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    Energiewende vor dem Aus?

    geschrieben am 7. Februar 2012

    Die Devise der Bundesregierung lautet weiter: Sparkurs. Statt der angekündigten 1,5 Milliarden Euro sollen in diesem Jahr lediglich 900 Millionen Euro für das Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung stehen. Der Deutsche Mieterbund (DMB) und die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) sehen die Energiewende in Gefahr.

    Energiewende: Mieterbund fordert weitere finanzielle Anstrengungen. Foto: Fersing  / pixelio.de

    Energiewende: Mieterbund fordert weitere finanzielle Anstrengungen. Foto: Fersing / pixelio.de

    Den Angaben der Bundesregierung zufolge soll die Sanierungsquote bei Wohnimmobilien im Rahmen der geplanten Energiewende auf 2 Prozent pro Jahr angehoben und damit verdoppelt werden. Dazu allerdings müsste, so das Resümee verschiedener Experten, auch die öffentliche Förderung mit Hilfe des Gebäudesanierungsprogramms verstärkt ausgebaut werden.

    Doch das Gegenteil ist der Fall: Statt den angekündigten 1,5 Milliarden Euro soll der Finanzrahmen für das Gebäudesanierungsprogramm in diesem Jahr lediglich 900 Millionen Euro umfassen. Angesichts dessen äußerte DMB-Direktor Lukas Siebenkotten seine Besorgnis über das Gelingen der Energiewende. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen KW 05-2012

    geschrieben am 5. Februar 2012

    International Campus AG: Studentisches Wohnen als Wachstumsmarkt. Eine aktuelle Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts BulwienGesa im Auftrag der International Campus AG macht studentisches Wohnen als neuen Wachstumsmarkt in Deutschland aus. Die umfassenden Studie befasste sich mit der aktuellen Lebens- und Wohnsituation von Studierenden in Deutschland. Aufgrund gesteigerter Nachfrage (doppelter Abiturjahrgang, fehlender Wehrdienst, wenig geeigneter Wohnraum…) ist es möglich, hohe Mieten zu verlangen, was den Sektor für Investoren interessant macht. [Deal-Magazin]

    BGH: Tatsächlicher Brennstoffverbrauch entscheidend für Heizkostenabrechnung. Vermieter müssen bei der Heizkostenabrechnung vom tatsächlichen Verbrauch ausgehen, statt die von ihnen beglichenen Rechnungen von Energieversorgern zugrunde zu legen. Dies entschied nun der Bundesgerichtshof (BGH, Az. VIII ZR 156/11). Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund rät privaten Vermietern, sich professionellen Rat zu holen, um die komplexe Abrechnung korrekt durchführen zu können. [Haus & Grund]

    Wohnungsneubau: Aufwärtstrend hält an. Der aktuelle KfW-Indikator Eigenheimbau – von der Kreditanstalt für Wiederaufbau für die Wirtschaftswoche erstellt – lässt auf einen anhaltenden Aufwärtstrend im Wohnungsneubau auch für 2012 hoffen. Bis zu 180.000 neue Einheiten sollen gebaut werden. Grund dafür ist unter anderem das anhaltend niedrige Zinsniveau. Dazu kommen Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt und damit Verbesserung der finanziellen Lage vieler Arbeitnehmer, und der Wunsch, das Einkommen sicher anzulegen. [Haufe]

    Energy Efficiency Award 2012: dena vergibt Innovationspreis. Unternehmen können sich noch bis zum 4. Mai 2012 um den internationalen Preis „Energy Efficiency Award“ unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler (FDP) bewerben. Prämiert werden innovative Projekte , die zur Steigerung der Energieeffizienz der Betriebe aus Industrie und produzierendem Gewerbe beisteuern. Das Preisgeld beträgt insgesamt 30.000 Euro. [dena]

    Berlin: Pfusch am Bau von prominenten Gebäuden. Berlin muss Schäden in Millionenhöhe decken, die durch Baupfusch entstanden sind. Nicht nur am Hauptbahnhof tuen sich schon jetzt grobe Mängel auf, betroffen sind ebenso Gebäude am Potsdamer Platz, im Regierungsviertel , der Flughafen- sowie der BND-Neubau. Sogar die Stelen des Holocaust-Mahnmals weisen vermeidbare Schäden auf, weil die Betonmenge aus Kostengründen zu knapp berechnet wurde. [Tagesspiegel]

    Elbphilharmonie Hamburg: Hansestadt darf Baukonzern Hochtief auf Schadensersatz verklagen. Im Streit der Stadt Hamburg und dem Baukonzern Hochtief wegen Bauverzögerung ist es zu einem ersten Zwischenergebnis gekommen. Wie das Hamburger Landesgericht entschied, darf die Hansestadt das Bauunternehmen auf Schadensersatz verklagen. Der tatsächliche Prozess dürfte sich über Monate hinziehen. [Spiegel]



    Immobilien-News und Themen KW 04-2012

    geschrieben am 27. Januar 2012

    Jahresempfang der BSI: Handlungsschwerpunkte für 2012 festgelegt. Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) hat auf ihrem Jahresempfang am 18. Januar den demografischen Wandel, die Umsetzung der Energiewende der Bundesregierung, die Zukunft der sozialen Wohnraumförderung und die bevorstehende Änderung des Mietrechts als Hauptthemen für 2012 festgesetzt. „Gerade auch im Themenbereich Steuern und Finanzierung müssen richtige Weichenstellungen vorgenommen werden, damit die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft weiterhin wie bisher ein stabilisierender Faktor der deutschen Volkswirtschaft bleibt“, ergänzt BSI-Vorsitzender Axel Gedaschko. [BFW]

    Männer und Frauen kaufen Immobilien unter geschlechtsspezifischen Sichtweisen. Für Makler eine Herausforderung: Die unterschiedlichen Ansprüche von Männern und Frauen beim Immobilienkauf unter einen Hut zu bekommen. Frauen haben beispielsweise Schwierigkeiten, sich eine verwohnte Immobilie saniert vorzustellen. Außerdem gehen sie instinktiver vor – und liegen dabei bei der Einschätzung vom Zustand eines Gebäudes meist nicht schlechter als die Männer, die eher nach harten Fakten fragen. [Immobilien-Newsticker]

    dena und BDH: Energetische Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen können Kosten senken. Unternehmen können durch Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ihre Kosten für die Wärmeversorgung für technische Prozesse senken. Diese Meinung vertraten die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) auf einer Pressekonferenz am 24. Januar in der Dortmunder Westfalenhalle. Der Betreiber der Halle konnte in den letzten Jahren aufgrund der Sanierung jährlich Energiekosten in Höhe von 100.000 Euro einsparen. [dena]

    Kündigungssperrfristen in NRW verlängert. Werden in Nordrhein-Westphalen in Zukunft Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt, greift in 37 Kommunen eine Kündigungssperrfrist. Die Kündigungsfristen bei Eigenbedarfs- oder Verwertungskündigungen betragen nun acht oder fünf Jahre, bisher waren es drei Jahre. [Pressrelations]

    Elbphilharmonie: Hochtief wehrt sich mit Klage. Der Baukonzern Hochtief hat die Stadt Hamburg als Bauträgerin im Streit um die Bauverzögerungen der Elbphilharmonie verklagt. Hochtief wehrt sich damit gegen die Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Es soll nun vor Gericht geklärt werden, ob das Bauunternehmen aufgrund längerer Bauzeit Strafe zahlen muss. Eine der Argumente von Hochtief: Für den Bau wichtige Unterlagen seien mit teilweise erst einjähriger Verspätung vorgelegt worden. [Welt]

    Mietpreise: München weiterhin Spitzenreiter der Top 50. Nach wie vor bleibt München die teuerste Mietstadt Deutschlands. Wie die aktuelle Mietpreis-Studie von ImmobilienScout24 zeigt, zahlt man in München gar dreimal so viel Miete wie in Chemnitz. Die Durchschnittsmieter aller befragten 50 Städte lag bei 6,96 Euro, die Münchner zahlen im Schnitt 12,98 Euro Kaltmiete für einen Quadratmeter, in Chemnitz zahlen Mieter nur durchschnittlich 4,61 Euro Miete pro Quadratmeter. Platz zwei des Rankings belegt nicht ganz unerwartet Frankfurt am Main (11,80 Euro Kaltmiete je Quadratmeter), gefolgt von Hamburg (10,68 pro Quadratmeter monatlich). [Bild]



    Immobilien-News und Themen KW 03-2012

    geschrieben am 22. Januar 2012

    dena: Energieberatung im Winter beanspruchen. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) legt den Hausbesitzern eine Energieberatung in der Winterzeit ans Herz. Vor allem Eigentümern älterer, unsanierter Häuser sollten jetzt darüber nachdenken, den Energiewert ihrer Immobilie überprüfen zu lassen. Ein Experte durchleuchtet das Haus und gibt Sanierungstipps. [dena]

    Einzelhandelsobjekte sind wieder gefragte Kapitalanlagen. Laut Maklerhaus Lührmann sind Geschäftshäuser bei internationalen Filialunternehmer sehr gefragt, was wiederum Anreiz für Investoren schafft. Die Kaufpreise steigen aufgrund großer Nachfrage, entsprechend niedrig sind die Renditen. (pdf) [Lührmann]

    ImmobilienScout24: Starker Anstieg der Preise für Bestandsimmobilien. Im 4. Quartal 2011 haben die Preise für Bestandsimmobilien einen neuen Jahreshöchststand erreicht. Dies ergab jüngst der Angebotspreisindex IMX von ImmobilienScout24. Dieses gilt sowohl für Wohnungen als auch für Häuser. Neubauhäuser und –wohnungen hingegen bleiben etwa auf gleichen Niveau. [ImmobilienScout24]

    Baden-Württemberg: Kauf- und Mietpreise steigen. In Baden-Württemberg setzt sich der Aufwärtstrend laut IVD-Immobilienpreisspiegel sowohl bei Kauf- als auch bei Mietobjekten fort. Vor allem in Stuttgart sind die Anstiege deutlich. Grund dafür war die gesteigerte Nachfrage, noch vor der jetzt in Kraft getretenen Erhöhung der Grunderwerbssteuer noch eine Immobilie zu kaufen. Vor allem in Ballungsräumen ist Wohnraum knapp und wurde daher teurer. [IVD]

    Razzia bei Immobilienkonzern Gagfah Fahnder der Staatsanwaltschaft haben Büroräume des Immobilienkonzern Gagfah in Mühlheim an der Ruhr durchsucht. Offenbar wurde Beweismaterial für mögliche Börsenmanipulationen ehemaliger Top-Manager des Konzerns gesucht. [Manager-Magazin]



    Immobilien-News und Themen KW 02-2012

    geschrieben am 15. Januar 2012

    Wohnriester: Die boomende Anlegeform. Aus Angst vor Inflation und Wirtschaftskrisen wählen immer mehr Deutsche das Wohnriester als Anlageform, die Bausparkassen vermerken ein vermehrtes Interesse an Eigenheimrentenverträgen. Satte 213.000 neue Wohnriesterbauspar- oder -darlehensverträge wurden allein in den ersten drei Quartalen 2011 abgeschlossen, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales vermeldet. Dies bedeutet einen Anstieg um um 43,4 Prozent auf 704.000 Verträge. [Welt]

    Hauspreis-Index Dezember: Eigentumswohnungen noch teurer. Laut Hypoport Hauspreis-Index zogen Eigentumswohnungen im Dezember 2011 nochmals an und waren so teuer wie nie. Dagegen wurden die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser günstiger. Vermutlich sind die für Immobiliengeschäfte eher ruhigen Wintermonate dafür verantwortlich. Da die Zinslage noch niedrig und die Nachfrage nach Immobilien hoch ist, werden die Preise Anfang 2012 vermutlich eher steigen als fallen. [Hypoport]

    LaSalle übernimmt King Sturge: Immobilienkonjunktor-Index jetzt von Deutsche Hypo. Nach der Übernahme von King Sturge durch Jones Lang LaSalle wechselt der Immobilienkonjunktur-Index seinen Namen: Der etablierte Index heißt aufgrund seiner zukünftigen Veröffentlichung durch die Deutsche Hypo ab sofort Deutsche-Hypo-Index. Die monatliche Befragung wird schon seit 2008 vom Marktforschungsunternehmen BulwienGesa ausgeführt. Auf sein Erstes Erscheinen unter neuem Namen am 31.01.2012 darf man gespannt sein. [Property Magazine]

    Modernisierung und Sanierung: Private Hauseigentümer investierten 95 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 investierten private Immobilienbesitzer ganze 95 Milliarden Euro in die Modernisierung oder Instandhaltung ihrer Objekte. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Berlin. Der Präsident der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Garten Rolf Kornemann forderte daher die Bundesregierung auf, diese Zahlen bei der Debatte über steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen zu berücksichtigen. „Wer noch mehr Klimaschutz im Gebäudebestand möchte, muss Teilsanierungen unterstützen. Für Vollsanierungen fehlen privaten Eigentümern einfach die finanziellen Mittel“, so Kornemann. [Haus&Grund]

    Photovoltaik: Förderungen werden im Juli gekürzt. Aufgrund des Rekordzuwachses bei Solarstromanlagen in 2011 steht für den Juli 2012 eine Solarförderkürzung ins Haus. Die Senkung wird mindestens 12 Prozent, wohl aber eher 15 Prozent betragen, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. 2011 wurden so viele Anlagen gemeldet wie nie zuvor . Dabei war der Dezember der bisher stärkste Monat aller Zeiten. [Greenpeace]



    Immobilien-News und Themen KW 01-2012

    geschrieben am 8. Januar 2012

    Bundesfinanzhof: Steuerbonus für Handwerkerleistungen wird erweitert. Der Steuerbonus, der für Handwerkerleistungen an der selbstgenutzen Immobilie bewilligt wird, soll nun auch für die Neuanlage eines Gartens gelten, wie jüngst der Bundesfinanzhof entschied (BFH, Az. VI R 61/10). [Haus&Grund]

    Thüringen: Energetische Sanierungen durch Bürgschaften ankurbeln. Ganze Stadtviertel sollen nach Meinung von Thüringens Bauminister Christian Carius (CDU) energetisch saniert werden. Finanziert werden soll das Megaprojekt durch Bürgschaften und Darlehen der Thüringer Aufbaubank (bis 2025 jährlich 45 Millionen Euro) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Carius hofft, damit Anreiz für Investitionen in Höhe von bis zu 3,5 Milliarden Euro zu schaffen. [Haufe]

    Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA): Immobilienbranche als Stabilitätsanker. Wie schon in der Finanzkrise entpuppte sich auch im vergangenen Jahr die Immobilienbranche als Stabilisator der deutschen Wirtschaft. „Selbst wenn sich 2012 die Staatsschuldenkrise ausweiten sollte, sehe ich gute Chancen, dass sich die Branche erneut als stabil beweist“, so ZIA-Präsident Andreas Mattner. Allerdings sei die Branche auf zuverlässige Rahmenbedingungen angewiesen. [ZIA]

    F+B-Mietspiegelindex 2011: Bestandsmieten steigen nur moderat. Die durchschnittliche Miete in 2011 stieg im Vergleich zum Vorjahr nur um ein Prozent. Dies ist das Ergebnis des F+B-Mietspiegelindex 2011. Dabei sind allerdings weiterhin große regionale Unterschiede zu erkennen: Während die Großräume München und Stuttgart nach wie vor überdurchschnittlich teuer sind, liegen die Mieten in ostdeutschen Städten deutlich unter Bundesschnitt. [Immopro24]

    Haus & Grund: Was sich für Eigentümer im neuen Jahr ändern wird. Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund gibt einen gelungenen Überblick über die wichtigsten Änderungen, die für Immobilieneigentümer 2012 ins Haus stehen. Es geht unter anderem um die Neuregelung verbilligter Wohnraumüberlassung, die Anhebung der Grunderwerbssteuer in einigen Ländern oder auch KfW-Förderprogramme. [Haus&Grund]



    Immobilien-News und Themen KW 51-2011

    geschrieben am 28. Dezember 2011

    Gewerbeimmobilien in Deutschland weiter beliebt. Eine Umfrage von Berlin Hyp und Landesbank Berlin AG (LBB) unter 300 Experten ergab, dass der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt für Investoren weiterhin hochattraktiv ist. 80 Prozent der Befragten würde lieber in Deutschland als in anderen europäischen Ländern investieren. Ängste vor einer Rezession und mögliche Probleme bei der Finanzierung trüben jedoch das Ergebnis. [Property Magazin]

    Gewerbeimmobilien in Randlagen haben es schwer.
    Deutlich pessimistischer – zumindest was die Stadtränder betrifft – sieht die Welt den Zustand des Gewerbeimmobilienmarktes. Hoher Leerstand trotz guter Konjunktur, davon sind auch die größten Städte betroffen. Nur neue Bürotürme ziehen noch Unternehmen an. [Welt]

    Denkmalgeschützte Immobilien oft zu teuer. Die Situation ist bekannt: Kurz vor Weihnachten liegt noch zu viel Geld auf dem Konto, zudem drohen Rezession, die Eurokrise schwelt weiter. Auch dank niedriger Hypothekenzinsen werden Immobilien immer beliebter, speziell denkmalgeschützte Immobilien sind dank besonderer steuerlicher Regelungen bei der Sanierung attraktiv. Investoren sollten dennoch vorsichtig sein. [Handelsblatt]

    Immer mehr Wohnimmobilien werden verkauft. Für das Jahr 2011 werden Transaktionen mit Wohnimmobilien ein Drei-Jahres-Hoch erreichen. Einer Statistik des Dienstleisters Jones Lang La Salle zufolge gingen 150.000 Wohnimmobilien über den „Ladentisch“ – dreimal so viel wie im vergangenen Jahr. [Haufe]

    Leichtere Energieberatung dank neuem dena-Internetangebot. Hausbesitzer, die über eine energetische Sanierung ihres Hauses nachdenken, bekommen jetzt Unterstützung durch die Deutsche Energie-Agentur. Eine neue Online-Datenbank erleichtert die Suche nach Qualifizierten Experten. [dena]



    Immobilien-News und Themen KW 50-2011

    geschrieben am 19. Dezember 2011

    Berlin: Juristische Schlappe im Immobilienstreit. Die Hauptstadt hatte gegen den Bund geklagt, es ging um die Rückgabe von Grundstücken am Flughafen Tegel und am ehemaligen Flughafen Tempelhof an das Land Berlin. Der Gesamtwert der Grundstücke beläuft sich auf mehr als 200 Millionen Euro. Im aktuellen Berufungsverfahren gab das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg dem Bund Recht, lies aber die Möglichkeit der Revision bestehen. [rbb]

    Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstützt energetische Maßnahmen und mehr. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert energetisches Sanieren, barrierefreie Umbauten, den Kauf neuer oder gebrauchter Immobilien und auch Hausbau. In einem Interview stellt Katrin Leonhardt, Leiterin der Abteilung Förderpolitik im Privatkundenbereich, Voraussetzungen zur Förderung und die Modalitäten von Kreditprogrammen vor. [Süddeutsche]

    Mietrecht: Baulärm auf Nachbargrundstück kein Grund zur Mietminderung. Wie die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet, rechtfertigt Baulärm auf dem Nachbargrundstück in der Regel keine Mietminderung. Das Oberlandesgericht Braunschweig entschied, dass eine Mietminderung nur dann rechtens ist, wenn es sich um einen Mangel am eigenen Mietobjekt handelt, beispielsweise eine defekte Heizung. [Anwaltverein]

    BFH: Schwimmende Häuser haben keine Grundsteuer. Ein Event- und Konferenzzentrum im Hamburger Hafen, welches aus drei Schwimmkörpern und einem Pfahlbau besteht, wurde vom Bundesfinanzhof (BFH) bewertungsrechtlich nicht als Gebäude eingestuft. Ergo müssen die Eigentümer auch keine Grundsteuer zahlen. Kriterien für ein Gebäude sind eine feste Verbindung mit dem Boden und Standfestigkeit. [Immobilienzeitung]

    Steuerförderung für Gebäudesanierungen: Noch immer keine Einigung. Bundestag und Bundesrat debattieren noch immer über die steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen, ein Ende ist nicht abzusehen. Auch in dieser Woche kam der Vermittlungsausschuss zu keinem Ergebnis. Problem: Die Länder wollen die daraus resultierenden Steuerausfälle nicht mitfinanzieren. Die Grünen und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kritisieren das erneute Scheitern der Steuerdebatte scharf. [Verivox]



    Immobilien-News und Themen KW 48-2011

    geschrieben am 4. Dezember 2011

    Schwimmende Häuser gegen steigendes Wasser. In Holland reagiert die Architektur auf den Klimawandel. Demnächst kommen Häuser auf den Markt, die auf Pontons aufliegen, welche entweder direkt im Wasser liegen oder nur bei Hochwasser schwimmen. Damit reagiert man auf die wechselnden Wasserstände an Hollands überschwemmungsgefährdeten Gebieten und auf die Tatsache, dass der Meeresspiegel aufgrund des Klimawandels an den Küsten Jahr für Jahr steigt. In Städten wie Rotterdam ist man von der Idee angetan. [Spiegel]

    BFW: Optimistische Erwartungen für 2012 abgekühlt. Die Ängste vor der Wirtschaftskrise sind auch in der Immobilienbranche angekommen. Die regelmäßige Konjunkturumfrage des Bundesverbands freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) ergab, dass zur Zeit 66 Prozent der Mitgliedsunternehmen ihre Geschäftslage als positiv bewerten. Auffällig ist, dass unter den Mietgliedern, die im ländlichen Raum tätig sind, nur 23 Prozent die Geschäftslage als sehr gut, 12 Prozent dagegen als schlecht einstufen. Auch die optimistischen Erwartung für 2012 haben sich im Vergleich zu vorherigen Umfragen abgekühlt: Im Frühjahr waren noch 43 Prozent von einer Besserung ihrer Geschäftslage überzeugt, jetzt sind es nur noch 24 Prozent. 10 Prozent rechnen gar damit, dass sich ihre Lage verschlechtern wird. [BFW-Bund]

    Erschwinglichkeitsindex: Hohes Niveau bei Wohneigentum. Das Ergebnis des Erschwinglichkeitsindex des Immobilienverbandes IVD ist, dass Wohneigentum noch immer auf einem historisch hohen Niveau rangiert. Dies bedeutet, dass es zur Zeit für einen durchschnittlichen Haushalt finanziell besonders günstig ist, eine Immobilie zu kaufen. Vor allem durch das Sinken des Zinsniveaus im dritten Quartal dieses Jahres katapultierte sich der Wert wieder auf den Höchststand von Ende 2010. [IVD]

    Einzelhandelsstandorte: Münchens beste Lagen top. Münchner 1A-Lagen sind laut Comfort Städtereport weiter auf dem Weg, sich unter den teuersten und nachgefragtesten Einzelhandelsstandorten der Welt zu aufstellen. Schon jetzt ist die Flächenproduktivität mit etwa 6.300 Euro pro Quadratmeter absolute Spitze in Deutschland. München profitiert vor allem von Touristen, Geschäftsreisenden und Tagesausflüglern. [comfort.de]

    BGH: Vermieter zu Auskunft über tatsächliche Betriebskosten nicht verpflichtet. Ist im Mietvertrag eine Pauschale für die Betriebskosten angesetzt, so ist der Vermieter nicht grundsätzlich verpflichtet, dem Mieter Auskunft über die exakte Höhe der Betriebskosten zu erteilen. Die entschied der Bundesgerichtshof (BGH). Nur, wenn es Anhaltspunkte gibt, dass die Kosten sich ändern, muss es dem Mieter ermöglicht werden, Auskunft über die genauen Kosten zu bekommen. [BGH]



    Immobilien-News und Themen KW 47-2011

    geschrieben am 27. November 2011

    Honeckers Jagdsitz wird versteigert. Immobilien mit bewegter Vergangenheit haben oft einen ganz eigenen Reiz. Der Hauch der Geschichte weht ganz sicher auch durch eine Immobilie in Mecklenburg-Vorpommern, die in dieser Woche für 2,5 Millionen Euro von einer niederländischen Hotelgruppe ersteigert wurde: Erich Honeckers Jagdsitz. Um das 14 Hektar große Anwesen kämpften mehrere Bieter verbissen, mit dem besseren Ende für die Van der Valk Hotelgruppe. [Focus]

    Berliner SPD will Grunderwerbsteuer erhöhen. In Berlin wird die Grunderwerbsteuer von 4,5 % auf 7 Prozent erhöht – zumindest in Teilen der SPD gibt es diesbezüglich Bestrebungen. Für das Stadtsäckel soll dies Mehreinnahmen von 219 Millionen Euro bringen. Die Eigentümervereinigung Haus und Grund wiegelt dagegen an: Die Einnahmen würden durch Bauzurückhaltung eher sinken. [Berliner Kurier]

    Höhere Grunderwerbsteuer in Schleswig Holstein. Was in Berlin noch diskutiert werden muss, ist in Schleswig-Holstein bereits beschlossene Sache. Ab 1.12.2011 wird die Grunderwerbsteuer in Deutschlands nördlichsten Bundesland von 3,5 auf 5 Prozent steigen. 80 Millionen Euro pro zusätzlich pro Jahr verspricht sich der Finanzminister, Hauskäufer müssen mit moderaten Mehrkosten rechnen. Für ein 120.000 Euro teueres Eigenheim erhöht sich die Grunderwerbsteuer um 1.800 Euro. [Welt]

    Klimaschutz: Verbände fordern Regelung zur steuerlichen Förderung energetischer Sanierung. Mehrere deutsche Immobilienverbände sowie der deutsche Mieterbund mahnen den Vermittlungsausschuss des deutschen Bundestages an, sich auf einen Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung energetischer Sanierung zu einigen. Das Gesetz müsse schnell verabschiedet werden, um die energetische Sanierung voran zu bringen, ließen die Verbände in einer gemeinsamen Presseerklärung verlauten. [ZIA]

    Vermieter bestimmt über Modernisierung. Moderne Heizungsanlagen helfen, den Energieverbrauch für Vermieter oder Eigentümer niedrig zu halten. Während ein Hauseigentümer selbst über den Einbau einer neuen Heizung bestimmen kann, ist die Lage für Mieter verzwickter. Diese müssen sich erst die Zustimmung des Vermieters einholen, bevor sie auf eigene Kosten die Heizung modernisieren. Dabei ist der Vermieter nicht verpflichtet, den Einbau zu gestatten, wie der Bundesgerichtshof (BGH) kürzlich urteilte. [Haufe]

    Adventskranz: Fünf Tipps gegen ungewolltes Feuer. Heute ist der erste Advent, Zeit also, die erste Kerze anzuzünden. Damit statt der heimeligen Atmosphäre der Vorweihnachtszeit kein flammendes Inferno wird, haben Experten fünf Tipps parat. [Stern]