Immobilienmarkt | Mieten und Preise Immobilienindex IMX: Mieten sinken vielerorts

25. November 2013 | von
Immobilienmärkte: Preisniveau stabilisiert sich. Immobilienmärkte: Preisniveau stabilisiert sich. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Für viele Mieter ist es ein Ärgernis und häufig auch der Grund, umzuziehen oder ein Eigenheim zu erwerben. Hohe Mieten gerade in den großen Metropolen wie:  Hamburg, Köln, München, Stuttgart oder Frankfurt. Zumindest war dies bisher der Fall. Der aktuelle Immobilienindex zeigt einen gegenläufigen Trend in den oben erwähnten Städten mit Ausnahme Berlin. In den Städten sinken die Mieten, immer mehr Vermieter haben Schwierigkeiten, Mieter zu finden.

Grund hierfür ist in erster Linie das ohnehin hohe Niveau der Mietpreise. Aktuell sind im dritten Quartal 2013 die Mieten erstmals leicht gesunken. Zu diesem Ergebnis kam Immobilienscout 24 mit dem aktuellen Vergleich und seinen Ergebnissen im Immobilienindex. Dieser Vergleich zeigt, dass im Juli bis September 2013 in den Städten die Einwohnerzahlen sinken und die Angebotsmieten rückläufig sind. Davon betroffen sind auch die Metropolen, wie sie oben erwähnt wurden. So verweist der Immobilienindex auf einen Mietrückgang von bis zu 1,8 Prozent.

Trendwende auf den Immobilienmärkten?

Waren bisher die Mieten kontinuierlich gestiegen und stiegen die Quadratmeter um gut sechs Prozent auf knapp 12 Euro an, kann jetzt eine Stagnation und ein leichter Rückgang beobachtet werden. Bei Quadratmeter-Preisen von sieben Euro und mehr hatten die Vermieter zuletzt gerade in den Großstädten Probleme, Mieter für ihre Objekte zu finden. Das Preisniveau ist laut Immobilienscout24 nicht mehr mit den Einkommen und den allgemeinen Lebenshaltungskosten der Menschen vereinbar. Unrühmliche Ausnahme in diesem Fall ist Berlin. In der Hauptstadt stiegen die Mietpreise (Angebotsmieten) um 35 Prozent.

Immobilienexperten sind von diesen Zahlen und dieser Entwicklung keineswegs überrascht. Die hohen Mietpreise sorgten dafür, dass in den Jahren 2011 und 2012 Bauträger und Wohnungsgesellschaften verstärkt neue Wohnungen geplant und gebaut haben. Dies erhöht das Angebot an Wohnraum und reguliert die Preise bzw. hemmt den Preisanstieg. Demnach wurden auch nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes mehr Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern erteilt. Dazu kommt, dass Familien zunehmend aus den Ballungsräumen in die Vorstädte und kleine Städtchen abwandern. Damit kommt hier der ökonomische Grundsatz nach Angebot und Nachfrage klar zum Tragen. Staatliches Eingreifen sei damit kaum notwendig, so Immobilienexperte Adami einer Berliner Forschungsgesellschaft. Auch wenn Gesetzesänderungen zur Deckelung der Mieten im Wahlkampf Thema war, zeigt die aktuelle Entwicklung, dass eingreifende Maßnahmen kaum nötig sind. Bei dieser Entwicklung spielt auch die Verschärfung der Energiesparverordnung (EnEV), die die Mietpreise beeinflusst und den Wohnungsbau verteuert und damit die Mieten steigen lassen.




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