Ab 2015 Neuregelungen: Mietpreisbremse und Maklercourtage

7. Januar 2015 | von
Neuregelungen 2015
Foto: Bernd Kasper/ PIXELIO Neuregelungen 2015 Foto: Bernd Kasper/ PIXELIO

Endlich! Lange mussten deutsche Mieter auf sie warten. 2015 treten sie nun endlich in Kraft: Die Mietpreisbremse sowie die Abschaffung der Maklerprovision!

Die Mietpreisbremse und auch die Frage, wer bei der Wohnungssuche den eingeschalteten Immobilienmakler bezahlt, stehen 2015 nicht länger im Raum. Denn seit diesem Jahr dürfen die Länder selbst regeln, in welchen Gebieten die Miete bei Neuvermietungen nicht stärker als zehn Prozent steigen darf. Und Makler müssen zukünftig von demjenigen bezahlt werden, der ihn bestellt hat.

Mietpreisbremse: Wie ist sie geregelt?

Die Mietpreisbremse soll dafür sorgen, dass künftig insbesondere in begehrten Wohnlagen Mietpreissprünge von 20, 30 oder mehr Prozent verhindert werden. Denn laut Bundesregierung sollen sich auch in Zukunft Normalverdiener Wohnraum in diesen Lagen leisten können.

Die Neuregelung sieht daher vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden darf, zuzüglich 10 Prozent.

Des Weiteren werden die Länder dazu ermächtigt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt, in denen die Mietpreisbremse gilt, für höchstens fünf Jahre auszuweisen.

Hingegen neu errichtete und umfassend modernisierte Wohnungen bei Erstvermietung von der Mietpreisbegrenzung ausgenommen werden, da man Investitionen in Neubauten und umfassende Modernisierungen nicht unterbinden möchte.

Zudem ist es auch vorgesehen, dass eine zulässig vereinbarte Miete auch bei Wiedervermietung weiter verlangt werden darf. Demnach werden Vermieter also nicht gezwungen, eine frei gewordene Wohnung unterhalb der bisherigen Miete anzubieten.

Die Maklercourtage: Was steckt dahinter?

Im Maklerrecht ist das allgemein akzeptierte Prinzip verankert: „Wer bestellt, der bezahlt”. Zukünftig soll dadurch sichergestellt werden, dass diejenige Partei, die die Leistung eines Maklers veranlasst, auch dazu verpflichtet ist, die anfallenden Maklergebühren zu zahlen.

In der Praxis ist dies oft der Vermieter, der mit Hilfe eines Maklers einen neuen Mieter sucht. Künftig muss also der Vermieter alleine die Kosten für einen Makler tragen, wenn er einen neuen Mieter für seine Immobilie sucht.
Unwirksam ist eine hiervon abweichende Vereinbarung.

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2 Antworten auf Ab 2015 Neuregelungen: Mietpreisbremse und Maklercourtage

  1. Wild sagt:

    Mietpreisbremse und Maklercourtage sind zurzeit in aller Munde und es wird sich der Mund fusselig geredet ob gut oder böse ob guter Makler- schlechter Makler! Ich will auf dieses Thema hier auch nicht eingehen.
    Aber bitte schreibt künftig, dass es hier nur um die Maklercourtage bei Vermietung geht!!!!!
    Ich werde ständig von Kunden angesprochen beim Hauskauf: Ja zahlt hier nicht der Verkäufer die Maklercourtage?!!!!!
    Wir Makler sind derzeit schon genug im Visier und die Arbeit wird uns hiermit nicht erleichtert. Aber wer mal hinter die komplette Arbeit eines Maklers schaut, wird bestimmt nicht tauschen wollen! Eine Besichtigung, mehrere Tausend Euro verdient, das sind Märchen oder mag vielleicht auf begehrte Wohnungen in Ballungsgebieten zutreffen, das ist leider nicht unser Alltag!!! MFG Wild

  2. Inge Landmann sagt:

    Ich habe gerade mal in den Wohnungsangeboten der einschlägigen Immo-Portale gestöbert. Da steht aber immer noch bei sämtlichen Objekten, daß eine Courtage von 2,38 Monatsmieten für den Mieter anfällt.
    Vielleicht haben die Makler diese Angebote noch vor dem Jahreswechsel eingestellt.
    Wenn diese Zahlung jetzt nicht mehr anfällt, dürfte es doch irrelevant sein, wann der Makler den Vermittlungsauftrag angenommen hat?
    Oder ist das ein Winkelzug, daß der Mietinteressent dann eben doch zahlen darf?

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