Kaufen statt mieten?

28. September 2015 | von

Die Mieten steigen in den deutschen Großstädten unaufhaltsam. Angesichts dieser Tatsache stellen sich immer mehr Deutsche die Frage: Kaufen statt mieten? In vielen Fällen lohnt es sich. Bei günstigen Zinsen und moderaten Immobilienpreisen dient ein Immobilienkauf der Absicherung und dem Vermögensaufbau.

 

Eine Immobilie ist eine gute Kapitalanlage. Im Vergleich zu anderen Anlageformen wie Gold, Bundesschatzbriefe oder Aktien, die reine Wertaufbewahrungs- beziehungsweise Spekulationsobjekte sind, bieten Wohnungen einen sinnvollen Nutzen: Man kann in seiner Kapitalanlage wohnen und sich die Miete sparen.

 

Käufer zahlen für Immobilienkredite immer noch extrem niedrige Zinsen. Einen Kredit auf zehn Jahre bekommt man bei guter Bonität schon für unter drei Prozent. Allerdings sind die Immobilienpreise in Deutschlands Städten stark gestiegen. Mieten oder Kaufen?

Besonders Immobilien in guten Lagen haben eine hohe Wertsteigerung. Doch wenn jemand die Immobilie selbst nutzt, ist er bei der Wahl der Lage selten frei, da sie meistens in der Nähe des Arbeitsplatzes liegen muss. Das ist unter Renditegesichtspunkten ungünstig.  Daher ist es klüger, eine Wohnung an einem renditeträchtigen Standort zu kaufen, diese zu vermieten – und selbst in der Nähe seiner Arbeit zur Miete zu wohnen.

Hinsichtlich der Belastung sollten Kaufinteressenten sich jedoch nichts vormachen. Der Zins und die Tilgung sind in den ersten Jahren eigentlich immer höher als die Miete. Doch dafür haben die Immobilienbesitzer im Alter weniger Kosten fürs Wohnen.

Wer derzeit von seiner Bank einen Kredit für eine Immobilienfinanzierung bekommt, profitiert zumindest von zwei Umständen: Zum einen ist die Finanzierung relativ günstig. Zum anderen gibt es für alternative Geldanlagen kaum Zinsen. Viel mehr als zwei Prozent sind auf Tagesgeldkonten im Augenblick nicht drin, und auch Festgeldkonten sind nicht wesentlich attraktiver.

Generell gilt jedoch: Je länger die Zinsbindung, desto besser der Schutz gegen steigende Zinsen. Wer also eher weniger Geld zur Verfügung hat, sollte eine lange Zinsbindung wählen. Doch nach Ende der Kreditlaufzeit bleibt in der Regel eine erhebliche Restschuld – die Wohnung gehört einem auch jetzt noch nicht vollständig. Für die Restsumme müssen Immobilienkäufer dann einen neuen Kredit abschließen – und niemand weiß, wo die Zinsen dann später stehen werden. Ein Risiko bleibt daher.




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Ein Kommentar zu Kaufen statt mieten?

  1. Jana sagt:

    Wir haben ebenfalls lange hin und her überlegt ob wir den Schritt zum Kauf wagen sollen oder nicht. Letztendlich sind wir jetzt stolze Besitzer eines 100 qm² großen Hauses mit einem kleinen Garten. Wir haben im richtigen Moment zugeschlagen und haben es noch keine Sekunde bereut.

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