Immobilienmarkt | Immobilienblase Preisblase in Stuttgart?

27. Januar 2014 | von
Preissteigerung auf dem Immobilienmarkt Trotz vereinzelter Anzeichen wird keine allgemeine Immobilienblase erwartet. Foto: Esther Stosch / PIXELIO

In einigen deutschen Städten konnte eine enorme Steigerung der Immobilienpreise verzeichnet werden. Eine neue Studie befasst sich nun damit, ob es sich um Einzelfälle handelt oder einen deutschlandweiten Trend.

Das Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hat eine Studie zu den Immobilienpreisen in Stuttgart veröffentlicht. Experten gehen demnach nicht von regionalen Preisblasen aus – trotz stetig steigender Immobilienpreise. Dies gilt vor allem für die Großstädte, aber auch bundesweit. Einzig regionale Ausnahmen wie Stuttgart erwähnen die Experten des RWI in der Studie. Das Institut hat den Wohnungsmarkt anhand von Daten des Immobilienportals ImmobilienScout24 analysiert.

Studie folgt neuer Herangehensweise

In der Studie wurde ein Zeitraum von Januar 2007 bis Dezember 2013 untersucht und betrachtet die Angebote und preisbestimmende Eigenschaften von Häusern und Wohnungen. Dabei sind etwa die Wohnfläche, die Anzahl der Zimmer, das Alter der Immobilie oder die Verfügbarkeit von Keller, Garten, Terrasse oder Balkon zu nennen. Um sich einen regionalen Überblick zu verschaffen, wurden verschiedene Arbeitsmarktregionen verglichen, um den Zusammenhang von Einkommen und Immobilienpreisen zu erfassen. Eine neue Herangehensweise, da bisher in ähnlichen Studien nur in bestimmten Regionen und zeitlich begrenzt Daten ausgewertet wurden. In der aktuellen RWI-Studie wurden daher sowohl die Entwicklung der Preise auf regionaler Ebene als auch der Zusammenhang von Kern- und Umland etwa von Metropolregionen untersucht.

Die Rahmenbedingungen bestimmen den jeweiligen Trend

Die Untersuchung des RWI stellt hier einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Immobilienpreisen her. So ist zu erkennen, dass in Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit die Preissteigerungen höher ausfallen als in anderen Regionen. Dies liegt in guten Arbeitsmöglichkeiten, Jobaussichten und hohen Einkommen und damit auch guter Kaufkraft begründet, was sich auch auf die Immobilienpreise auswirkt.

Auch wenn die Immobilienpreise in zahlreichen Regionen angestiegen sind, sieht das RWI keine Anzeichen für einen bundesweiten Trend in Richtung Immobilienblase. Dies gilt auch für Metropolen wie München, Berlin oder Hamburg. Festzustellen ist aktuell ein Preisanstieg für Immobilien, der vor allem in Bayern deutlich ausfällt, ebenso wie im Südwesten mit Städten wie Freiburg. Insgesamt jedoch ist die Lage am Immobilienmarkt stabil. Punktuelle negative Trends wie etwa in Stuttgart oder Bonn zeigen auf, dass trotz entsprechender Rahmenbedingungen die Preissteigerungen hier höher ausfallen als zu erwarten war. Ähnliches gilt auch für Teile Münchens und Berlins.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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