Mieten | Kosten für Mieter Maklergebühren: Werden Mieter bald entlastet?

2. Dezember 2013 | von
Geld Provision und Mietpreisbremse: Neuregelungen sollen Mieter entlasten. Foto: Andreas Hermsdorf / PIXELIO

Mieter könnten zukünftig entlastet werden. Nach der Mietpreisbremse plant die zukünftige Koalition Veränderungen bei der Maklerprovision: Diese soll den Planungen zufolge vom Vermieter übernommen werden. Die Maklerbranche ist sich noch uneins in ihrem Urteil

Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD haben sich beide Parteien auf verschiedenen Maßnahmen geeinigt, mit der die Wohnungspolitik verbessert werden soll. Eine davon war die Mietpreisbremse, nun könnte mit einer Neuregelung der Maklerprovision eine Zweite folgen.

Mietpreisbremse und Änderungen bei der Provision sollen Mieter entlasten

So freut die Experten vom Mieterbund z. B. die Ankündigung, dass Vermieter zukünftig die Maklergebühren übernehmen sollten. Dies bedeutet für die Mieter eine Entlastung von insgesamt gut 1,2 Milliarden Euro. Medienberichten zufolge wollen Union und SPD damit bewirken, dass die steigenden Mieten vor allem in den Großstädten abnehmen und allgemein neue Anreize für den Wohnungsbau geschaffen werden. Darauf haben sich die Experten einer Arbeitsgruppe im Rahmen der Koalitionsverhandlungen geeinigt.

Die Maklergebühren bzw. die Provision sollen künftig nach dem Besteller-Prinzip fällig werden, das heißt, derjenige, der den Auftrag zur Vermittlung einer Wohnung erteilt, muss auch die Kosten übernehmen. So muss künftig auch der Vermieter oder die Wohnungsgesellschaft einen Makler und die Provision bezahlen, und nicht wie bisher Usus der Vermieter.

Demnach sollen in Regionen mit einem angespannten Wohnungsmarkt entlastet werden und die Mieten maximal um zehn Prozent im Vergleich zum üblichen Ortsniveau steigen. Dies gilt für Neuvermietungen. Für bestehende Mietverhältnisse soll laut Verhandlungen eine längere Frist für Mieterhöhungen gelten. Auch die Regelungen, Kosten für Sanierungen zur besseren Energieeffizienz sollen verändert werden. Ebenfalls möglich werden sollen steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten, dass für Investoren neue Anreize schaffen könnte. Der geschäftsführende Bauminister Ramsauer meinte dazu, dass Bauen auch im niedrigen Preissegment die beste Antwort auf steigende Mieten und Engpässe im Wohnraum sei.

Weitere Maßnahmen betreffen etwa die Wohnfläche. Demnach soll die tatsächliche Wohnfläche als Richtwert für die Miete und Mieterhöhungen gelten und nicht wie bisher üblich die mit Mietvertrag notierte Quadratmeterzahl. Für die energetische Gebäudesanierung dürfen künftig nicht mehr als zehn Prozent der Kosten auf die Mieter umgelegt werden können. Auch dies entlastet die Mieter. Vermieter müssten sich demnach für eine Mieterhöhung an den einzusparenden Heizkosten orientieren und nicht an den Baukosten. Staatliche Zuschüsse wie das Wohngeld soll laut Vereinbarungen angepasst und die abgeschaffte Heizkostenkomponente wieder eingeführt werden. Davon profitieren die einkommensschwachen Familien vor allem in Bezug auf gestiegene Lebenshaltungskosten.




Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Mieten abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>