Nebenkostenabrechnung unter der Lupe

9. Dezember 2014 | von
Nebenkostenabrechnung Nebenkostenabrechnung unter der Lupe Foto: pixabay.com

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Alle Jahre wieder flattert in den deutschen Haushalten die ungeliebte Nebenkostenabrechnung ins Haus. Auch in diesem Jahr steht sie wieder vor der Tür und wartet darauf, geöffnet zu werden, um ihren lieben Empfängern ordentlich die Laune zu verderben – und das so kurz vor Weihnachten. Das muss doch nicht sein…

Immer öfter kommt es dazu, dass Nebenkostenabrechnungen falsch berechnet wurden. Selten allerdings fallen diese Fehler dem Mieter auf. Doch mit einigen Tipps und Tricks kann der ungeliebten Abrechnung der Kampf angesagt werden:

Nebenkostenabrechnung: Achtung ist geboten!

Mieter sollten beispielsweise darauf achten, dass die Abrechnung die Betriebskosten für das gesamte Haus enthält. Zudem ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass der Umlageschlüssel, nachdem die Gesamtkosten auf die einzelnen Parteien umgelegt werden, transparent sein muss.

Bei Zweifel Alarm schlagen!

Sobald dem Mieter die Abrechnung seltsam vorkommt, sollte dieser Alarm schlagen. Es ist zu raten, dass man sich die Abrechnungen der letzten zwei bis drei Jahre ansieht, und diese mit der aktuellen vergleicht. Danach gilt es einen Einblick in den Betriebskostenspiegel, der die durchschnittlichen Preisspannen für Betriebskosten im jeweiligen Wohnort aufführt, zu scannen. Hierfür kann der Vermieter kontaktiert werden, der dem Mieter eine Einsicht in die Belege gestatten sollte. Falls dieser sich hierfür nicht bereit erklärt, kann sich der Mieter auch an einen Mieterverein wenden.

Betriebskostenabrechnung sorgfältig prüfen!

Umlagefähig sind folgenden Posten:
• Heizkosten
• Warmwasser
• Wasser
• Abwasser
• Grundsteuer
• Fahrstuhlwartung
• Straßenreinigung
• Müllabfuhr
• Hausreinigung
• regelmäßige, vorbeugende Ungezieferbekämpfung
• Gartenpflege
• Beleuchtung
• Schornsteinreinigung
• Sach- und Haftpflichtversicherungen für Gebäude und Grundstück
• Hauswart
• Gemeinschaftsantenne, Breitbandkabel
• Einrichtungen zur Wäschepflege

Neue Posten auf Abrechnung überprüfen!

Sobald der Mieter sogenannte „neue Posten“ auf seiner Abrechnung findet, sollte er diese genau überprüfen! Denn in der Regel sind alle Betriebskosten, die der Vermieter grundsätzlich in Rechnung stellen darf, bereits im Mietvertrag enthalten (siehe oben: umlagefähige Posten). Allerdings kann im Vertrag ein Verweis auf die sogenannte „Zweite Berechnungsverordnung“ enthalten sein: Von der Zweiten Berechnungsverordnung kommt allerdings nur ein Teil der Kosten tatsächlich zum Tragen. So kann der Mieter nach ein bis zwei Jahren davon ausgehen, dass sich an den bisher geforderten Posten nichts mehr ändert. Wenn der Vermieter neue Posten hinzufügen will, bedarf es erst der Zustimmung des Mieters!

Widerspruch richtig einlegen

Falls der Mieter einen Widerspruch einlegen möchte, sollte dieser in der Regel immer schriftlich erfolgen, am besten per Einschreiben! Zudem sollte im Widerspruch die Beanstandungen genau benannt und diese auch tiefgehend belegt werden.
Zwar hat der Mieter ein Jahr Zeit, um Einwände zu erheben, doch sollte er sich im besten Fall innerhalb weniger Wochen melden.




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