sicherheit und Unabhängigkeit, sondern dienen vielen Senioren auch als Altersvorsorge. Umso wichtiger, dass die Wohnung barrierefrei begehbar und erreichbar ist, beispielsweise durch Treppenlifte oder gut zugängliche sanitäre Einrichtungen. Mieter müssen für den Selbst-Einbau barrierefreier Einrichtungen die Zustimmung des Vermieters einholen.

Eigentümer planen umfangreiche Investitionen

Bei der Käuferbefragung der Wüstenrot Immobilien GmbH zu Modernisierungsvorhaben im Zusammenhang mit Immobilienerwerb gaben in diesem Zusammenhang 72 Prozent der Befragten an, zukünftig in Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnkomforts investieren zu wollen. Bei zwei Dritteln davon handelte es sich dabei um eine Investitionssumme von bis zu 30.000 Euro, ein Drittel plant der Studie zufolge, deutlich mehr zu investieren. Zu den häufigsten Modernisierungsmaßnahmen zählen dabei barrierefreie Ein- und Durchgänge in Haus und Wohnung, bodengleiche Duschen, eine höher gesetzte Toilette, unterfahrbare Waschbecken sowie allgemein eine große Bewegungsfreiheit im Bad. Zusätzlich wird oft in eine höhenverstellbare Arbeitsplatte in der Küche, breite Türen, tiefere Fenster, elektrische Rollläden sowie Treppenlifte investiert.

Ratsam ist es, barrierefreies Wohnen nicht als reines Altersthema zu betrachten, denn nicht selten haben auch junge Familien ähnliche Ansprüche an den Wohnraum wie Senioren. Die Barrieren, die sich einem Kinderwagen bieten, sind dabei etwa vergleichbar mit denen für Rollstuhlfahrer. Im Idealfall ist die Planung einer Immobilie flexibel und dadurch an alle Lebensphasen der Bewohner leicht anpassbar. Wer deshalb schon beim Hausbau oder Wohnungskauf an das Wohnen im Alter denkt und die Immobilie auf diese Weise gleich an alle Lebensphasen der Bewohner anpasst, kann im Nachhinein altersbedingte Umrüstungsmaßnahmen vermeiden. Eine auf diese Weise flexibel nutzbare Immobilie lässt sich zudem leichter verkaufen, wodurch der Wert des Hauses oder der Wohnung deutlich gesteigert wird.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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