Immobilienbranche | Wohngemeinschft Mietpreise in Unistädten

14. April 2014 | von
Mietpreis Universitätsstädte verzeichnen besonders steigende Miepreise. Foto: Sebastian Bernhard / PIXELIO

In Universitätsstädten herrscht eine große Nachfrage nach kleinen Wohnungen, was den Preis stark in die Höhe treibt.

Für Studenten ist das Studium eine teure Angelegenheit, besonders mit Blick auf die Mietpreise. Das Immobilienportal immowelt.de hat in zahlreichen Studentenstädten die Mietpreise verglichen. Die Analyse ergab, dass München mit einem Quadratmeterpreis von 17,40 Euro für ein Einzimmerapartment das Ranking anführt. Es folgen Städte wie Frankfurt, Stuttgart und Hamburg. In anderen Städten wie Leipzig, Dortmund, Bochum oder Halle bezahlen Studenten am wenigsten für die Miete bei Quadratmeterpreisen zwischen 6 und 7 Euro. Eine Untersuchung der Universität von Maastricht kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Dabei gilt ein einfaches Prinzip: je teuer der Quadratmeterpreis, desto geringer die Wohnfläche und umgekehrt. So sind vor allem Wohnungen zwischen 25 und 35 Quadratmeter gesucht.

Wohngemeinschaften machen die Miete preiswerter

Fehlende Zeit für einen Nebenjob, ein voller Stundenplan, Praktika, die nicht oder schlecht bezahlt werden, ist studentischer Alltag. Dennoch können Studenten beträchtlich bei der Miete sparen, wenn sie beispielsweise ein Zimmer in einer WG nehmen. Sparen geht auch, wenn man sich den Studienort richtig auswählt. Kleinere Städte wie Kassel, Trier oder Regensburg sind günstigere Alternativen.

Das Problem fast aller beliebten Studentenstädte Nummer eins ist: Viele Studenten suchen eine Wohnung, am liebsten kleine Wohnungen mit ein oder zwei Zimmern. Doch die Nachfrage und der Bedarf sind wesentlich höher als das Angebot. Die meisten Universitäten verzeichnen steigende Studentenzahlen. Gleichzeitig mangelt es an Wohnraum, der bezahlbar ist. Dazu kommt, dass in Metropolen wie München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart oder Berlin gut verdienende Singles in Konkurrenz um günstige Wohnungen zu den Studenten treten.

Studentische Mieter werden weniger geschätzt

So dürften die Studenten die aktuelle Debatte um die Mietpreisbremse besonders aufmerksam verfolgen. Sie sind auf Uni-nahe Wohnungen angewiesen, oft in teuren Gegenden der Städte. Zudem sind sie benachteiligt, weil viele Vermieter schlecht verdienende Studenten nicht als Mieter schätzen. Als Alternative bleibt vielen nur das Elternhaus. Eine Möglichkeit, die Studenten nutzen, die in der Heimatstadt oder ganz in der Nähe studieren können. Studenten im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und Hessen wohnen überdurchschnittlich lange im elterlichen Haus. In Bundesländern wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern gibt es die meisten Studenten mit einer eigenen Wohnung.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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