Mieten | Mietpreise in Deutschland Miet-Atlas: So viel zahlen die Deutschen für ihren Wohnraum

15. November 2013 | von
Wohnhaus In den Metropolen wird wohnen immer teurer. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Wohnen ist in Deutschland zu einem echten Luxusgut geworden. Ständig werden Mieter mit steigenden Kaltmietpreisen konfrontiert. Allerdings gibt es auch hier regionale Unterschiede. Die Neuvertragsmieten für Wohnungen in Deutschland sind im vergangenen Jahr flächendeckend in allen Wohnwert und Baualtersklassen sowie in allen Städtegrößen angestiegen. Wer sein Zuhause behalten möchte, der muss der Preissteigerung der Vermieter folgen, unabhängig vom eigenen Einkommen. Besonders Bewohner in Groß- und Universitätsstädten müssen einen hohen Anteil ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben. Jedoch gibt es starke regionale Unterschiede.

Universitätsstädte besonders betroffen

Die Kaltmieten in den Metropolen wie Berlin, Hamburg und München sind extrem gestiegen. Ebenfalls sind die Mieten auch in den Universitätsstädten angestiegen. Münster, Konstanz, aber auch Regensburg und Heidelberg bilden hier die Spitzenreiter mit Preisunterschieden von 36 bis 44 Prozent zwischen Altverträgen und Neuverträgen in den vergangenen Jahren. Die Stadt München ist auf Platz eins auf der Liste der teuersten Städte Deutschlands. Hier steigen die Kaltmietpreise so rasant wie in keiner anderen deutschen Stadt. Münchener zahlen derzeit durchschnittlich 14,20 Euro pro Quadratmeter. Damit erreichen die Preise für Wohnraum der Landeshauptstadt ein immer höheres Niveau. Wer sein Vermögen lieber für eine Eigentumswohnung in München ausgeben möchte, der muss im Durchschnitt mit 5.000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Innerhalb eines Jahres verzeichnet München damit ein Plus von 15 Prozent und liegt damit circa 160 Prozent über dem bundesdeutschen Schnitt von 1.905 Euro pro Quadratmeter. Jeden vierten Euro geben somit die Münchener für das Wohnen aus, genauso wie die Heidelberger. Auch in den Universitätsstädten wie Konstanz und Regensburg ist das Wohnen gemessen an der Kaufkraft besonders teuer. Aber auch in kleineren Städten gibt es natürlich große Unterschiede: Eine Wohnung in Regensburg kann somit zwischen 13,50 Euro je Quadratmeter und 6,60 Euro kosten. Eine Wohnung mit mittlerer Ausstattung in mittlerer Lage kostet in Regensburg 8,20 Euro je Quadratmeter. Darüber hinaus zeichnet sich ein deutliches Süd-Nord- und West-Ost-Gefälle des anfallenden Wohnkostenanteils ab. So liegt im süddeutschen Raum der Wohnkostenanteil durchschnittlich bei 18 bis 28 Prozent. Hingegen der Norden Deutschlands mit Ausnahme der Region Hamburg im Schnitt bei 9 bis 15 Prozent rangiert. Im westlichen Teil des Bundesgebiets, Frankfurt am Main ausgeschlossen, muss die Bevölkerung durchschnittlich 12 bis 20 Prozent des Einkommens für die reinen Wohnkosten aufbringen. Der Osten liegt im Schnitt bei nur 9 bis 17 Prozent, Berlin und Jena sind hierbei ebenfalls ausgeschlossen. Wer in Metropolregionen oder in Großstädte wie München oder Berlin zieht, muss bereits ein Viertel des Einkommens für eine Immobilie aufbringen. Für viele Haushalte stellt dies eine enorme finanzielle Belastung dar. Vor allem die Kommunen müssen nun laut Experten in die Verantwortung gezogen werden, um diesem Problem entscheidend entgegen zu steuern.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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