Neue Immobilienblase, welche Städte gegebenenfalls betroffen sind

29. Mai 2015 | von

Wenn die Kaufpreise für Immobilien die Mietpreise drastisch übersteigen, droht eine neue Immobilienblase. Einige deutsche Städte könnten davon bald wieder betroffen sein.

Zwischen Trier und Luxemburg gab es in den letzten Jahren einen regen Austausch. Die einen fuhren über die Grenze um günstig zu tanken, die anderen, um günstig Eigentum zu erwerben. Seit 2007 sind deshalb die Preise für Immobilien in Trier extrem gestiegen. Fast um 73 Prozent, im Vergleich dazu fällt die Mietpreissteigerung in Trier recht gering aus, sie liegt bei nur 25 Prozent. Eine Differenz von knapp 50 Prozentpunkten. Auch andere Städte sind derzeit gefährdet. Welche, hat das Immobilienportal Immobilienscout anhand von 82 größeren Städte untersucht. Ihr Ergebnis: In 35 der 82 Städte stehen die Kaufpreise in keinem Verhältnis mehr zu den Mietpreisen. Es wurde untersucht, wie sich die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zu den Kaltmieten der jeweiligen Städte entwickelt haben. Auf Grundlage dieser Erhebung wird auch München, Rosenheim, Konstanz und Regensburg großes Potential für eine Blasenbildung attestiert. Als Grund dafür, dass auch in weniger attraktiven Städten und Lagen der Immobilienmarkt boomt sind die niedrigen Zinsen und die Erwartung der Anleger, dass die Preise weiter steigen.

In Ruhrgebietsstädten wie Bochum oder Duisburg ist die Preisschere hingegen nicht annähernd so hoch wie in Trier. Dem Immobilienportal zufolge sind die Mieten in Gelsenkirchen beispielsweise um rund neun Prozent gestiegen, die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind allerdings um 3,4 Prozent gesunken. Hier droht also keinerlei Gefahr einer Blasenbildung.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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