Wohnen | Baumhaus Modernes Wohnen im städtischen Baumhaus

17. März 2014 | von
Wohnen Modernes Wohnen in luftiger Höhe. Foto: Andrea Müller / PIXELIO

„The Urban Treehouse“ ist das neue Projekt des Architekten Andreas Wenning, welches in Kürze in Berlin Zehlendorf zu sehen sein wird. Nach den Entwürfen des Bremer Architekten Andreas Wennig werden in Kürze die Aufbauarbeiten für zwei Baumhäuser am Quermatenweg in Zehlendorf begonnen. Die Unterkünfte aus Massivholz, die in vier Meter Höhe gebaut werden sollen, stehen auf einem mit Holz verkleideten Stahlträgersockel. In diesen vier Quadratmeter großen Sockeln befinden sich die Gas-, Strom- und Wasserleitungen, sowie auch eine Gastherme, damit es den Bewohnern an nichts fehlt. Weltweiter Erfolg für das Baumhauskonzept Sein erstes Baumhaus entwarf der gelernte Tischler 2003 in Bassum, ein kleiner Ort südlich von Bremen. Bereits während seines Architekturstudiums beschäftigte sich Wenning mit der Verbindung von Landschaft und Architektur. Für seine Diplomarbeit entwarf er ein Kommunikationszentrum an den Klippen von Dover. Nun gibt sich Wenning seit mehr als elf Jahren dem Entwurf von Baumhäusern hin. Das kleinste Projekt des Architekten misst gerade mal vier Quadratmeter, das größte Projekt ist ein 50 Quadratmeter großes Konferenzbaumhaus. Hier treffen sich Mitarbeiter von Firmen zu konzentrierten Gesprächen fernab des Trubels in der Großstadt. Andreas Wenning hat sich mit seiner Arbeit auch international einen Namen gemacht. Sein Büro „Baumraum“ ist weltweit aktiv und realisierte bereits zahlreiche Baumhäuser, darunter auch Hotels in der Schweiz, in Florida oder in Frankreich. Die Höhe verspricht Nähe zur Natur Laut dem Architekten sei der Begriff Baumhaus eher als Metapher zu betrachten. So große Unterkünfte man aus statischen Gründen nicht direkt auf Bäume, aber dennoch unter die Baumwipfel setzen. Laut Wennig könne man von hier den Wechsel der Jahreszeiten naturnah miterleben. In dieser Höhe sei der Kontakt mit den Bäumen allein schon durch die Nähe zu ihnen einmalig. Die Berlin-Baumhäuser aus Massivholz kleidet der Planer in eine Aluminiumfassade, damit sie kühler und urbaner wirken. Im Inneren sorgt dafür das massive Fichtenholz für ausreichend Wärme. Das Genehmigungsverfahren für die Berlin Baumhäuser verlief kompliziert und dauerte ein ganzes Jahr, da das Projekt nicht den üblichen Normen entspricht. Unterstützung gab es jedoch vom Bezirksamt, die vom Baumhaus-Projekt sehr angetan waren. Bauherr Kolja Stegemann beziffert das Investitionsvolumen mit etwa 100.000 Euro. Das neue Wohnen in den Wipfeln hat dem entsprechend seinen Preis. Die Mieter der Baumhäuser müssen pro Tag ab 140 Euro zahlen. Bis Ende April sollen die Bauten fertiggestellt sein. Hier geht es zur Website des Architekten mit einer umfassenden Bildgalerie.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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