Immobilienfonds immer beliebter

19. Mai 2014 | von
Wohnung: mieten oder kaufen? Wohnung: mieten oder kaufen? Entscheidung von mehreren Faktoren abhängig. Foto: pixabay.com

Immer mehr Anleger investieren ihr Geld in Immobilienfonds.Nach einer tiefen Vertrauenskrise stoßen diese bei den Investoren wieder auf Akzeptanz. Doch die Fondsgesellschaften haben Probleme, mit dem Kapital geeignete Immobilien zu finden.

Die Fondsgesellschaften können sich wieder über mehr Kundengelder freuen. Die Anleger investieren nach einer tiefen Vertrauenskrise und der Blockierung von Milliarden an Kundengeldern wieder in Immobilienfonds. Allerdings finden die Gesellschaften mit dem Kapital keine geeigneten Immobilien. Die Folge: Anleger müssen bei eingefrorenen Produkten mit Verlusten rechnen.

Angebot/ Nachfrage ist unverhältnismäßig

Zwar sei laut dem Ring Deutscher Makler (RDM) die Nachfrage nach Immobilien sehr groß, doch sei das Angebot dagegen viel geringer. Vom Immobilien-Boom wie in der Metropole Berlin würden nach dem RDM-Landesvorsitzenden Markus Gruh derzeit nur große Immobilienunternehmen mit eigenen Maklerbüros profitieren. Für kleinere Makler seien die lukrativen Geschäfte hingegen unerreichbar.

Doch wer sich momentan eine Immobilie in Berlin oder in anderen deutschen Großstädten kaufen möchte, der hat Glück: Die Kreditzinsen sind derzeit sehr gering. Mit einem Immobiliendarlehen kann man sich unkompliziert sein Eigenheim finanzieren.

Das animiert immer mehr Menschen ihr Erspartes nicht auf dem Bankkonto liegen zu lassen, sondern ihr Kapital in eine Wohnimmobilie zu investieren. Diese gilt als eine Anlage, die selten an Wert verliert und an weitere Generationen übertragbar ist. Aufgrund der niedrigen Zinsen sind auch viele Käufer dazu bereit, auch etwas höhere Summen für die von ihnen angestrebte Immobilie zu zahlen.

Geringe Kreditzinsen ade?!

Immobilien-Experten gehen allerdings davon aus, dass die Europäische Zentralbank zukünftig ihre Leitzinsen erhöhen wird. Das hat zur Folge, dass die Immobilienkredite für normale Käufer höher verzinst werden. Laut den Experten würde das das Ende der hohen Investitionsbereitschaft in teure Immobilien sein. Derzeit gebe es aber noch sehr viel Geld am Kapitalmarkt. So zahlen beispielsweise große Unternehmen die geforderten hohen Preise für Wohnimmobilien bereitwillig.

Das wiederum kurbelt die Kaufpreise für Immobilien an und macht diese teilweise unrealistisch. Zunehmend spekulieren die Eigentümer darauf, dass die von ihnen geforderten Summen auch von ausländischen Anbietern erfüllt werden. Mit Erfolg: Besonders das Interesse am Berliner Wohnungsmarkt ist bei den ausländischen Investoren hoch. Hierfür greifen sie tief in die Tasche.

Wer eine Immobilie erwerben möchte, sollte laut dem Ring Deutscher Makler allerdings folgendes beachten: Er sollte ein Eigenkapital von bis zu 30 Prozent der benötigten Summe mitbringen, die Zinskonditionen des Immobiliendarlehens für fünf bis zehn Jahre festschreiben lassen sowie hohe Tilgungsraten vereinbaren.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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