Prognose und Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland 2016

11. Februar 2016 | von
Stadt, Skyline, Frankfurt, Hochhäuser Prognose und Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland 2016! - pixabay.com

Hohe Mieten? Niedrige Zinsen für Baukredite? Wie sieht die Entwicklung für den deutschen Immobilenmarkt 2016 aus? Was erwartet Mieter? Worauf können sich Immobilienkäufer einstellen? Eine Prognose.

Das Jahr hat gerade erst begonnen, da sind schon die ersten Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt für 2016 zu erkennen:

Nach Brancheneinschätzung ist ein Ende der Preisspirale nicht in Sicht. Immobilien-Experten glauben: Auch 2016 werden die Mieten weiter steigen.

Es fehlt an Wohnraum

Die Gründe sind offensichtlich: Die Nachfrage nach Wohnungen steigt vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten stetig an. Doch nimmt das Angebot an Wohnraum nicht im gleichen Maß zu.

Das Stichwort lautet Urbanisierung: Mehr und mehr Menschen zieht es in die Städte. Verstärkt wird die Binnenwanderung vom steigenden Zuzug aus dem Ausland. Daher sind viele Groß- und Universitätsstädte mit der Herausforderung konfrontiert, wie sie das eigentlich erfreuliche Einwohnerwachstum bewältigen können. Die große Wohnungsnachfrage bei begrenztem Angebot hat zur Folge, dass die Mieten bereits kräftig steigen. Für viele Großstädter sind die kontinuierlich steigenden Mietzuwächse kaum noch erschwinglich.

Mietpreisbremse kann steigende Mieten nur teilweise regulieren

Die im Juni eingeführte Mietpreisbremse schafft diesem Problem leider auch keine Abhilfe. Denn diese regelt lediglich, dass in ausgewiesenen Gegenden nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangt werden darf. Der Mieterbund fordert daher eine flächendeckende Preisbremse. Denn die bisherige sorgt für eine gewisse Ungleichheit.

Die Wohnungsunternehmen sehen eine ähnliche Entwicklung: Auch sie erwarten für das kommende Jahr keine große Entspannung bei den Mieten. Inzwischen fehlen 800 000 Wohnungen. Das hat zur Folge, dass man in Zukunft auch für eine schlechte Wohnung viel Geld ausgeben muss.

In die Höhe statt in die Breite Bauen

Eine naheliegende Lösung mit dem das beschriebene Problem zumindest gemildert werden könnte, ist die Folgende: Beim zukünftigen Wohnungsbau sollte stärker als bisher in die Höhe gebaut werden. Denn mit jedem zusätzlichen Stockwerk nimmt die geschaffene Wohnfläche zu, ohne dass mehr Bauland benötigt wird. Zum anderen können anstelle der in Deutschland üblichen relativ großzügig geschnittenen Wohnungen deutlich kleinere Einheiten gebaut werden. Damit steigt nicht nur die Anzahl der Wohnungen bei gleicher Gebäudegröße, auch die Miete der einzelnen Wohnungen wird durch die geringere Fläche günstiger.

Eine weitere erfreuliche Nachricht hat der Mieterbund in Sachen Nebenkosten. So sind keine höheren Heizkosten bei der Abrechnung für das vergangene Jahr zu erwarten.

Diskussionen über die Umlage von Modernisierungskosten
Ein Streitthema wird 2016 jedoch die Umlage von Modernisierungskosten sein. Denn Justizminister Heiko Maas (SPD) will die bisherige Umlage von elf auf acht Prozent reduzieren. Der Mieterbund fordert jedoch, dass der Vermieter lediglich sechs Prozent der Modernisierungskosten an den Mieter weitergibt.

Eine positive Entwicklung gibt es hingegen bei den Mietschulden. Diese verzeichnen einen Rückgang. Zwar werden sie nicht auf Null sinken, doch weiterhin abnehmen.

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Eine Antwort auf Prognose und Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland 2016

  1. Tobias sagt:

    Vielen Dank für diesen guten Artikel. Ergänzend könnte man noch anbringen, dass die Nachfrage nach Wohnraum zum Großteil durch staatlichen Subventionen getragen wird und nicht durch die Eigenleistung der Nachfrager. Auf den ersten Blick ist eine erhöhte Nachfrage ja erst einmal etwas schönes. Allerdings wäre auch die Frage zu stellen, wie sich die Situation entwickeln würde, sollten diese Subventionen einmal wegfallen (Stichwort: verzerrter Markt). In diesem Falle würde es ähnlich ablaufen wie bei der Solarbranche, die sich nur durch staatliche Subventionen am Leben halten konnte und ohne diese nicht mehr rentabel war. Dies nur als Hintergrund, dass hier bei all der Goldgräberstimmung auch ein gewisses Risiko nicht ignoriert werden kann. V.G. Tobias

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