Alternatives Wohnen: Es geht auch anders

25. Januar 2016 | von

Spannende Wohngemeinschaften und kreative Projekte – bei den neuen Wohnformen ist für jeden etwas dabei, für Familien mit Kindern ebenso wie für alleinstehende Rentnerinnen oder Künstler.

Unsere Gesellschaft findet sich im Wandel, die Mieten sind teuer, der Wohnraum knapp – Andererseits gibt es viele leerstehende Gewerbeflächen und eine immer älter werdende Gesellschaft. Aus diesem Grund werden derzeit alternative Wohnformen wieder populärer und es entstehen neue Projekte und Ideen.

Eine dieser Ideen ist Wohnen für Hilfe. Das Konzept richtet sich an Senioren und Studierende und ist vor allem in den Metropolstädten wie Hamburg und München beliebt, in denen günstiger Wohnraum Mangelware ist. Studierende wohnen dabei mietfrei bei älteren Personen und helfen ihnen im Alltag und im Haushalt.

Nur für Seniorinnen ist ein Projekt, das es unter anderem in Bielefeld, Köln oder Dortmund gibt, die Beginenhöfe. Hier wohnen Frauen zwischen 40 und 80 zwar in eigenen Wohnungen, aber innerhalb einer Gemeinschaft zusammen. Sie unterstützen sich gegenseitig und nehmen an gemeinsamen Aktivitäten teil.

Im Ökodorf Sieben Linden, in der Nähe von Wolfsburg, geht es wiederum um verschiedene Konzepte der ökologischen Lebensweise. Die fünf Nachbarschaften leben alle nach eigenen Lebensentwürfen. Die Nachbarschaft Nord- und Südhaus verwirklicht ein unkompliziertes Nebeneinander verschiedener Generationen und die Nachbarschaft Club 99 versucht ihren ökologischen Fußabdruck auf ein Minimum zu reduzieren.

Nordrhein-Westfalen hat derzeit mit einem hohen Leerstand an Gewerbeflächen zu kämpfen. Damit die Attraktivität der Immobilien nicht sinkt und zumindest geringe Einnahmen vorhanden sind, geht man in den Städten nun gezielt auf Mietersuche in der Kreativ- und Künstlerbranche. Die Künstler profitieren von geringen Mietenkosten, oft werden nur die Nebenkosten gezahlt. Das Mietverhältnis besteht dafür meist nur auf Zeit, beispielsweise für eine Ausstellung oder die Umsetzung eines Projektes.

Neben den genannten Projekten gibt es noch viele weitere. In Hamburg gibt es beispielsweise eine Gemeinschaft für autofreies Wohnen. Auch ökologische Einraumwohnungen wie spezielle Wohn- oder Bauwagen liegen im Trend.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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2 Kommentare zu Alternatives Wohnen: Es geht auch anders

  1. Susanne Becker sagt:

    Sehr geehrte Frau Wagner, ich möchte im Februar 2017 nach Bielefeld ziehen , dort arbeiten ( suche noch eine Arbeitsstelle…) und in einer Wohngemeinschaft ( gerne mit Kindern ,Studenten und Frauen ) leben. Bin 62 Jahre alt, kerngesund, hab 2 erwachsene, sehr selbständige Töchter , bin Christin und lebe seit 2009 alleine.
    Haben Sie eine Idee für mich ?
    Liebe Grüsse
    Susanne Becker

  2. Sabine Wagner sagt:

    Hallo Frau Becker,
    schauen Sie doch einmal auf http://www.wg-liste.de/bielefeld/. Vielleicht finden Sie etwas Passendes.
    Ich wünsche Ihnen viel Glück für Ihr Vorhaben und einen stressfreien Umzug.

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