Mieten | Mietpreis Mieten stiegen 2013 moderat

17. Februar 2014 | von
Mietpreisspiegel In München wohnt es sich am teuersten. Wolfgang Dirscherl / PIXELIO

Das Wohnen in den Metropolen ist erheblich teurer geworden: Im vergangenen Jahr sind die Mieten in Deutschland um 1,3 Prozent gestiegen. Die Mieten in München toppen jedoch alles. Dagegen scheinen die Mieten in Stuttgart, Köln, Frankfurt am Main und Hamburg noch moderat.

Die Mieten in Deutschland sind im vergangenen Jahr durchschnittlich um 1,3 Prozent gestiegen. Besonders kostspielig ist wohnen im Ländle: Die Hälfte der 30 teuersten Städte liegt in Baden-Württemberg. Das zeigt das Städteranking des Marktforschungsunternehmens F+B. Analysiert wurden für den Mietspiegelindex die Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern. Für die Auswertung wurden im Jahr 2013 die Mietspiegel für insgesamt 334 Städte und Gemeinden analysiert. Dabei landete die bayerische Landeshauptstadt München auf Platz eins der teuersten Städte.

So teuer wie in München wohnt es sich nirgendwo in Deutschland. In der bayerischen Landeshauptstadt müssen Mieter im Schnitt 10,25 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete bezahlen. Das sind 65 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt, der 6,21 Euro pro Quadratmeter beträgt. Auf Platz zwei des Rankings landete das bayerische Germering. Hier liegen die Mieten 39 Prozent über dem Schnitt. Unter den Top Zehn der Städte mit den höchsten Mieten sind auch Stuttgart, Dachau, Tübingen sowie Köln.

Großstädte von Mietexplosion betroffen

Die Mieten stiegen vor allem in den Großstädten. Besonders Städte, die ein attraktives Arbeitsplatzangebot aufweisen, ziehen immer mehr neue Wohnungsnachfrager an. Das hat zur Folge, dass auch der Wohnungsmarkt enger wird und die Mieten steigen. Diesen Trend gebe es laut Immobilien-Experten auch in den ostdeutschen Städten – wenn auch auf insgesamt niedrigerem Mietenniveau. Städte wie Jena, Erfurt und Rostock liegen beim bundesweiten Durchschnitt, die übrigen ostdeutschen Großstädte aber überwiegend darunter.

Berliner Mieter moderat

Laut F+B ist das Wohnen in der deutschen Hauptstadt immer noch vergleichsweise günstig. So kosten in den westlichen Stadtteilen Bestandswohnungen momentan im Schnitt 6,03 Euro, in den östlichen 5,70 Euro pro Quadratmeter.

Nach wie vor werden die höchsten Mietsteigerungen in den Altbaubeständen der Gründer- und Zwischenkriegsjahre registriert. Die aktuellen Vergleichsmieten für derartige Wohnungen liegen im Durchschnitt um zwei Prozent höher. Etwa zwei Prozent mehr an Miete sind für einen Neubau der 2000er-Jahre zu bezahlen. Dagegen fallen die Steigerungen mit etwa einem Prozent für die übrigen Bauepochen aus etwas geringer aus. Laut den Experten zeigt sich deutschlandweit wieder das bekannte Muster –  je neuer eine Wohnung, desto höher ihre Miete von 5,81 im Altbau bis 7,59 Euro pro Quadratmeter im aktuellen Neubau.

Unterschiede in der Qualität der Mietspiegel

Den sogenannten qualifizierten Mietspiegel hat nur eine geringe Minderheit der Städte, welche ausführlich von Forschungsinstituten wie F+B erarbeitet werden. Diese Mietspiegel legen die ortsübliche Vergleichsmiete nach Lagen fest, die als amtliche Obergrenze für Mieterhöhungen im Bestand dienen. Allerdings beruht der Großteil der örtlichen Mietspiegel auf Einschätzungen der örtlichen Eigentümer- und Mietervereine.

Je größer die Stadt ist, desto größer ist die Quote von Mietspiegeln: So haben 93 Prozent aller deutschen Metropolen (über 500.000 Einwohner) und 88 Prozent aller Großstädte (ab 100.000 Einwohnern) einen Mietspiegel. Bremen ist laut F+B die einzige Metropole ohne Mietspiegel.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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