So erkennen Sie Stromfresser im Haushalt

20. April 2016 | von

Das Öffnen der Jahresabrechnung Ihres Stromanbieters macht Ihnen Angst? Hohe Stromkosten müssen nicht unbedingt von einer übermäßigen Nutzung elektronischer Geräte herrühren. Oft sind es die Geräte selbst, die einen zu hohen Verbrauch haben. Mit ein paar Tricks lassen sich diese Stromfresser aufspüren und beseitigen.

Laptop, Spielkonsole, Musikanlage, Telefon, Router, Fernseher und andere Geräte des Informations- und Unterhaltungsbereichs verursachen zusammen fast ein Viertel (rund 24 %) der gesamten Stromkosten eines Haushalts. Die Energie Agentur NRW hat in einer Studie den Stromverbrauch hunderttausender Ein- bis Fünfpersonenhaushalte ausgewertet. Der Hauptkostenpunkt entfällt auf die elektrische Warmwasserbereitung. Sie macht fast ein Drittel der Gesamtkosten aus (rund 27 %).

Um die einzelnen Geräte auf ihren Beitrag zu den Kosten hin abzuschätzen, können Sie sich an Nutzungsverhalten (Zeit), die Wattzahl und dem Strompreis Ihres Anbieters halten. Die Wattzahl ist meist auf einem Schild auf der Geräterückseite oder dem Netzteil vermerkt. Dann müssen Sie nur noch rechnen. Eine andere Möglichkeit sind Internetportale, die Ihnen für Geräte verschiedener Hersteller die durchschnittlichen Jahreskosten an Strom schon berechnet haben.

Achtung: Auch Geräte im Standby-Modus fressen Strom. Dabei fallen zwar nur Kleinstbeträge an, diese summieren sich aber bei einer Vielzahl an solchen Geräten auf. Beim Stromsparen helfen hier beispielsweise Mehrfachsteckdosen mit Abschaltmechanismus. Über Nacht oder beim Verlassen des Hauses können so mehrere Geräte auf einen Schlag vom Stromnetz genommen werden. Möglich ist dies beispielsweise bei Musikanlagen und TV oder dem Drucker.

Manche Geräte haben wir gar nicht so im Blick, weil sie im Keller stehen oder sich aus Bequemlichkeit den ganzen Tag im Dauerbetrieb befinden. Hierzu gehören elektrische Handtuchtrockner oder der elektrische Boiler. Zwei Geräte die man nicht 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr benötigt. Ein hohes Sparpotential bietet auch der Kühlschrank. Oft ist die Temperatur deutlich zu niedrig eingestellt. Sieben bis acht Grad sind vollkommen ausreichend. Auch lohnt es sich den Kühlschrank immer gut gefüllt zu halten, da die Lebensmittel die Kälte speichern und der Kühlschrank so weniger leisten muss. Warme Speisen sollten nicht in den Kühlschrank gestellt werden. Wer Butter, Aufstriche und Saft erst nach 45 Minuten nach einem ausgiebigen Frühstück wieder in den Kühlschrank räumt, steigert den Stromverbrauch eines A+++ Gerätes um bis zu elf Prozent. Auch Suppen oder Auflaufreste sollten erst vollständig abgekühlt in den Kühlschrank wandern.

Weitere Tipps: Mit rund sieben Prozent Anteil an den Stromkosten liegt der Wäschetrockner zwar auf den hinteren Plätzen der Stromfresser, allerdings ist das Trocknen an der Luft ganz umsonst. Eine immer voll ausgelastete Spülmaschine spart hingegen Kosten im Vergleich zum Spülen mit der Hand. Glühbirnen sollten Sie gegen stromsparende LED-Lampen austauschen, sie rentieren sich schon nach einem Jahr. Und ein Laptop verbraucht bis zu 70 Prozent weniger Energie als ein Desktop-PC. Jedes Gerät sollte also auf Alter, Stromverbrauch und Nutzungsverhalten hin überprüft werden. So lässt sich schnell Geld sparen.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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