Solarenergie | Solaranlagen Nachfrage und Förderung von Solaranlagen verschlechtert sich

31. Januar 2014 | von
Ökostrom Die Branche der Solaranlagen kriselt. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Die Energiewende soll die Stromgewinnung nachhaltig verändern, doch an vielen Stellen kriselt es noch. Besonders die Solarbranche hat mit Problemen zu kämpfen.

Im vergangenen Jahr sank die Nachfrage nach Solaranlagen um 55 Prozent, ein dramatischer Rückgang. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) warnt nun vor einer Gefährdung der Energiewende und weiteren rückläufigen Umsätzen.

Verantwortlich für den dramatischen Rückgang der Absätze von Solaranlagen sind Subventionskürzungen. Die rückläufigen Fördermöglichkeiten wirken sich negativ auf Nachfrage und das Interesse an Solaranlagen aus. Die Solaranlagen, die auf Häusern und Dächern installiert wurden, lieferten in 2013 rund 30 Milliarden Kilowattstunden, und somit einem Anteil am Stromverbrauch von 5 Prozent.

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Die aktuelle Regierung aus Union und SPD möchte mit dem Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) reformieren und die Kosten für die Förderung von Ökostrom senken. Zuletzt war die EEG-Umlage auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde gestiegen.

Krise trotz steigenden Bedarfs

Der Geschäftsführer der BSW, Carsten Körnig, warnt vor einem weiterhin rückläufigen Absatz seiner Branche, die ohnehin in der Krise steckt. Er stellt klar, dass die Preise für neue Solaranlagen in den letzten zwei Jahren 25 Prozent gesunken seien und die Förderung für Solarenergie halbiert worden sei.

Die große Koalition möchte bis 2025 Strom aus alternativen Energien wie Wind, Sonne und Wasser steigern und damit 40 bis 45 Prozent des Strombedarfs decken. Bisher waren es gut 25 Prozent. Bis 2035 soll dies noch auf 55 bis 60 Prozent gesteigert werden. In diesem Zusammenhang hofft der BSW auf einen Stromanteil mit Solarenergie von etwa zehn Prozent bis ins Jahr 2020. Allerdings macht der Preisverfall der Branche zu schaffen. Viele Unternehmen wie Solon, Q-Cells oder Conergy sind heute insolvent. Auch der Marktführer Solarworld kämpft derzeit um das wirtschaftliche Überleben.

Die Politik ist gefragt

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Friedrich von der Union äußerte sich zu diesem Thema und sprach sich gegen den großflächigen Ausbau von Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen aus. Er fügte hinzu, dass die Landschaftspflege nicht vernachlässigt werden dürfe. Bauern seien ebenfalls Unternehmer und rechneten sich aus, womit mehr Geld einzunehmen sei, etwa mit Urlaub auf dem Bauernhof, Biogas, Nahrungsmitteln oder Windkraft. Dies regelt den Markt, das Angebot sowie die Nachfrage.

Hier müssen Politik und die betroffenen Branchen Wege finden, alternative Energien zu fördern, Landschaft und Umwelt zu schonen und Mitarbeitern der Branche deren Lohn und Brot zu sichern.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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