Mieten | Mieterhöhung Jeder siebte Vermieter erhöht die Miete nicht

13. Dezember 2013 | von
Viele Vermieter verzichten auf Mieterhöhungen. Viele Vermieter verzichten auf Mieterhöhungen. Foto: Benjamin Klack / PIXELIO

15 Prozent der deutschen Vermieter schwimmen gegen den Strom: Sie erhöhen ihre Miete nicht. Andere hingegen erhöhen die Kosten recht regelmäßig – oder auch, um ungeliebte Bewohner loszuwerden. Dies zeigt eine aktuelle Studie von immowelt.de.

Die deutschen Bundesbürger sehen sich immer öfter mit hohen Mietpreisen konfrontiert. Besonders in den Metropolen der Bundesrepublik müssen Wohnungssuchende immer tiefer in die Taschen greifen. Wer sein Zuhause behalten möchte, der muss der Preissteigerung der Vermieter folgen, unabhängig vom eigenen Einkommen. Besonders Bewohner in Groß- und Universitätsstädten müssen einen hohen Anteil ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben.

Viele Vermieter erhöhen nicht

Eine starke Ausnahme bilden da Vermieter, die die Mietpreise nicht in die Höhe treiben. Laut einer repräsentativen Studie von immowelt.de erhöht jeder siebte Immobilieneigentümer in Deutschland die Miete nicht. Weitere 13 Prozent der Vermieter geben an, seltener als alle 10 Jahre die Miete nach oben zu schrauben, obwohl sie nach der jetzigen Rechtslage alle 3 Jahre bis zu 15 Prozent mehr verlangen könnten.

Starke Mietpreiserhöhungen sind mittlerweile in der Bundesrepublik Gang und Gebe geworden. Grund hierfür können sein: Mieterwechsel, Modernisierung oder steigende Mieten in der Umgebung. Oftmals ergibt sich bereits eine Mietpreiserhöhung von 26 Prozent, wenn ein neuer Mieter seine Unterschrift unter den Vertrag setzt. Die Eigentümer kennen zumeist keine Grenzen, was die Erhöhung der Miete angeht.

Ortsübliche Vergleichsmiete ist Richtschnur

25 Prozent der befragten Vermieter erklärten diesen Schritt mit der steigenden ortsüblichen Vergleichsmiete. Ebenso viele hatten ihr Haus oder ihre Wohnung zuvor saniert oder modernisiert und die Mietpreiserhöhung dementsprechend begründet. Vier Prozent hätten die Mieten erhöht, um höhere Einkünfte zu erzielen. Und drei Prozent der Vermiete gaben an, mit der Erhöhung der Miete schlichtweg einen ungeliebten Mieter loswerden zu wollen.

Die Umfrageergebnisse sind Teil einer repräsentativen Untersuchung zum Thema Wohnen, für die das Marktforschungsunternehmen Innofact im Auftrag von Immowelt, welches 1032 Personen ab 18 Jahren online befragte. Darunter waren insgesamt 127 Vermieter, bevölkerungsrepräsentativ ausgewählt.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu Jeder siebte Vermieter erhöht die Miete nicht

  1. Fiona sagt:

    Ich find das schon Arg wie viel man für Mieten bezahlen muss. Und die ständigen Erhöhungen machen das nicht besser.

    Find ich gut das nicht alle Vermieter da mitziehen.

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