Deutschland schrumpft und braucht dennoch mehr Platz

20. Mai 2015 | von

Bis zum Jahr 2035 wird die Bevölkerung nach aktuellen Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumplanung (BBSR) um circa drei Prozent gesunken sein. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Wohnraum.

Dies allerdings primär in den Metropolen wie München, Frankfurt am Main oder Berlin und in anderen Großstädten. Derzeit noch kleine Universitätsstädte werden ebenfalls wachsen. Der ländliche Raum werde immer weniger besiedelt sein, um bis zu zwanzig Prozent könnte die Bevölkerung dort schwinden, so der BBSR. Es wird also große regionale Unterschiede geben. Durch die Bevölkerungsverlagerung und auch die wachsende Zahl der Singlehaushalte, werden vor allem in den wirtschaftsstarken Regionen neue Wohnungen gebraucht. Schätzungen zu Folge werden in den kommenden Jahren bis zu 270 000 neue Wohnungen pro Jahr benötigt. Weitere Faktoren, die den Bedarf an Wohnraum steigern, sind der erhöhte Wunsch nach größeren Wohnungen und auch die erhöhte Nachfrage nach Eigentum.

Ein Problem dabei ist, dass die steigende Nachfrage in den Metropolen die dortige schon jetzt angespannte Wohnungsmarktsituation noch weiter verschärfen wird. Wohnraum ist schon jetzt knapp und dementsprechend teuer. Derzeit können die Länder entscheiden, ob sie durch die Mietpreisbremse den Markt entspannen. Von einer erhöhten Bautätigkeit und der Schaffung bezahlbaren Wohnraums enthebt diese allerdings nicht.

Für 2015 könnte der Bedarf an Neubauten erreicht werden. Laut Bundesbauministerin Barbara Hendricks werden voraussichtlich 270 000 Wohnungen bis Ende des Jahres fertig gestellt. Das wäre die höchste Rate seit elf Jahren. Der Bedarf wird in den nächsten Jahren allerdings schwanken. Bis zum Jahr 2020 wird mit einem Bedarf von 270 000 neuen Wohnungen im Jahr gerechnet, ab dann 230 000 und zwischen 2025 und 2030 nur noch circa 180 000 Wohnungen. Laut der Bundesministerin sei allerdings die Akzeptanz von Neubauten bei der Bevölkerung in ihrer eigenen Wohngegend nicht sehr hoch, so die Süddeutsche Zeitung.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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