Fehler bei der Nebenkostenabrechnung

10. Juli 2015 | von
Fehler bei der Nebenkostenabrechnung / 
Foto: pixabay.com Fehler bei der Nebenkostenabrechnung / Foto: pixabay.com

Jedes kommt die ungeliebte Nebenkostenabrechnung ins Haus geflattert. Doch immer öfter schleichen sich Fehler in der Abrechnung ein. Mieter sollten daher die Nebenkostenabrechnung genau unter die Lupe nehmen und sich gegen Fehler auflehnen.

 

Obwohl sowohl Frist, als auch die umlagefähigen Nebenkosten gesetzlich festgelegt und für den Vermieter bindend sind, schätzt der deutsche Mieterbund, dass durchschnittlich jede 2. Nebenkostenabrechnung fehlerhaft ist. Selten fallen diese Fehler dem Mieter auf. Doch das muss nicht sein:

So sollten Mieter beispielsweise darauf achten, dass die Abrechnung die Betriebskosten für das gesamte Haus enthält. Zudem ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass der Umlageschlüssel, nachdem die Gesamtkosten auf die einzelnen Parteien umgelegt werden, transparent sein muss.

 

Laut dem Wirtschaftlichkeitsprinzip ist der Vermieter grundsätzlich auch dazu verpflichtet, einen preiswerten Anbieter zu wählen. Das muss aber nicht zwingend der billigste sein! Feste Richtwerte, ab wann die Nebenkosten überzogen sind, gibt es nicht. Experten  raten jedoch, dass Mieter ab einer Abweichung von zehn Cent pro Quadratmeter, die Rechnungen prüfen sollten. Sobald dem Mieter die Abrechnung seltsam vorkommt, sollte dieser Alarm schlagen.

 

Es ist zu raten, dass man sich die Abrechnungen der letzten zwei bis drei Jahre ansieht, und diese mit der aktuellen vergleicht. Danach gilt es einen Einblick in den Betriebskostenspiegel, der die durchschnittlichen Preisspannen für Betriebskosten im jeweiligen Wohnort aufführt, zu scannen. Hierfür kann der Vermieter kontaktiert werden, der dem Mieter eine Einsicht in die Belege gestatten sollte. Falls dieser sich hierfür nicht bereit erklärt, kann sich der Mieter auch an einen Mieterverein wenden.

 

Wenn der Mieter sogenannte „neue Posten“ auf seiner Abrechnung findet, sollte er diese genau überprüfen! Denn in der Regel sind alle Betriebskosten, die der Vermieter grundsätzlich in Rechnung stellen darf, bereits im Mietvertrag enthalten.

 

Allerdings kann im Vertrag ein Verweis auf die sogenannte „Zweite Berechnungsverordnung“ enthalten sein: Von der Zweiten Berechnungsverordnung kommt allerdings nur ein Teil der Kosten tatsächlich zum Tragen. So kann der Mieter nach ein bis zwei Jahren davon ausgehen, dass sich an den bisher geforderten Posten nichts mehr ändert. Wenn der Vermieter neue Posten hinzufügen will, bedarf es erst der Zustimmung des Mieters!




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