Silvester: Was Sie beim Umgang mit Feuerwerk beachten müssen

23. Dezember 2015 | von

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und Silvester steht vor der Tür. Böller, Raketen und Fontänen werden wieder in die Luft katapultiert und ordentlicher Lärm ist damit vorprogrammiert. Was den einen freut, ist des anderen Leid. Doch mit etwas gutem Willen können sowohl Partyfans als auch Silvestermuffel gut ins neue Jahr rutschen.

Silvester bedeutet für viele Deutsche einfach nur Stress und Dauerbeschallung. Denn es zischt und kracht an jeder Ecke. Partyfreudige sollten bei all dem Raketenspaß allerdings nicht über das Ziel hinausschießen: Es existieren auch in der Silvesternacht Grenzen, die eingehalten werden müssen.

Wie sollten Sie mit Böllern und Raketen umgehen?
Natürlich gehören Böller und Raketen zu Silvester dazu. Doch sind sie auch die typischen Krachmacher, die vielen auf die Nerven gehen. Wer dennoch in der Silvesternacht nicht auf sie verzichten kann, der sollte folgende Regel beachten:

Böller und Raketen dürfen in acht Metern Entfernung noch eine Lautstärke von bis zu 120 Dezibel erreichen. Diese Lautstärke ist mit dem Rattern eines Presslufthammers gleichzusetzen. Auch für Knallbonbons gilt diese Regelung, allerdings gemessen in einem Meter Abstand. Wer zugelassenes Feuerwerk benutzt, der braucht sich hierüber keine Sorgen machen. Diese halten normalerweise die vorgeschriebenen Grenzen ein.

Wann darf das Feuerwerk gezündet werden?
Laut Sprengstoffverordnung dürfen Partyfreudige ihre Böller ausschließlich vom 31. Dezember
00 Uhr bis 1. Januar 24 Uhr abschießen. Doch oftmals sind bereits vor und auch nach der erlaubten Zeitspanne Böller und Raketen in den Straßen zu hören. Diejenigen, die sich nicht an die Vorschrift halten, müssen mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50 000 Euro rechnen.

Schlaf ade – muss die Nachtruhe eingehalten werden?
In der Silvesternacht ist bei den einen Party bis zum Abwinken, und bei den anderen Schlafen ab 22 Uhr angesagt. Der Streit zwischen beiden ist hier im Grunde schon vorprogrammiert. Doch wer darf was an Silvester was einfordern?

Im Grunde genommen dürfen sich müde Nachbarn in der Silvesternacht auf die ihnen zustehende Nachtruhe berufen. Diese beginnt um 22 Uhr. Doch an Silvester scheinen andere Regeln zu gelten: Laut dem Deutschen Mieterbund sei es utopisch von seinen Nachbarn zu verlangen, dass diese an Silvester ab 22 Uhr ruhig sind.

Macht zu viel Lärm krank?
Durch Raketen und Böller finden oftmals lautstarke Explosionen statt. Diese können zu Gehörschäden führen. In der Regel bezahlt die Krankenkasse die Behandlung von Verletzungen. Wenn der Schaden allerdings auf Fahrlässigkeit zurück zuführen ist, holt sich die Kasse die Behandlungskosten oft von der Haftpflichtversicherung des Verursachers zurück.




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