Berlin: Preise für Eigentumswohnungen steigen

16. Mai 2014 | von
Berliner Immobilienpreise steigen Berlin: Preise für Eigentumswohnungen steigen Foto: pixabay.com

Die Preise für ein Eigenheim in Berlin steigen immer weiter an. Allerdings sind die Mieten in der Hauptstadt im bundesweiten Vergleich noch immer niedrig. Das geht aus dem diesjährigen Immobilien-Atlas des Magazins „Euro“ hervor.

In der Metropole Berlin explodieren die Preise für eine Eigentumswohnung. Kein Wunder – erfreut sich die Hauptstadt immer wachsender Beliebtheit. Jedes Jahr zieht es Tausende in die City und sie alle sind auf der Suche nach einer schönen Wohnung in den angesagten Szene-Kiezen von Berlin. Doch das hat seinen Preis: Aus dem Immobilien-Atlas 2014 des Magazins „Euro“ geht hervor, dass in Berlin die Preise für Eigentumswohnungen fast doppelt so schnell steigen wie die Mieten. Besonders Neukölln leidet unter der Preis-Explosion!

Hier steigen die Kaufpreise so schnell wie in keinem anderen Bezirk. Pro Quadratmeter müssen Kaufinteressierte mit einem Preis von 1963 Euro rechnen. Das sind 17,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: In der Hauptstadt zahlt man für eine Eigentumswohnung 1943 Euro pro Quadratmeter – 8,2 Prozent mehr als noch im Jahr 2012. Hingegen man für eine Mietwohnung im Schnitt 7,20 Euro pro Quadratmeter zahlt. Hier sind die Preise um insgesamt 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Hellersdorf: günstigster Stadtteil von Berlin

In Hellersdorf kostet der Quadratmeter für eine Eigentumswohnung lediglich 1008 Euro. Damit gilt der Bezirk als der günstigste. Lediglich in Falkenberg stagnieren die Mietpreise nahezu. Pro Quadratmeter zahlen Wohnungssuchende 6,39 Euro. Das sind nur 1,7 Prozent mehr als im Jahr 2012.

Wer allerdings auf der Suche nach einer Luxus-Immobilie ist, der wird im Grunewald fündig. Hier liegt der Quadratmeterpreis für eine Wohnung bei 3371 Euro. Eine preiswertere Alternative sind Mietwohnung in dem Bezirk: Der Quadratmeterpreis liegt hier bei 10,44 Euro.

Spandau und Reinickendorf werden teurer

Die Bezirke Spandau und Reinickendorf müssen laut dem diesjährigen Immobilien-Atlas mit einem deutlichen Preisanstieg rechnen. Grund für diese Entwicklung: Die absehbare Schließung des Flughafens Tegel. Sie zieht die Miet- und Eigentumspreise in diesen Bezirken deutlich an. Doch besonders für Familien eignen sich die Ortsteile Spandau und Reinickendorf. Paare mit Kindern finden hier die ersehnte Ruhe, abseits vom Großstadttrubel.

Allerdings kämpfen nicht nur die Bezirke Spandau und Reinickendorf mit überteuerten Immobilienpreisen. Aufgrund des neuen Berliner Flughafens BER wird das Wohnen in Treptow-Köpenick zukünftig auch teurer. Besonders junge Berliner investieren in diese Stadtteile. Auch beliebt sind Pankow und Lichtenberg bei den Eigentums-Suchenden. Hier lohnen sich die Investitionen, da diese Bezirke zukünftig als zentral angesehen werden und damit auch die Preise steigen

Im letzten Jahr sind laut der Studie die Berliner Wohnungsmieten um 4,8 Prozent gestiegen. So zahlt der Berliner im Durchschnitt 7,20 Euro pro Quadratmeter an Miete. Allerdings werden die Mieter immer öfter mit Mieterhöhungen konfrontiert. Die Mieter sollten mit der vermeintlichen Erhöhung vorsichtig umgehen. So sind Mieterhöhungen im ersten Jahr nach Vertragsabschluss verboten. Danach darf der Vermieter innerhalb von drei Jahren höchstens die Miete um 20 Prozent erhöhen. Hierbei muss er sich an der „ortsüblichen Durchschnittsmiete“ orientieren.

Bei Neuvermietungen sieht das anders aus: Hier kann die Miete frei verhandelt werden. Der Vermieter darf sogar über die Durchschnittssummen des Mietspiegels hinaus seine Miete festlegen. Das soll sich aber 2015 mit der Mietpreisbremse ändern. Bei Neuvergabe einer Wohnung soll laut dem Gesetzentwurf die Miete nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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