Immobilienmarkt | Immobilienmarkt Plattenbauten bei Großinvestoren sehr begehrt

24. Januar 2014 | von
Investition in Plattenbauten Plattenbauten werden bei Investoren immer beliebter. Karl-Heinz Laube / PIXELIO

Statt Luxus-Lofts in Berlin setzen Großinvestoren verstärkt auf Plattenbauten in Dresden. Dabei gehen sie immer höhere Risiken für immer weniger Gewinn ein.

Plattenbauten aus der DDR-Zeit erfreuen sich wachsender Beliebtheit – zumindest bei Investoren. Die Gründe, warum Großinvestoren die Platten als sichere Geldanlage sehen, sind nicht von der Hand zu weisen: Tausend Wohnungen auf engem Raum, leicht zu bewirtschaften, vollständig saniert und damit Spielraum nach oben bei den Mieten. Im Gegensatz zur Vergangenheit werden risikoreiche Investitionen nicht mehr pauschal als negativ gesehen.

Besonders Deutschland wird von den Anlegern aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung als einer der attraktivsten Immobilienstandorte in Europa angesehen, die Kaufbereitschaft ist entsprechend groß. Doch die Angebote auf dem deutschen Immobilienmarkt sind begrenzt und die Preise hoch. Deshalb fällt die Wahl nicht mehr auf Luxus Lofts in Berlin Mitte, sondern auf Plattenbauten in Dresden. Experten rechnen mit einer starken Zunahme des Kaufs von risikoreichen Immobilien- Investments.

Die Risikobereitschaft wird nur durch Finanzierungsschwierigkeiten gebremst

Besonders ausgeprägt ist die Risikobereitschaft mittlerweile bei Wohnimmobilien. Aber auch Bürogebäude sind als Geldanlage wieder gefragt. Die Investoren lassen sich mittlerweile von den unverändert hohen Leerständen oder den nur noch kurz laufenden Verträgen der wichtigsten Mieter nicht mehr abschrecken, da die Gesellschaften glauben dies alles im Griff zu haben.

Daher scheiterten die Transaktionen meist nicht an einem mangelnden Selbstbewusstsein der Käufer, sondern vielmehr an den hohen Forderungen der Verkäufer. Zudem stellten sich bisher die Banken bei der Finanzierung dieser Käufe in den Weg. Ihre Finanzierungsbereitschaft hält sich besonders bei Gewerbeimmobilien im Randbereich in Grenzen. So verlangen die Banken von den Käufern hohe Eigenkapitalbeiträge von rund 50 Prozent des Kaufpreisens.

Doch die Käufer investieren, trotz der hohen Eigenbeiträge. Die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum in den deutschen Großstädten bleibt ununterbrochen. Als Ursache für die anhaltend hohe Nachfrage nach deutschen Immobilien sehen die Experten weiterhin die Unsicherheiten in Folge der Euro-Krise.

Die Beliebtheit deutscher Immobilien bleibt ungebrochen

Besonders die Stadt Berlin ist bei den Investoren der begehrteste Standort für Wohnimmobilien. Die Hauptstadt liegt damit noch vor Städten wie Köln, München oder auch Frankfurt am Main. Doch die anderen Top-Standorte holen auf – der Investmentfokus breitet sich besonders auf die Stadt München aus. Die Landeshauptstadt Bayerns ist die Nummer eins bei Büroimmobilien. Damit verdrängt München die Hansestadt Hamburg vom ersten Platz.

Wie lange der Immobilienboom in Deutschland noch anhält, ist unklar. Experten gehen davon aus, dass so lange die Zinsen niedrig bleiben, auch die Immobilienpreise davon profitieren werden. Doch die hohen Renditeerwartungen, wie sie in der Vergangenheit angesichts niedrigerer Preise noch gerechtfertigt schienen, sind von den Anlegern mittlerweile selbst zurückgenommen genommen worden. Das dämpft allerdings nicht die Lust weiterhin in Immobilien zu investieren. Für das Jahr 2014 wird ein steigendes Transaktionsvolumen für Gewerbe- und Wohnimmobilienportfolios erwartet. So werden bis zu 47 Milliarden Euro prognostiziert.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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