Steife Preis-Brise: Immobilienpreise an Nord- und Ostsee

13. November 2013 | von
Lübeck: Immobilien in der Ostseeregion sind häufig günstiger als an der Nordsee. Lübeck: Immobilien in der Ostseeregion sind häufig günstiger als an der Nordsee. Foto: sterntaler62 / PIXELIO

An der Nordsee weht eine viel steifere Brise als an der Ostsee? Zumindest bei den Immobilienpreisen kann man das so unterschreiben. Die Nordsee ist vergleichsweise viel teurer als die Ostsee.

In den vergangenen zwei Jahren sind in Schleswig-Holstein die Immobilienpreise an Nord- und Ostsee stark gestiegen. Wie der aktuelle Immobilienatlas der Landesbausparkassen zeigt, handelt es sich dabei um Preissteigerungen von bis zu über 40 Prozent. Die Insel Sylt nimmt dabei eine Ausnahmestellung ein, sie gilt schon lange als teuerster Immobilienstandort. In Kampen beispielsweise musste man zuletzt Preise von durchschnittlich 17.830 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Dennoch sind die Preise auch außerhalb des teuren Ortes Kempen deutlich gestiegen. In den Orten List und Rantum bekommt man den Quadratmeter ebenfalls nicht unter 10.000 Euro.

Auch die Inseln Föhr und Amrum gehören eher zu den Luxuswohngegenden. Auf dem Festland an der Nordsee ist es hingegen deutlich günstiger als auf den Inseln. In St. Peter Gording liegt der Quadratmeterpreis im Schnitt noch deutlich unter 3.000 Euro. Und ist damit vergleichbar mit dem Niveau der Ostsee.

Die steigenden Preise sind vor allem auf die niedrigen Zinsen und die fehlenden Anlagemöglichkeiten für Vermögen zurückzuführen. Deshalb steigen auch gerade in den sowieso schon beliebten Gegenden in Wassernähe die Preise.

Immobilien in der Ostseeregion sind günstiger als an der Nordsee

An der Ostseeküste sind die Preise noch etwas niedriger als an der Nordsee. Zu den beliebtesten Orten der Immobilienkäufer gehört derzeit zum Beispiel die Lübecker Bucht. Hier ist der Quadratmeter ab 2.000 Euro erhältlich. Zum Vergleich: Auf Sylt bezahlt man das fünffache. Besonders hohe Preise werden an der Ostsee am Timmendorfer Strand, Sierksdorf und Strande bei Kiel erzielt. Auch Travemünde, mit 2372 Euro pro Quadratmeter, oder Scharbeutz mit 2277 Euro pro Quadratmeter legen stattliche Preise vor. Dies ist allerdings nichts im Vergleich mit Sylt-Ost (6078 Euro/ Quadratmeter) oder eben Rantum mit über 11.000 pro Quadratmeter einer Eigentumswohnung.

Im Vergleich zum Jahr 2011 waren die Häuserpreise besonders stark gestiegen in List (39,2 %), Wenningstedt-Braderup (35,4 %) und Westerland (30 %). Die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen stiegen besonders stark in Hörnum (42,9%) und Rantum und Wyk auf Föhr (beide 33,2%).

Der Ausblick für die Toplagen sieht keine Preisstagnation vor. Die Preise werden weiter steigen. Auch wenn die hohen Preise in der Lübecker Bucht oder Sylt und Föhr nicht verwunderlich sind, sind die unaufhörlich steigenden Preise in den teuren Lagen dennoch überraschend, so Peter Mengel, Vorstandsvorsitzender der LBS.




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