Mieten | Mietpreisbremse Welche Städte von einer Mietpreisbremse betroffen wären

2. Januar 2014 | von
Universiätsklinikum Jena Universiätsklinikum Jena: Mittelgroße Unistädte können von der Mietpreisbremse profitieren. Foto: Matthias Mittenentzwei / PIXELIO

Nicht für alle Städte ist eine Mietpreisbremse von Bedeutung. Hauptsächlich in Metropolen und mittelgroßen Universitätsstädten könnten regulierte Neuvertragsmieten einen Effekt haben.

Die gute Nachricht betrifft vor allem die Hausbesitzer in den mittelgroßen Städten. Sie wären von der Mietpreisbremse kaum betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung einer Unternehmensgruppe. Die Mietpreisbremse, die in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD geplant wurde, soll die Preissteigerungen bei den Mieten Einhalt gebieten und vor allem in Metropolen wirksam werden, wo die Mieten in den letzten Jahren besonders gestiegen sind. Die Mietpreisbremse hätte vor allem in den großen Metropolen Auswirkungen auf die Einnahmen der Hausbesitzer und Vermieter. Die Mietpreisbremse soll von den Ländern dort eingeführt werden, wo es die einzelnen Länder für angebracht halten.

Metropolen und Universitätsstädte

Dies ist vor allem in den Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart der Fall, aber auch in Studentenstädten wie Heidelberg oder Regensburg oder Jena. In der Studie wurden in erster Linie Städte mit über 100.000 Einwohnern verglichen, dabei wurde auch der Mietspiegel herangezogen. Demnach kommt die Mietpreisbremse dort nicht zum Tragen, wenn die Differenz zwischen Angebotsmieten und Mietspiegel möglichst gering ist. Die Studie zeigt, dass in den meisten mittelgroßen Städten keine überzogenen Mieten verlangt werden, im Gegensatz zu den Zentren der großen Metropolen. So sind etwa Randbezirke wie Oranienburg oder Spandau in Berlin weniger betroffen. Hier sollen künftig moderate Mieterhöhungen stattfinden, die von der Mietpreisbremse ausgeschlossen sind. Diese moderate Mieterhöhung liegt bei durchschnittlich 14 Prozent, während die sieben oben aufgeführten Metropolen mit Preissteigerungen von bis zu 36 Prozent auffallen. Die Politik will daher in diesen Regionen mit knappem Wohnungsangebot und angespanntem Immobilienmarkt eine Mieterhöhung von höchstens zehn Prozent zulassen.

Preise teilweise unter dem Mietspiegel

Bei der Untersuchung standen 56 Städte mittlerer Größe im Fokus, von denen die hälfte, die Differenz zwischen Angebotsmieten und Mietspiegel bei maximal zehn Prozent lagen. Städte wie Mülheim an der Ruhr oder Bremerhaven, Kassel oder Osnabrück liegen teilweise sogar unter dem Mietspiegel. Hier müssten Investoren keine negativen Auswirkungen fürchten. Die anderen untersuchten Städte lagen durchschnittlich um 26 Prozent höher als der Mietspiegel. Dies sei immer noch geringer als die Werte der großen Metropolen, wo die Investoren von der Mietpreisbremse stärker betroffen würden. Um für die Studie vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, wurden für die zu untersuchenden Städte der Mietspiegel und durchschnittliche Mietpreise für eine Wohnung von etwa 60 Quadratmetern Größe und einem mittleren bis guten Standard herangezogen. Zudem wurden verschiedene Baujahre gewählt sowie die Angebotsmieten des ersten Halbjahres 2013 zum Vergleich gegenübergestellt.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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