Welche Unterlagen benötige ich für die Wohnungssuche?

24. März 2016 | von
Wohnungsbewerbung Hände Mietvertrag In vielen Städten kann man auch bei Maklern und Vermietern mit einer vollständigen Bewerbungsmappe punkten! -pixabay.com

Die Bewerbungsmappe kennen Sie bisher nur aus Vorstellungsgesprächen für einen neuen Job? In vielen Städten kann man auch bei Maklern und Vermietern mit einer vollständigen Bewerbungsmappe punkten!

Für den Abschluss eines Mietvertrags ist ein ganzer Stapel Papierkram nötig. Neben dem eigentlichen Mietvertrag fordern Vermieter einige Auskünfte über ihre zukünftigen Mieter ein. Das gibt ihnen mehr Sicherheit. Schließlich sind Mietnomaden oder andere Betrüger keine Seltenheit mehr. Neben den finanziellen Aspekten sind eventuell auch Empfehlungen von vorherigen Vermietern von Bedeutung. Gut vorbereitet zu einem Besichtigungstermin zu gehen kann sich also auszahlen. Gerade in den Metropolstädten wie Berlin oder München, in denen Wohnraum ohnehin knapp ist, können vollständige Unterlagen das Zünglein an der Waage sein, wenn es darum geht sich für einen Mieter zu entscheiden. Wer gut vorbereitet und dem Vermieter sympathisch ist, hat gute Karten. Nach aktuellen Erhebungen werden solche Mieter spätestens nach drei Monaten Suche fündig. Ein Drittel sogar schon nach der ersten Besichtigung.

Personalausweis

Die Personalien zu prüfen ist für den Vermieter besonders wichtig, um sich vor Betrügern zu schützen. Deshalb ist ein gültiges Ausweisdokument Pflicht. Es sollte keine Unstimmigkeiten aufweisen, beispielsweise in Bezug auf den letzten Wohnort oder den Namen.

Einkommensnachweis und Bonitätsauskunft

Viele Vermieter lassen sich die Bonität ihrer Mieter auf verschiedene Arten bescheinigen. Eine oft nachgefragte Möglichkeit ist der Einkommensnachweis über die letzten drei Monate. Die Bonitätsauskunft ist freiwillig, sie ist in der Praxis mittlerweile aber Standard.

SCHUFA-Auskunft

Gang und gebe ist es auch sich eine aktuelle Schufa-Auskunft vorlegen zu lassen. Diese kann kostenlos online bestellt werden. So lässt sich unter anderem überprüfen, ob Sie zuverlässig ihre Raten und Kredite bezahlen.

Mietschuldfreiheitsbestätigung

Diese kann vom aktuellen Vermieter erstellt werden. Es kann aber passieren, dass dieser solch eine Auskunft nicht erteilen will solange Sie noch nicht ausgezogen sind. Diese Bestätigung wird vor allem in Großstädten verlangt.

Informationen über aktuellen Vermieter

Hier kann es sich beispielsweise um ein Empfehlungsschreiben des bisherigen Vermieters handeln.

Bürgschaft

Gerade bei Studierenden oder Azubis können Vermieter eine Bürgschaft verlangen. Bei Zahlungsausfall springt dann der Bürge ein, das können zum Beispiel die Eltern sein. Möglich ist es aber auch eine Bürgschaft durch ein Bankinstitut zu bekommen. Zulässig ist eine Kaution beziehungsweise Bürgschaft von bis zu drei Monatsmieten.

Nachweise bei Kostenübernahme

Bekommen Sie BAföG, BAB oder Unterstützung durch das Sozialamt? Oder haben Sie einen Wohnberechtigungsschein? Dann gehören die Nachweise darüber ebenfalls in die Bewerbungsmappe.

Selbstauskunft

Möglich ist auch eine Selbstauskunft, die der Bewerber auf Verlangen des Vermieters ausfüllen kann. Hier werden Fragen nach dem aktuellen Arbeitsverhältnis, Kündigungen, Probezeit oder auch den Gründen für den Umzug erfragt. Nicht erlaubte Fragen sind: Parteizugehörigkeit, Religion, Familienplanung oder Rauch- und Trinkgewohnheiten. Bei diesen persönlichen Fragen dürfen Sie lügen.

Wichtige Fragen

Neben dem ganzen Papierkram den Sie beisteuern müssen, haben Sie sicherlich auch einige Fragen an Ihren zukünftigen Vermieter. Wer gut vorbereitet sein will, kommt mit Checkliste und Fragekatalog zum Besichtigungstermin. Es kann zum Beispiel interessant sein, wie die Hausreinigung erfolgt, wie viele Schlüssel es gibt und ob Sie einen Kellerraum oder Parkplatz bekommen können. Darüber hinaus haben Sie sicher ganz individuelle Fragen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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