Wohnen | Wohntrends So wohnen wir in Zukunft

18. Dezember 2013 | von
Wohntrends der Zukunft: Sharing-Economy gehört dazu. Wohntrends der Zukunft: Sharing-Economy gehört dazu. Foto: Tim Reckmann / PIXELIO

Demografischer Wandel, Landflucht und mehr Singlehaushalte: Die Wohnungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt, die Ansprüche auch. Wie die Deutschen in Zukunft wohnen wollen und werden, hat eine Studie des GdW untersucht.

In einer umfassenden Studie hat sich der GdW, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen mit der Zukunft des Wohnens und mit den vermutlichen wichtigsten Wohntrends im Jahr 2030 beschäftigt. Dabei ging es um die Frage, welches Wohnungsangebot kann die künftigen Herausforderungen stemmen und welche Anforderungen müssen Wohnungen künftig erfüllen. Dabei spielen auch Themen wie Energieeffizienz, Klimawandel, Nachhaltigkeit, die Bedeutung von Migrationshintergrund und demografischem Wandel eine Rolle. Laut GdW-Studie kristallisieren sich dabei im Wesentlichen sieben Trends heraus. Somit sollten Politiker, Investoren und Bauunternehmen die individuellen Wohnkonzepte verschiedener Bevölkerungsgruppen bei Ihrer Arbeit einbeziehen. Wohntrends würden immer vielfältiger.

Technik nimmt wichtigere Rolle ein

Die Technik spielt dabei eine entscheidende Rolle als Helfer im Alltag, z. b. programmierbare Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungssysteme, die zum Teil bereits heute Realität sind. Im Jahr 2030 werden die Menschen technische Innovationen und technische Hilfestellung noch effektiver und häufiger nutzen.

Vermehrt wird der zukünftige Alltag von unregelmäßigen Arbeitszeiten, Wochenendarbeit und anspruchsvollen Aufgaben geprägt sein. Demnach sind Ruhe und Freizeit auch in Zukunft ein wertvolles Gut. Die Vielfalt an Aktivitäten wird noch zunehmen. So schätzen die Menschen der Zukunft die Wohnung als Oase der Ruhe und Erholung mit klaren Formen, schlichten, natürlichen Materialien. Auch der Standort wird immer wichtiger. Wichtige Stichpunkte sind hier Familie und Beruf vereinbaren und kurze Wege zur Arbeit.

Sharing Economy wirft Schatten voraus

Schon heute sind Begriffe wie Sharing Economy etwa beim Carsharing bekannt. Dieser Trend gemeinsamer Nutzung von Gegenständen wird immer wichtiger werden, auch beim Wohnen und in der Freizeit.

Gesundheit durch Bewegung, Fitness und gesunde Ernährung sind auch in Zukunft Themen für Körper und Gesundheit. Freiwillige Zusatzversicherungen und Zusatzbeiträge werden wohl immer mehr werden. Auch Smartphone und Tablet helfen dabei, die Gesundheit zu beobachten. Videokonferenzen mit Ärzten oder Online-Angebote werden zunehmen. Für das Wohnen bedeutet das ein angenehmes, gesundes Wohnklima und Umfeld, etwa mit Wellness- und Gesundheitssystemen für Zuhause.

Wichtig werden auch Aspekte wie die persönliche Bindung zum Wohnviertel, Nachbarschaftshilfe, größere Mitgestaltung der Mieter und innovative Konzepte gegen Altersarmut und für mehr Wohnraum. So können z. b. Pflegeeinrichtungen für Senioren mit Migrationshintergrund und flexible Baukonzepte der Bauunternehmen. Wichtig wird sein, auch weiterhin bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und immer mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen auch beim Thema Wohnen einzugehen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu So wohnen wir in Zukunft

  1. Claudia sagt:

    Auch wenn die Vorstellung von einer völlig neuen Wohnweise im Jahr 2030 heute noch Zukunftsmusik ist, zeichnen sich doch schon klare Trends ab. Ein Trend geht in Richtung Elektronik und Technik. Die Alltags- und Haushaltsaufgaben werden und erleichtert oder gar gänzlich abgenommen, somit fällt eine große Belastung weg. Elektronische Anlagen wie Licht, Fernseher, Kühlschrank können via Knopfdruck ganz bequem in jeden Raum des Hauses bedient werden. Nur Frage ich mich, was passiert, wenn plötzlich die Technik den Geist aufgibt. Sitze ich dann im Dunklen und kann mir nicht einmal etwas zu Essen aus dem Kühlschrank holen, da er ohne Fernbedienung nicht mehr aufgeht?
    Ein weiterer Trend geht hin in Richtung Minimalismus, platzsparendes Wohnen mit geraden Konturen und wenig Dekoobjekten. Praktisch auf jeden Fall, doch Frage ich mich wie hoch der Wohlfühlfaktor in so einen sporadisch eingerichteten Raum ist.
    Aber schlussendlich entscheidet jeder selbst, wie er seinen Wohnraum gestalten und in welcher Umgebung er sich wohlfühlt – Wohntrends hin oder her.

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