Mieten | Mietpreis Nahezu jeder Zweite empfindet seine Miete als angemessen

14. Februar 2014 | von
faire Miete Knapp die Hälfte der Deutschen halten ihre Miete für fair. Foto: Margot Kessler / PIXELIO

Die Entwicklung der Wohnungsmieten stellt viele Mieter vor Probleme. Umso überraschender sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema Mietpreise. Nach der Studie „Wohntrends 2030“ hält knapp die Hälfte der deutschen Mieter die Höhe ihrer Miete für angemessen. Für diese Untersuchung der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) wurden 3.031 deutsche Haushalte aus allen Bundesländern von Januar bis April 2013 in telefonischen Interviews zu ihrer Wohnsituation befragt. Aus der repräsentativen Umfrage ergab sich, dass sieben Prozent der deutschen Mieter ihre Miete als „sehr günstig“ empfinden. 26 Prozent empfinden ihre Miete als „günstig“ und 46 Prozent als „angemessen“. Laut der Studie haben lediglich 17 Prozent der Mieter das Gefühl, dass ihre Miete „hoch“ ist und gerade einmal vier Prozent empfinden sie als „viel zu hoch“.

Im Alter Mietbelastung am höchsten

In Deutschland beträgt die Nettokaltmiete pro Quadratmeter Wohnraum im Schnitt 6,26 Euro. Mit durchschnittlich 6,80 Euro pro Quadratmeter liegt sie in den Großtädten etwas darüber. Günstiger ist die Miete hingegen im halbstädtischen Raum mit 5,80 Euro pro Quadratmeter sowie im ländlichen Raum mit 5,34 Euro pro Quadratmeter. Unterteilt man die Mietbelastung nach Altersgruppen, so ist die Mietbelastung im Alter am höchsten. Im Schnitt geben Mieter von 65 bis 79 Jahre 26 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Miete aus. Bei den Mietern ab 80 Jahren liegt die Mietbelastung sogar bei 32 Prozent ihres Haushaltseinkommens. Hingegen die Belastung im Alter von 30 bis 59 Jahren bei nur 22 Prozent liegt. Mit 24 Prozent des Nettoeinkommens schlagen die Mietkosten im Bundesdurchschnitt zu Buche.

Wohnungssituation entspannter als gedacht

Laut der Geschäftsführerin von Analyse & Konzepte Bettina Harms sei die Situation der Mieter in Deutschland insgesamt nicht so dramatisch, wie sie mitunter dargestellt wird. Es ist allerdings unbestritten, dass an einigen Standorten in den beliebten Metropolen und Studentenstädten die Neuvertragsmieten sehr hoch sind. Hier sind Wohnungssuchende oftmals dazu gezwungen, in andere Stadtteile auszuweichen. Diesen Trend zu mindern liegt nun als Herausforderung bei den Stadtplanern. Ländlichere Gemeinden haben dahingegen genau das gegenteilige Problem: Sie sehen sich mit einem erhöhtem Leerstand und einer schrumpfenden Bevölkerung konfrontiert. Die Studie “Wohntrends 2030″ hat weiterhin ergeben, dass bis zum Jahr 2030 diese räumliche Polarisierung weiter zunehmen wird.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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