Mieten | Mietpreise Hamburg bleibt teures Wohnpflaster

9. Dezember 2013 | von
Hamburg: Mieten steigen weiter. Hamburg: Mieten steigen weiter. Foto: AV / PIXELIO

Wohnungen in Hamburg sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden – ein Trend, der aktuell anhält.

Nach wie vor ist in Hamburg Wohnen teuer, wie der anhaltende Trend der Mietpreise in der Hansestadt zeigt. So stiegen im aktuellen Mietspiegel für 2013 die Mieten durchschnittlich um fünf Prozent an. Die Preissteigerungen halten inzwischen nun einige Jahre an, denn bereits in den Jahren 2007 und 2009 bzw. 2009 bis 2011 waren die Mieten ebenfalls um fast sechs Prozent gestiegen. Damit lagen die Mietpreise erheblich über der allgemeinen Inflationsrate.

Altbauten verteuern sich überproportional

Auffallend sind hierbei die steigenden Preise für Altbauwohnungen in guter Lage. Hier sind Preissteigerungen von bis zu zwanzig Prozent zu vermerken. Neubauwohnungen dagegen blieben auf einem moderaten Preisniveau, ebenso Häuser, die etwa in den 1920er und 1930er Jahren entstanden. Hier stiegen die Mieten um etwa zwei bis drei Prozent. Im Hamburger Senat spricht man auf der einen Seite von Stagnation und dem Trend, dass die Mieten künftig eher langsam steigen, so etwa die Senatorin für Stadtentwicklung Blankau. Sie zeigte sich optimistisch, eine langfristige Trendwende einleiten zu können. Neue Wohnungen und die Mietpreisbremse einer wohl bald amtierenden Großen Koalition tragen dazu bei. Grüne und Linke in Hamburg fordern jedoch Maßnahmen der Politik: Der anhaltende Mietpreisanstieg sorge dafür, dass sich viele bald die Mieten nicht mehr leisten könnten. Die Wohnungswirtschaft hält dagegen eine Mietpreisbremse für nicht notwendig. Bereits in der Vergangenheit wurden in Hamburg Maßnahmen gefordert, die den steigenden Mieten entgegenwirken.

Mietspiegel sorgt für Transparenz

In der Hansestadt wird seit 1976 alle zwei Jahre ein Mietspiegel veröffentlicht. Die Verbraucher erhalten darin einen Überblick über ortsübliche Vergleichsmieten. Zum Vergleich wird die Größe, die Art, die Ausstattung, die Beschaffenheit und die Lage der Wohnungen herangezogen. Der Mietspiegel spielt vor allem bei Wiedervermietungen eine wichtige Rolle, denn er wird für die Erhöhung der Netto-Kaltmiete herangezogen. Per Gesetz müssen im Mietspiegel nur die Mieten berücksichtigt werden, die in den vergangenen vier Jahren neu vereinbart oder angepasst worden sind. Hierbei liegt keine Preisbindung vor. Für den aktuellen Mietspiegel wurden über 500.000 Wohnungen in Hamburg – und damit über die Hälfte aller verfügbaren Mietwohnungen der Hansestadt – miteinander verglichen und im Mietspiegel berücksichtigt. So können etwa Mieter überprüfen, ob ihre Miete angemessen oder rechtens ist.

Damit liegt Hamburg im Vergleich zu anderen Metropolen im soliden Mittelfeld. München, Frankfurt und Stuttgart liegen mit den Quadratmeterpreisen noch höher. In Berlin sind die Quadratmeterpreise zwar noch moderat, doch auch hier sind erhebliche Mietpreissteigerungen zu verzeichnen. Der Mieterverein beklagt dabei vor allem einen Preisanstieg im mittleren Preissegment.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu Hamburg bleibt teures Wohnpflaster

  1. Barclay sagt:

    Mieten sind gestiegen, na und?

    Die Gbeühr um ein Visum in HH zu erhalten ist um 450 % gestiegen, die Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein steigt zum 1.1.2014 um 85 % gegenueber 2012.

    Und beim Bauamt in Hamburg kostet es 35 € je angebrochene 30 Minuten, um mit dem Baubeamten zu sprechen. Also teurer, mit einem Beamten zu sprechen als mein Klempner.

    Und sofortige Barzahlung verlangt das Bauamt Hamburg-Mitte auch noch.

    Und da sind 6 % Steigerung eine Meldung wert ?

    Die Grundsteuer für mein Grundstueck in Hamburg hat sich durch Bau um 400 % erhoeht, zu zahlen vom Mieter.

    Wer ist denn wohl der Preistreiber in diesem Land ?

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