Zwangsversteigerung: Glück und Unglück

4. Juni 2014 | von
Zwangsversteigerungen - Wenn Glück und Unglück nahe beieinander liegen. Zwangsversteigung Foto: pixabay.com

Zwangsversteigerungen werden dann durchgeführt, wenn etwa Kredite für Immobilien nicht mehr bedient werden können und sich keine Käufer finden. Banken können dann das betreffende Objekt zwangsversteigern lassen. Wer nun glaubt, hier günstig an hochwertige Immobilien zu kommen, sollte einiges beachten.

Allein im Jahr 2013 wurden über 47.000 Immobilien zur Versteigerung ausgeschrieben. Dazu gehörten größtenteils Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser. Viele Objekte erzielen dabei hohe Preise über dem Verkehrswert, da eine große Nachfrage besteht. Für Interessenten ist es dabei sehr wichtig, sich im Vorfeld gründlich über geeignete Immobilien zu informieren. Dabei können z. B. die Bekanntmachungen der Amtsgerichte helfen, aber auch Berichte in den Tageszeitungen oder im Internet. Experten raten, vorab einige Versteigerungen zu beobachten, bevor sie selbst mitbieten.

Informationen einholen

Auch der Blick in Gutachten sollte man nicht vergessen. Gutachten finden Käufer bei der entsprechenden Gläubigerbank oder auf den Internetseiten des zuständigen Gerichts. Eine Besichtigung, im Idealfall mit einem Sachverständigen, ist ratsam, häufig aber nicht möglich. Besitzer sind nicht verpflichtet, Interessenten ins Haus zu lassen. Aber selbst von außen bekommt man einen guten Eindruck vom Zustand des Hauses, erfahrene Experten können so schon recht zuverlässig Fassade und Dach begutachten und so Rückschlüsse auf mögliche Feuchteschäden oder aber auch den Zustand der Fenster beurteilen. In jedem Fall erfährt man einiges über die Lage und die Verkehrsanbindung der Immobilie. Wer mitbieten möchte, kann so im Vorfeld überdenken, wie viel er bieten kann und möchte, was ihm das Objekt wert ist und kann abschätzen, was zusätzlich investiert werden muss.

Bieter müssen beim Versteigerungstermin zehn Prozent des Verkehrswertes hinterlegen, in Form einer Bankbürgschaft oder eines Verrechnungsschecks. Banken möchten in diesem Fall die Immobilie häufig als Sicherheit, was schwierig ist, da die Immobilie ja noch nicht dem Bieter gehört. Auch der letztendliche tatsächliche Preis ist nicht abzusehen. Daher zeigen sich hier die Banken oft zurückhaltend. Zum Versteigerungstermin sollte in jedem Fall der Personalausweis zur Hand sein. Alle Rechte und Pflichten gehen im Fall einer erfolgreichen Ersteigerung mit dem Zuschlag auf den neuen Eigentümer über, nicht erst mit dem Änderungseintrag im Grundbuch.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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