Mieten | Mietentwicklung in Deutschland Statistisches Bundesamt: Mietentwicklung in Deutschland

3. Februar 2014 | von
Mietentwicklung Das statistische Bundesamt veröffentlicht neue Zahlen über die Mietentwicklung in Deutschland. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Die Befürchtung, dass sich Deutschland in Bezug auf den Immobilienmarkt an seine Nachbarländer angleicht, konnte nun mit neuen Zahlen des statistischen Bundesamtes gemildert werden.

Mieterhöhungen und die Entwicklung der Mietpreise ist immer wieder ein Thema für Medien und Verbraucher. Zuletzt gab es Medienberichte, dass die Mieten langsamer ansteigen als die Inflation. In Metropolen wie Berlin die Mieten verteuerten sich die Mieten jedoch schneller als in anderen Städten, was die Mietpreisbremse zu einem Thema werden ließ. Das Statistische Bundesamt hat nun eine ausführliche Studie zum Thema veröffentlicht.

So stiegen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Preise schneller an als im bundesweiten Durchschnitt. Diese Preissteigerungen beziehen sich vor allem auf bestimmte Regionen, in denen Wohnungen und Häuser begehrt sind, also in den Ballungsräumen, Universitätsstädten und Großstädten, wo eine große Nachfrage nach Wohnraum besteht. Dabei sind vor allem Mietwohnungen gefragt, Eigentum dagegen weniger.

Leichter Aufwind für die Baubranche

Gleichwohl verfügt Deutschland trotz der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise weiter über einen florierenden Immobilienmarkt. Dazu kommen niedrige Zinsen, eine positive Wirtschaftslage und steigende Einkommen, die Immobilien als Anlage oder Altersvorsorge attraktiv erscheinen lassen. Der Wohnungsbau stagnierte viele Jahre lang, bekommt jetzt aber neuen Aufwind. Die wachsende Nachfrage sorgt zudem für steigende Preise und höhere Mieten. Vor allem in den Universitätsstädten, angesagten Vierteln größerer Städte und Großstädte ziehen die Preise an, suchen Anleger, Studenten und Zuwanderer Wohnraum.

Laut der Studie wurden in den letzten Jahren Häuser mit Grundstücken gleichermaßen teurer wie etwa die Kosten für Neubau und Renovierungen. In vielen Regionen wurden in den letzten Jahren zudem wieder mehr Wohnungen genehmigt, nachdem die Zahl in den 1990er Jahren bis zur Jahrtausendwende die Zahl stetig zurückging. Durchschnittlich wurden etwa 150.000 bis 200.000 neue Immobilien genehmigt. Gesucht werden vor allem Wohnungen und Häuser in der Nähe einer Großstadt oder einer Universitätsstadt. In Städten wie Hamburg, München oder Stuttgart gibt es diverse Unterschiede, sodass hier die Neubauten stagnieren oder leicht steigen.

Mieten bleibt beliebter als Kaufen

Hierzulande wird das Mieten immer noch bevorzugt, nur knapp die Hälfte der Bundesbürger verfügt über Wohneigentum. So wird der Immobilienmarkt stark vom Vermieten und Mieten geprägt. Während in Deutschland der Immobilienmarkt recht stabil ist, prägten die Wirtschafts- und Finanzmärkte die Baubranche und den Immobilienmarkt z. B. in Irland und Spanien. Hier sorgte die Immobilienblase für stark sinkende Immobilienpreise, die Nachfrage nahm stetig ab.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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