Tipps für ein entspanntes WG-Leben

24. Februar 2016 | von
WG Wohngemeinschaften müssen oft auf andere rechliche Bedingungen achten. Foto: Paul-Georg Meister / PIXELIO

Sie sind günstig, trubelig und oft findet man hier Freunde fürs Leben. Damit es zwischen Putzplan und WG-Party nicht zu Reibereien kommt, müssen sich alle Mitbewohner an ein paar Regeln halten. Denn auch außerhalb von Hotel Mama gilt: Rücksicht nehmen und ein offenes Ohr für die Probleme und Wünsche anderer, hat noch niemandem geschadet.

Ob für die Ausbildung oder ein Studium: Nach der Schule zieht es die meisten raus in eine eigene Wohnung. Wenn diese nicht so stark auf der Tasche liegen soll, entscheiden sich viele für eine Wohngemeinschaft. Schließlich findet man hier auch schnell Anschluss und ist nicht komplett auf sich allein gestellt. Jede WG hat so ihre eigenen Umgangsformen. Die einen halten es eher locker, in anderen WGs müssen sich die Mitbewohner an Hausregeln halten. Grundsätzlich sorgen aber folgende Tipps für einen lang anhaltenden WG-Frieden.

Wohnung und Mieter sollten zusammenpassen

Nicht jede Wohnung eignet sich für eine WG. Auf den Suchportalen werden oft gezielt Wohnungen für WGs angeboten. Damit sich niemand benachteiligt fühlt, ist es gut, wenn die Zimmer gleich groß sind. Eine gemütliche Sitzecke oder sogar ein Wohnzimmer bieten einen neutralen Treffpunkt.

Wer die Wahl hat…

Klar, wer mit Freunden in dieselbe Stadt zieht, kann sich auch eine Wohnung teilen. Aber Achtung: Wenn ihr die besten Freunde seid, euch aber schon beim Kurzurlauben auf die Nerven geht, passt ihr wahrscheinlich auch nicht in eine gemeinsame WG. Bei der Suche nach Mitbewohnern sollten klare Ansagen gemacht werden: Will ich eine Zweck-WG oder sind mir gemeinsame Unternehmungen wichtig? Wie sieht mein Tagesrhythmus aus? Solche Punkte sollten zusammenpassen, dabei kann die Kompromissbereitschaft aber ganz individuell festgelegt werden.

Grenzen ziehen

Toilettenpapier und Putzmittel sollten ruhig geteilt werden. Anders sieht es vielleicht beim Lieblingsschokoaufstrich und der teuren Flasche Wein aus, die man vom Papa zum Geburtstag bekommen hat. Klar aufgeteilte Fächer im Kühlschrank und im Vorratsregal machen die Sache einfacher. Und wer zu viel gekocht hat, kann ja einen Zettel schreiben. Auch beim Finanziellen sollte Klarheit herrschen: Wer muss wann wie viel wofür bezahlen? Es eignet sich zum Beispiel eine WG-Kasse einzurichten, in die jeder einen bestimmten Betrag in Bar einzahlt und mit dem Anschaffungen, die für alle sind, bezahlt werden. Geht die Kasse dann zu neige wird einfach wieder in gleichen Anteilen eingezahlt.

Putzplan und Kommunikation

In manchen WGs sind Aufgabenteilung und das Miteinander kein Problem. Aber meistens sind Absprachen nötig. Die können zum Beispiel in einem lästigen aber durchaus nützlichen Putzplan festgehalten werden. Dann geht’s auch fair zu. Aber auch außerhalb des Putzens ist Kommunikation das A und O. Probleme sollten sofort angesprochen werden. Und zwar in Ruhe und ohne den anderen zu beschuldigen. Whatsapp-Nachrichten und knappe Post it-Anmerkungen machen meist alles nur komplizierter: Dann besser persönlich klären.

Bei alldem können auch nützliche Apps, wie Fair Share, Flatastic oder Flatmate helfen. Hier haben dann alle Mitbewohner einen Überblick über die gemeinsamen Finanzen, es kann festgelegt werden, wer gerade mit Bad- oder Küchenputz dran ist und abgehakt werden, wenn die Aufgabe erledigt ist. Außerdem können auf der appinternen WG-Pinnwand Kochdates und gemeinsame Playstationabende geplant und für alle sichtbar gemacht werden. Und wenn man dann spontan noch einen Kasten Bier kauft oder die abgelaufene Milch im Fach des anderen ungefragt durch eine frische ersetzt, steht dem WG-Frieden nichts mehr im Wege.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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