Badeaccessoires: Kleben statt Bohren?

4. Februar 2016 | von

Wer sein Bad verschönern möchte, der sollte sich vorher gründlich überlegen, ob Bohrungen wirklich von Nöten sind, denn einen Sprung in einer Badfliese – das will kein Heimwerker. Es gibt auch gute Alternativen, die den Bohrer überflüssig machen. Und sollte es doch nicht ohne Bohrung gehen, gibt es einiges zu beachten.

Kleben statt Bohren

Statt einer aufwendigen Bohrung stellt Kleber eine gute Alternative dar: Mit einem speziellen, dauerelastischen Kleber kann man beispielsweise auch einen Handtuchhalter befestigen. Hierfür kommt der Kleber auf eine Grundplatte und diese wird anschließend auf die Fliese geklebt. Nach 24 Stunden klebt die Grundplatte fest an der Wand, und die Halterung kommt auf die Platte.

Für ebene Untergründe wie Fliesen eignet sich allerdings auch ein Montageklebeband. Das doppelseitige Klebeband hat einen Schaumstoffkern und ist einige Millimeter dick. Es gleicht somit auch minimale Unebenheiten aus. Ein weiterer Vorteil: Das so befestigte Wohnaccessoire lässt sich mit ein wenig Aufwand gut wieder umziehen.

Wasser- und Stromleitungen finden

Wer dennoch bohren möchte, der sollte vorher den „Klopftest“ im Badezimmer durchführen. Wenn es überall gleich klingt, sitzt die Fliese fest und die Gefahr eines Risses schwindet. Doch bevor gebohrt wird, sollte immer überprüft werden, ob sich eine Wasser- oder Stromleitung hinter der Mauer befindet. Auch wenn die Möglichkeit eines Treffers statistisch gesehen relativ gering ist, ist die Gefahr im Badezimmer nicht zu unterschätzen.

Es gilt: Überall da, wo ein Kabel aus der Wand kommt, sollte man in einem Umkreis von 20 Zentimetern nicht bohren – sowohl bei Strom-, als auch bei Wasserleitungen.

Auf den richtigen Bohrer kommt es an

Ist die Frage der Wasser- und Stromleitung geklärt, muss der richtige Bohrer gefunden werden. Denn auf den kommt es schlussendlich an. Ob ein handelsüblicher Bohrer oder ein Spezialbohrer richtig ist, hängt schlussendlich von der Fliese ab.

Die klassische Wandfliese besteht aus Steingut. Sie lässt sich leicht durchbohren, da sie kaum härter als die Wand ist. Heimwerker sollten allerdings beachten, dass ihre Glasurschicht ziemlich glatt ist. Wer nicht mit dem Bohrer wegrutschen möchte, der sollte sich eines Tricks behelfen: Einfach die Bohrstelle anritzen, indem man mit einem Nagel einen kleinen Punkt einhaut. Oder alternativ Kreppband doppelt auf die Stelle kleben.

Wer allerdings eine Fliese aus Böttgersteinzeug im Badezimmer hat, der sollte statt eines normalen Bohrkopfs einen Diamantbohrer verwenden.

Einfacher als die Fliese lässt sich die Fuge anbohren, da der Mörtel vergleichsweise weich ist. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass nicht die Ränder der Fliese beschädigt werden. Auch besteht die Gefahr, mit dem Bohrkopf wegzurutschen. Doch hilft auch hier der Kreppband-Trick.

 

Optimaler Dübel notwendig

Für die Anbringung eines Rollenhalters, Schminkspiegels oder Handtuchhalters genügen Universaldübel. Bei höherer Belastung wird jedoch ein Langschaftdübel benötigt. Für Gipskarton gibt es Varianten zum Einschrauben. Ein spezieller Hohlraumdübel ist bei der Montage von Hängeschränken notwendig.

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