Energiewende: Digitalunternehmen setzen auf Grünstrom

18. Juni 2014 | von
Digitalunternehmen setzen auf Grünstrom Digitalunternehmen setzen auf Grünstrom Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Weltweit nutzen zwei Milliarden Menschen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke und Fotodienste wird der Stromverbrauch bis 2020 allerdings um bis zu 60 Prozent zunehmen. Das zeigt der aktuelle Report von Greenpeace-USA.

Der aktuelle Report von Greenpeace-USA mit dem Titel „Clicking Green: How Companies are Creating the Green Internet” zeigt, dass sich mehr als zwei Milliarden Menschen derzeit im Internet bewegen. Der Stromverbrauch der dadurch weltweit entsteht, ist somit höher als der Deutschlands. Bis 2020 wird der Verbrauch an Strom noch einmal um 60 Prozent zulegen.

Die Untersuchung von Greenpeace vergleicht die Nachhaltigkeits-Anstrengungen der Tech-Giganten. Laut Report haben die Unternehmen wie Google und Facebook aufgeholt und sind dabei fast gleichauf mit Apple, der als grüner Branchenprimus gilt: Alle drei Digitalunternehmen wollen in den kommenden Jahren ihre Datenzentren und Büros mit 100 Prozent grünem Strom betreiben.

Das „grüne Denken“ hat mehrere Gründe

Sie sparen mit Wind- und Sonnenstrom teilweise Geld und koppeln sich von steigenden Energiepreisen ab. Zudem kommen die „grünen Veränderungen“ bei ihren Kunden gut an. Die Strategien für die Veränderungen sind allerdings unterschiedlich:

So können die Unternehmen ihren Strom weiter aus dem öffentlichen Netz beziehen, allerdings für jede verbrauchte Kilowattstunde Zertifikate von Grünstromanlagen dazu kaufen. Diese erhalten sie von den Wasserkraftwerken in Norwegen. Sie können die Zertifikate ausgeben. Allerdings wird der Zertifikatehandel von Greenpeace stark kriitisiert, da er häufig keine Neuinvestitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen fördert.

Für die Unternehmen besteht aber auch die Möglichkeit, den Grünstrom direkt von den Energieversorgern zu kaufen. Das wiederum macht es für die Energieversorger attraktiv, Geld in Solar- und Windparks zu stecken.

Eine dritte Option wäre, die Datenzentren in Länder mit einem sehr hohen Anteil von Wind-, Sonnen-, Wasserenergie oder Erdwärme zu verlagern. So können die Unternehmen selbst in Wind- und Solaranlagen investieren: Vorreiter ist Google – das Unternehmen hat schon mehr als eine Milliarde Dollar in 15 Solarparks oder Windanlagen investiert.

Greenpeace lobt zudem besonders die Anstrengungen vom Digitalunternehmen Apple, das seine Datenzentren in North Carolina und Nevada mit Strom aus Solaranlagen versorgt. Produzieren die Solarfarmen allerdings keinen Strom in der Nacht, kauft Apple Energie aus Geothermie-Anlagen dazu. Konzernweit hat Apple beim Stromverbrauch einen Anteil von 75 Prozent erneuerbaren Energien erreicht. Das Digitalunternehmen verzeichnet damit einen Rekord bei den Techgrößen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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