Immobilienmarkt | Immobilienmarkt Wohnraum wird 2014 wohl noch teurer

7. März 2014 | von
Immobilienpreise Die Mietpreise sollen dieses Jahr weiter ansteigen. Foto: Michael Lorenzet / PIXELIO

Wohnen könnte Experten zufolge in diesem Jahr noch teurer werden. Kritik gibt es dabei für die Mietpreisbremse. Laut dem Rat der Weisen der Immobilienwirtschaf werden Mieten und Immobilienpreise in diesem Jahr weiter ansteigen. Der Rat besteht aus drei führenden unabhängigen Forschungsinstituten. Die Immobilienexperten rechnen mit einem durchschnittlichen Plus von etwa drei Prozent. Die Preise für Mieten waren im vergangenen Jahr ebenfalls um drei Prozent gestiegen. Die für Wohnimmobilien erhöhten sich um 3,5 Prozent und die für Einfamilienhäuser um 4,3 Prozent. Grund für die stetigen Erhöhungen sei die wachsende Attraktivität von Großstädten wie Berlin und München. Die Metropolen ziehen vor allem junge Leute und Zuwanderer an, zudem investieren immer mehr Anleger ihr Geld in die Luxusimmobilien der Großstädte. Dies kurbelt die Miet- und Kaufpreise erneut an. Seit 2007 sind die Mieten in den Städten im Zuge des Immobilienbooms im Schnitt um ein Fünftel und die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in kreisfreien Städten Westdeutschlands sogar um knapp ein Viertel anzogen. Doch laut den Experten verlaufe der Preisanstieg auf einem niedrigen Niveau und deute eher auf einen Nachholeffekt hin, als auf eine breit angelegte Übertreibung. Kritik über Mietpreisbremse Auch die gestiegene Bautätigkeit weise nach Angaben der Immobilienweisen kaum Überhitzungstendenzen auf. Zudem bleibe den Experten zufolge das Wohnungseigentum im Vergleich zu anderen europäischen Städten erschwinglich: So mussten 2005 noch 7,85 durchschnittliche Nettojahreseinkommen für eine 125 Quadratmeter große Eigentumswohnung mit gehobener Ausstattung bezahlt werden, 2013 war es nur noch das 7,75-fache eines Jahreseinkommens. Kritik gibt es von den Immobilienexperten für die von der Großen Koalition vereinbarte Mietpreisbremse. Diese führt laut Experten zu einer Unsicherheit und sei kontraproduktiv. Die Bundesregierung weist diese Vorwürfe zurück. Laut Regierung sei die Sorge der Experten unbegründet, denn die Mietpreisbremse gelte nicht für Neubauten, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbauministerium, Florian Pronold (SPD). Die Mietpreisbremse solle lediglich verhindern, dass in gefragten Lagen die Preise für Neuvermietungen um bis zu 50 Prozent nach oben schießen. Für viele Bundesbürger stellt die Miete einen erheblichen Kostenfaktor dar. Der SPD-Politiker fordert daher bezahlbaren Wohnraum. Metropolen von Mietpreisexplosion besonders betroffen Die Mieten in den Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt werden laut den Immobilienexperten im Jahr 2014 überdurchschnittlich steigen. In München zogen die Mieten im Jahr 2013 mit 6,9 Prozent am stärksten an, gefolgt von Berlin mit 6,6 Prozent. Die Nachfrage nach Wohnraum wächst stetig, doch das Angebot kommt nach wie vor in den Top-Städten nicht hinterher. Nach Angaben der Immobilienexperten seien die Leerstände auf einem historisch niedrigen Niveau – prinzipiell sei daher alles vermietet.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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