Wohnungswechsel: Effizientes Umziehen will gelernt sein

13. Januar 2016 | von
Haus Wohnung Stadt Wohnungswechsel: Effizientes Umziehen will gelernt sein / Foto: pixabay.com

Wer Stress beim Umziehen vermeiden will, sollte im Vorfeld vernünftig planen. Neben dem Umzugswagen brauchen Sie Kartons und Helfer, die kräftig mit anpacken. Der neue Mietvertrag sollte natürlich auch schon stehen. Soweit so gut. Doch auch mit dem alten Vermieter müssen noch einige Sachen geklärt werden und wie sieht es aus mit einem Nachsendeantrag?

Fristen beachten

Bei einem unbefristeten Mietvertrag gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Für eine sogenannte ordentliche Kündigung ist diese in schriftlicher Form zu erbringen, am besten per Einschreiben mit Rückschein. Auch Strom- und Telefonanbieter haben meist mehrmonatige Fristen. Hier sollten Sie sich frühzeitig informieren, ob Sie den Vertrag auf die neue Wohnung übertragen können oder ob es sich lohnt, einen neuen abzuschließen. Adressänderungen sollten der Bank, den Versicherungen, der Arbeitsstelle sowie Freunden und Familie rechtzeitig mitgeteilt werden. Es lohnt sich einen Nachsendeauftrag einzurichten.

Kosten im Blick

Renovierungskosten können in der alten sowie der neuen Wohnung anfallen. Wer sich schon bei der ersten Besichtigung den Zustand der Wohnung genau anschaut, kann die Kosten besser berechnen und eventuell schon mit entsprechenden Handwerksfirmen verhandeln. Bei der Wahl des Umzugsunternehmens lohnt es sich, zu vergleichen. Wer lieber Freunde einspannt, sollte allerdings beachten, dass die entsprechende Fahrerlaubnis für den Transporter benötigt wird. Hier sind außerdem Kosten für Benzin, Verpflegung und den Mietwagen einzukalkulieren.

Renovierung

Der BGH hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Änderungen zu Gunsten der Mieter erlassen. Deshalb sind heute viele Mietvertragsklauseln, die Renovierungsarbeiten betreffen, ungültig. Dennoch sollten Sie prüfen, welche Schönheitsreparaturen laut Ihrem Mietvertrag anfallen und ob Sie diese nach den neuen Regelungen leisten müssen. Grundsätzlich gilt, dass alle Abnutzungserscheinungen vom Mieter ausgebessert werden müssen. Darunter fällt Tapezieren oder das Malern der Wände, Löcher zuspachteln und Türen und Fenster von innen streichen. Unwirksam sind Klauseln, die Renovierungsarbeiten nach festen Zeiten verlangen. Auch wenn die Wohnung unrenoviert übergeben wurde, sind Klauseln im Mietvertrag, die Schönheitsreparaturen betreffen, unwirksam.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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