Solarzellen auf dem Dach – ja oder nein?

8. Mai 2015 | von
Solarzellen auf dem Dach - ja oder nein? / Foto: pixabay.com Solarzellen auf dem Dach - ja oder nein? / Foto: pixabay.com

Erneuerbare Energien werden als die Heilsbringer der Zukunft gehandelt. Die Solarindustrie steckt allerdings in der Krise und die Bundesregierung hat die Förderung drastisch gesenkt. Gerade für Privatleute ist es daher schwer einzuschätzen, wann sich eigene Solarzellen lohnen.

Durch die drastischen Kürzungen in den Solarsubventionen ab dem Jahr 2013 lohnt es sich für viele nicht mehr, neue Solaranlagen zu bauen. Rund 20 Prozent weniger Förderung gibt es seitdem für Anlagen auf dem Hausdach. Als Vergütung werden um die 19 Cent angerechnet. Außerdem werden bei Kleinanlagen nur noch 80 Prozent der des produzierten Stroms zu garantierten Preisen abgenommen. Hausbesitzer müssen deshalb genau kalkulieren, ob es sich lohnt eine Solaranlage zu installieren. Parameter dafür können sein, ob man das Geld übrig hat und ob das Dach eventuell sowieso erneuert werden sollte.

Welche Kosten fallen an?

Mit rund 2250 Euro muss für eine Photovoltaik-Anlage gerechnet werden, die zwischen 800 und 1000 Kilowatt im Jahr einbringt. Diese Menge entspricht einem Fünftel bis zu einem Viertel des Jahresverbrauchs einer vierköpfigen Familie. Eine Anlage, die einen solchen Haushalt komplett mit Strom versorgen kann, kostet zwischen 9.000 und 11.000 Euro. Für die jährlichen Wartungs- und Betriebskosten muss mit circa einem Prozent der Anschaffungskosten gerechnet werden.

Auf Grund der steigenden Strompreise, kann es sinnvoll sein über eine Selbstversorgung mit Solarstrom nachzudenken. Ein Vorteile ist, neben der Kosteineinsparung, auch der ausfallende CO2-Ausstoß. Allerdings müssen einige Dinge beachtet werden. Nachts und je nach Bewölkungsgrad kann keine oder nur eine geringe Menge an Energie erzeugt werden, deshalb ist eine komplette Selbstversorgung nur mit einer zusätzlichen Speichertechnologie möglich. Um sich zu rentieren, sollte eine Anlage rund 20 Jahre in Betrieb sein. Deshalb müssen anfallende Dachrenovierungen im besten Fall vor der Installation vorgenommen werden. Damit sich die Investition auszahlt, sollte die Anlage außerdem eine Größe von 15 Quadratmeter nicht unterschreiten.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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