Immobilienbranche | Mietpreisanstieg Mieterbund befürchtet rasanten Anstieg der Mietpreise

14. März 2014 | von
Mietpreisanstieg In deutschen Metropolen steigt der Mietpreis rasant. Foto: Lupo / PIXELIO

Neu- und Bestandsmieten driften in vielen Städten immer weiter auseinander. Für Normalverdiener kann das zu einem echten Problem werden.

Der Mieterbund ist alarmiert über die Entwicklung der Mietpreise. So sollen die Mieten für Neumieter bis zu 36 Prozent teurer werden. Da werden Stimmen laut, die die Mietpreisbremse fordern. In vielen Städten sind die Mieten um gut ein Drittel höher als Bestandsmieten beziehungsweise Altverträge. Dies trifft vor allem auf Großstädte und Universitätsstädte zu. Hier sei der Unterschied erheblich.

Sozialer Wohnungsbau soll den Preisanstieg eindämmen

Dazu wurden Städte wie Regensburg, Münster, Konstanz, Heidelberg, Mainz und Frankfurt am Main untersucht. Für gewöhnlich liegt hier der Preisunterschied zwischen Neuvermietung und ortsüblichen Mieten bei 30 Prozent oder darüber. Auch in Berlin zahlen Neu-Mieter gut 20 Prozent mehr als Altmieter. Der Mieterbund fordert daher die Politik zum Handeln und die baldmöglichste Umsetzung der Mietpreisbremse. Sonst könnten Menschen mit durchschnittlichen Gehältern bald kaum mehr für die Miete aufkommen.

Weitere Maßnahmen wie Neubauten und mehr Sozialer Wohnungsbau könnten die steigende Nachfrage nach bezahlbaren Mieten in den Städten abfangen. Mit der Mietpreisbremse würde die Preiserhöhung für Neuvermietungen höchstens zehn Prozent betragen. Der Mieterbund fordert daher die Bundesregierung auf, das Gesetz dazu möglichst bald auf den Weg zu bringen. Sonst würden Umzüge und Mieten zunehmend unbezahlbar und auch die Bestandsmieten würden langfristig erheblich steigen.

Mietpreisbremse greift nicht bei Neuvermietungen

Viele wehren sich gegen Wohnungsknappheit und steigende Mieten. Sie besetzen leer stehende Wohnungen oder demonstrieren in Einkaufszentren. Kritisiert wird, dass viele Neubauten als Gewerbeflächen oder Büros genutzt würden, anstatt in bezahlbaren Wohnraum zu investieren beziehungsweise die Immobilien entsprechend zu nutzen. Das Problem der hohen Mieten besteht vor allem in den Großstädten und Metropolen wie Berlin, Frankfurt, Hamburg oder München. Eines von vielen Argumenten für die Mietpreiserhöhungen sind die Maßnahmen zum Energiesparen, die etwa durch Sanierungen durchgeführt werden. Auch in diesem Jahr sind reguläre Mietpreiserhöhungen zu erwarten. Daher hoffen mittlerweile auch viele Mieter auf die Mietpreisbremse, allerdings greift diese, wenn überhaupt, nur für bestehende Mietverträge, nicht für Neuvermietungen. In einzelnen Städten und Regionen wie Hamburg oder München gilt die Mietpreisbremse bereits seit dem letzten Jahr. Ob sich der gewünschte Effekt einstellt, muss sich dabei erst noch erweisen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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