Wohnkosten variieren bundesweit deutlich

4. November 2013 | von
Wohnkosten in Deutschland varrieren. Wohnkosten in Deutschland varrieren. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Immer mehr Deutsche müssen für ihre Miete tief in die Tasche greifen. Die Kaufkraft, die die deutschen Bürger für das Wohnen aufwenden ist extrem unterschiedlich. Je nach Lage des Wohnorts sehen sich die Mieter mit hohen Mietpreisen konfrontiert.

Die Mietpreise steigen in fast allen deutschen Städten. Wer sein Zuhause behalten möchte, der muss der Preissteigerung der Vermieter folgen, unabhängig von eigenem Einkommen. Besonders Bewohner in Groß- und Universitätsstädten müssen einen hohen Anteil ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben.

Freiburg besonders teuer

Unter den hohen Mietpreisen leiden auch stark die Bürger in Freiburg. Circa 28 Prozent des ihnen zur Verfügung stehenden Geldes müssen sie für das Wohnen ausgeben. Allerdings sind hier noch nicht Betriebs- und Nebenkosten eingerechnet. Die Münchener müssen ebenfalls eine Menge Geld für ihre Mieten auf den Tisch legen. Jeden vierten Euro geben sie für das Wohnen aus, genauso wie die Heidelberger. Auch in den Universitätsstädten wie Jena und Trier ist das Wohnen gemessen an der Kaufkraft besonders teuer. Diese ergibt sich aus allen Einkünften, die einer Person zur Verfügung stehen.

Hingegen in einigen ländlichen Kreisen die Bürger gerade einmal jeden zehnten Euro fürs Wohnen ausgeben. Noch weniger bezahlen die Einwohner in Osterode am Harz, Mansfeld-Südharz sowie den Kreisen Spree-Neiße und Wunsiedel im Fichtelgebirge. In München, Regensburg sowie Ingolstadt, aber auch in den Städten wie Berlin, Freiburg und Trier ist in den vergangenen fünf Jahren der Wohnkostenanteil am stärksten gestiegen.

Nord-Süd-Gefälle trifft Ost-West-Gefälle

Darüber hinaus zeichnet sich ein deutliches Nord-Süd sowie West-Ost-Gefälle des anfallenden Wohnkostenanteils ab. So liegt im süddeutschen Raum der Wohnkostenanteil durchschnittlich bei 18 bis 28 Prozent. Hingegen der Norden Deutschlands mit Ausnahme der Region Hamburg im Schnitt bei 9 bis 15 Prozent rangiert. Im westlichen Teil des Bundesgebiets, Frankfurt am Main ausgeschlossen, muss die Bevölkerung durchschnittlich 12 bis 20 Prozent des Einkommens für die reinen Wohnkosten aufbringen. Der Osten liegt im Schnitt bei nur 9 bis 17 Prozent, Berlin und Jena sind hierbei ebenfalls ausgeschlossen.

Wer in Metropolregionen oder in Großstädte wie München oder Berlin zieht, muss bereits ein Viertel des Einkommens für eine Immobilie aufbringen. Für viele Haushalte stellt dies eine enorme finanzielle Belastung dar. Vor allem die Kommunen müssen nun laut Experten in die Verantwortung gezogen werden, um diesem Problem entscheidend entgegen zu steuern.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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