Mieterhöhung: Was ist erlaubt und was nicht

12. Juni 2015 | von

Die Mieten in Deutschland steigen stetig. Besonders in den Metropolen wie Hamburg, München, Berlin oder Köln wird Wohnen immer teurer. Kein Wunder, sind nicht nur die Mieten, sondern auch die Nebenkosten in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen.

Wohnen in Deutschland wird immer teurer, denn die Mieten wachsen stetig. Viele Mieter lassen sich aufgrund des Mangels an Wohnraum auf die überzogenen Mieten ein. Doch, wer einmal einen Mietvertrag unterschreibt, hat kaum Chancen gegen die überhöhte Miete vorzugehen. Mehr Glück haben hingegen diejenigen, die bereits einen Mietvertrag unterschrieben haben und die anschließend mit einer Mieterhöhung konfrontiert werden: Sie müssen nicht jede Forderung akzeptieren.

 

Wichtige Hinweise zur Mieterhöhung:

 

  • Die Miete darf während des ersten Jahres nicht erhöht werden.
  • Der Vermieter darf die Miete nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen. Die Vergleichsmiete geht aus dem Mietspiegel hiervor. Diesen kann man gegen eine Gebühr bei der Stadt, im Internet oder bei Mieter- sowie Grundbesitzervereinen erhalten.
  • Der Eigentümer darf die Miete innerhalb von drei Jahren nur um bis zu 20 Prozent erhöhen.
  • Eine Mieterhöhung muss immer schriftlich erfolgen und mit einem Hinweis auf den Mietspiegel versehen sein. Des Weiteren muss der Immobilienbesitzer in dem Schreiben begründen, warum die Miete erhöht wird
  • Das Dokument, in dem die Mieterhöhung angekündigt wird, ist nur dann gültig, wenn es an alle Mieter gerichtet ist.
  • Eine Mieterhöhung ist ohne Zustimmung des Mieters nicht zulässig. Doch, wenn der der Vermieter formal alles richtig gemacht hat, muss der Mieter der neuen Vereinbarung zustimmen. Sonst kann der Vermieter die Miete einklagen.

 

Mieter sollten sich immer eingehend informieren, wenn eine Mieterhöhung ins Haus flattert. Denn was viele nicht wussten: Nach der neuen Mietrechtsänderung gilt die Kappungsgrenze von 20 Prozent innerhalb von drei Jahren. So dürfen Vermieter in Gebieten, in denen Wohnraum knapp ist, die Miete innerhalb von drei Jahren nur um 15 Prozent erhöhen. Die Länder bestimmen hierbei, wo die niedrigere Kappungsgrenze gelten soll.

 

Wer hingegen mit einer Mieterhöhung aufgrund von energetischen Modernisierungsarbeiten konfrontiert wird, der muss dieser zustimmen. Allerdings muss diese drei Monate vor Arbeitsbeginn angekündigt werden. Andernfalls wird eine entsprechende Mieterhöhung erst nach sechs Monaten wirksam. Bei der Mieterhöhung aufgrund von Modernisierungsarbeiten kann der Vermieter die Kosten umlegen und die Miete um elf Prozent pro Jahr erhöhen.




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