„B10“ – das Haus der Zukunft?

30. Januar 2015 | von
Aktivhaus B10 - das Aktivhaus Foto: pixabay.com

Es heißt „B10“ und steht im Stuttgarter Wohnviertel Weissenhof. Es wird als Aktivhaus bezeichnet. Sein Aussehen ist eher schlicht: verglaste Front, Flachdach, weißer Rahmen. Aber, und das ist nicht Unwesentlich, gilt es als „Keimzelle für eine Revolution im Bauwesen“.

Im Stuttgarter Wohnviertel Weissenhof steht das erste Aktivhaus der Welt. Wer mit dem Begriff Aktivhaus nichts anfangen kann, bekommt hier die passende Erläuterung: Ein Aktivhaus erzeugt nicht nur die Energie, die es selbst benötigt, sondern es produziert gleich doppelt so viel, um das Nachbarhaus ebenfalls damit zu versorgen.

Wer jetzt glaubt, dass das schon alles ist, hat sich getäuscht: Der Zusatzstrom reicht außerdem aus, um nicht nur zwei zum Haus gehörende E-Autos und zwei E-Fahrräder zu betreiben, sondern auch noch dem Weissenhofmuseum im Le-Corbusier-Haus nebenan Stom zuzuführen.

 Einzigartiges Energiekonzept für das Akitvhaus

Das Herzstück des “B10″ ist ein umfangreiches Energiekonzept – bestehend aus einer Wärmepumpe, einem Eisspeicher, einer Hausbatterie sowie einer großen Solaranlage. Dieser kompakte Baukörper ist nach drei Seiten geschlossen, um die ehrgeizigen Energieziele des Hauses erreichen zu können und Wärmeverluste zu minimieren. Eine gute Wärmedämmung ist ebenfalls ein an der Vorderseite angebrachtes Isolierglas. Des Weiteren lässt sich die Holz-Terrasse auf Knopfdruck vor die Glasfassade klappen, um die Wärme im Haus zu halten.

 “B10″ – ein Forschungsprojekt

Doch das Aktivhaus ist nichts für die Ewigkeit: “B10″  ist ein Forschungsprojekt auf Zeit. Drei Jahre umfasst das Projekt. Unter wechselnden Bedingungen soll alles erprobt werden. Anschließend wird alles wieder abtransportiert. Die Ergebnisse bezüglich der Energiegewinnung und dem Verbrauch werden nach den drei Jahren dann am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Uni Stuttgart wissenschaftlich ausgewertet.

Steuerung von “B10″ durch modernste Technik

Das Projekt wird über Smartphone oder Tablet gesteuert. Sobald sich der Bewohner dem Haus nähert, springt die Heizung an. Es richtet alles so ein, dass es einen wohligen Empfang gibt. Zudem sprechen die Entwickler vom „guten Geist im Hintergrund“, da das Aktivhaus den Bewohner auch unterwegs beruhigen kann: Es sorgt dafür, dass der Herd aus ist und alle Fenster geschlossen sind.




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