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    Massiver Wohnungsleerstand in Sachsen-Anhalt

    geschrieben am 12. Juli 2011

    Trotz sinkender Zahlen beklagen die Wohnungsverbände in Sachsen-Anhalten eine noch immer zu hohe Leerstandsquote. Besonders im Vergleich zum Bundesdurchschnitt klaffen riesige Lücken nicht nur zwischen den Quoten, sondern auch im Portemonnaie der Verbände.

    Der massive Wohnungsleerstand ist ein großes Thema auch in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg. Foto: bardewyk.com  / pixelio.de

    Der massive Wohnungsleerstand ist ein großes Thema auch in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg. Foto: bardewyk.com / pixelio.de

    Die Quote von leerstehenden Wohnungen in Sachsen-Anhalt kann zwar einen Rückgang von 15,8% auf rund 11% im Gegensatz zum Vorjahr verzeichnen, trotzdem bedeuten diese Zahlen noch immer eine horrende Anzahl von ungenutzten Wohnungen. Gravierend ist überdies das große Loch bei den Mieteinnahmen der circa 205 Wohnungsunternehmen Sachsen-Anhalts. Immerhin muss hier von einem Verlust in Höhe von rund 118 Millionen Euro für das Jahr 2010 gesprochen werden, die es natürlich für das laufende Jahr zu minimieren gilt.

    Gerade im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in puncto Wohnungsleerstand, beklagt Ronald Meißner, Chef der Wohnungsgenossenschaften, hätte die Quote deutlicher sinken müssen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei immerhin „nur“ 3%. Erschwerend für das Ausmaß des Wohnungsleerstands in diesem Bundesland kommt die sinkende Bevölkerungszahl hinzu. [mehr » ]



    „Impulse für den Wohnungsbau“: Lieber Abreißen als Sanieren

    geschrieben am 24. März 2011 mit 2 Kommentaren

    Für mehr als jedes zehnte Haus in Deutschland gilt: Die Sanierung würde mehr kosten als ein Abriss und Neubau. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Kampagne “Impulse für den Wohnungsbau“. Das Energiezeugnis fiel um einiges milder aus: Lediglich vier Prozent der Wohngebäude, die vor Ende der 1970er gebaut wurde, haben noch gar keine Modernisierung zugunsten des Energiesparens erfahren.

    Der Abriss ist bei vielen alten Gebäuden günstiger als Sanierung. Foto: Daniel Rennen / pixelio.de

    Der Abriss ist bei vielen alten Gebäuden günstiger als Sanierung. Foto: Daniel Rennen / pixelio.de

    Die Baulobby frohlockt: In Deutschland müsste aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten fast jedes zehnte Haus abgerissen werden, weil eine Sanierung nicht mehr lohnt. Denn während die deutschen Hausbesitzer alte Gebäude weitestgehend energetisch saniert haben, wäre eine barrierefreie Modernisierung gegenüber Abriss und Neubau bei einem Großteil nicht rentabel.

    Dies ergab eine bundesweite Studie zur Altbausubstanz in Deutschland, die das Bündnis aus Verbänden der Bau- und Immobilienbranche sowie der IG BAU und dem Deutschen Mieterbund „Impulse für den Wohnungsbau“ in Auftrag gegeben hat. Dafür nahm die Kieler “Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen” (ARGE-SH) nahezu 36,2 Millionen Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in kleineren Mehrfamilienhäusern unter die Lupe. Im Fokus der Untersuchung “Wohnungsbau in Deutschland 2011 - Modernisierung oder Bestandsersatz” standen die Flexibilität des Grundrisses und damit die Möglichkeiten der Barrierefreiheit – vor allem in Hinblick auf familien- altersgerechtes Wohnen – und der Energieverbrauch. [mehr » ]



    Kommt die Abwackprämie für Häuser?

    geschrieben am 20. September 2010

    Die Diskussion um den im Energiekonzept der Bundesregierung verankerten „Nullemissionszwang“ für Wohngebäude ist um einen Vorschlag reicher: Eine Art „Abwrackprämie“ für veraltete und nur schwer zu sanierende Häuser soll den Neubau fördern.

    Koalition diskutiert die Abwackprämie für Wohngebäude. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

    Koalition diskutiert die Abwackprämie für Wohngebäude. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

    Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, bis 2050 alle Wohngebäude in Deutschland auf Nullemissionsstandard zu bringen, hat zuletzt für einige Aufregung gesorgt. So gab es Befürchtungen, dass es durch den Sanierungszwang zu regelrechten Mietexplosionen kommt oder dass es Rentnern, die ihr Haus gerade erst abbezahlt haben, nicht zuzumuten sei, ihr Haus nochmals für 100.000 Euro zu sanieren. Inzwischen ist die Diskussion einen Schritt weiter: Mit einer Abrissprämie sollen Ersatzneubauten gefördert werden. [mehr » ]



    Stadtumbau Ost: erneut zunehmender Wohnungsleerstand droht

    geschrieben am 12. Mai 2010 mit 2 Kommentaren

    Das Programm Stadtumbau Ost, mit dem unter anderem der Wohnungsleerstand in ostdeutschen Städten verringert werden soll, droht nach jahrelanger Erfolgsgeschichte nun doch zu scheitern. Das befürchten Wohnungsunternehmen in Berlin und Brandenburg. Grund sind die beinahe ausgeschöpften Mittel zur Altschuldenhilfe.

    Stadtumbau

    Stadtumbau Ost: Gelder drohen zu versiegen.

    Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) warnt acht Jahre nach Beginn des Programms Stadtumbau Ost vor dessen Scheitern. Das Programm, welches im Rahmen der Städtebauförderung als eines der jüngsten Bund-Länder-Programme aufgelegt worden ist, hatte ursprünglich zum Ziel, die Attraktivität ostdeutscher Städte und Gemeinden sowohl als Ort zum Leben als auch zum Arbeiten zu sichern und zu erhöhen.
    Von 2002 bis 2009 waren dafür 164 Millionen Euro für die Beseitigung von fast 50.000 Wohnungen ausgegeben worden – damit sollte die Stärkung der Innenstädte, eine Reduzierung des Angebotsüberschusses an Wohnraum und die Aufwertung der „schrumpfenden“ Städte erreicht werden. [mehr » ]



    Das Bundeskanzleramt muss abgerissen werden

    geschrieben am 1. April 2010 mit 4 Kommentaren

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) muss für längere Zeit ihren Arbeitsplatz wechseln. Nachdem bereits vor längerer Zeit gravierende Mängel am Bundeskanzleramt festgestellt wurden, empfehlen Bauexperten nun, das Gebäude abzureißen. Die Sicherheit sei nicht mehr gewährleistet.

    Kanzleramt: Hier rücken demnächst die Abrissbagger an.

    Kanzleramt: Hier rücken demnächst die Abrissbagger an.

    Schlechte Nachrichten für Angela Merkel: Nicht nur die Regierungskoalition mit der FDP zeigt, nur wenige Monate, nachdem Horst und Guido „Du“ zueinander sagen, erste Zersetzungserscheinungen, auch ihr Arbeitsplatz befindet sich in einem alles andere als guten Zustand. Risse in den Wänden, undichte Dächer und wellige Böden setzen dem vor knapp 10 Jahren erbauten und knapp 250 Millionen Euro teuren Kanzleramt schon seit geraumer Zeit zu.

    Bereits vor wenigen Wochen musste Merkel kurzfristig ihr Büro räumen, um die Schäden ausbessern zu lassen. Doch jetzt droht ein längerer Umzug, denn Experten schlagen Alarm: Die Probleme mit der Betonwanne seien so gravierend, dass Auswirkungen auf die Standfestigkeit des kompletten Gebäudes nicht ausgeschlossen werden können. [mehr » ]



    Brandenburg: Hohe Leerstandsquote verlangt nach Abriss

    geschrieben am 3. Juli 2009

    In Sachen Leerstand steht das Land Brandenburg gar nicht mal so schlecht da – verglichen mit den ostdeutschen Landeskollegen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Im Bundesdurchschnitt ist die Leerstandsquote mit 10,2 Prozent dennoch dramatisch hoch und reicht nur für einen abgeschlagenen 13. Platz. Anlass genug, dem Problem zu Leibe zu rücken - auch wenn es bis zum Spitzenreiter Hamburg mit gerade mal noch einem Prozent Leerstand noch ein weiter Weg ist.

    Viel Landschaft, wenig Perspektive: hoher Wohnugsleerstand belastet Brandenburg

    Viel Landschaft, wenig Perspektive: hoher Wohnungsleerstand belastet Brandenburg

    Bei der Verringerung der Leerstandsquote ist das Land Brandenburg jedenfalls deutschlandweit Spitze. Um ein Prozent wurde das Angebot an freien Wohnungen im vergangenen Jahr gesenkt. Das lag erwartungsgemäß nicht am plötzlichen Zuzug neuer Bewohner, die sich für die landschaftliche Schönheit der Mark Brandenburg oder für die kulturelle Vielfalt der Landeshauptstadt Potsdam begeistern, sondern am Abriss bestehender Wohnungen.

    Stadtumbauprogramm muss fortgesetzt werden

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    Abwrackprämie bald auch für Häuser?

    geschrieben am 22. Mai 2009

    Für Gebäudesanierungen, die zu höherer Energieeffizienz und weniger CO2-Ausstoß führen sollen, hat die Bundesregierung bereits mehrere 100 Millionen Euro investiert. Doch sind diese Maßnahmen überhaupt sinnvoll? Der Geschäftsführer des Schleswig-Holsteiner Immobilienunternehmen Otto Stöben fordert jetzt Abriss statt Sanierung - und eine Abwrackprämie für alte Häuser.

    Das größte Problem der zahlreichen nach dem Zweiten Weltkrieg gebauten Häuser in Deutschland ist, dass sie den aktuellen energetischen Anforderungen nicht genügen. Oft führt auch eine aufwändige Sanierung nicht zu der gewünschten CO2-Einsparung. Es sei wenig sinnvoll, die Fassade zu erneuern, während das alte Mauerwerk bestehen bliebe, so Stöben. Deshalb fordert er eine Abwrackprämie für Häuser, die vor 1978 erbaut wurden und nicht unter Denkmalschutz stehen. Allein in Schleswig-Holstein treffe dies auf 80% aller Einfamilienhäuser zu. [mehr » ]



    Messe Berlin: Architekt für 45-Millionen Euro teure Messehalle gesucht

    geschrieben am 11. Mai 2009

    Aus und vorbei: Nach knapp 74 Jahren hat die Berliner Deutschlandhalle endgültig ausgedient. Der traditionsreiche Bau soll einer neuen Messehalle weichen, der Architektenwettbewerb wurde gerade ausgerufen. Eine wichtige Frage ist allerdings noch nicht geklärt: Darf überhaupt abgerissen werden?

    Genaue Vorstellungen für die neue Messehalle gibt es bereits. Nach einem Bericht der „taz“ sollen sich 18 Architektenbüros am Wettbewerb beteiligen dürfen und „einen städtebaulich, architektonisch anspruchsvollen Entwurf unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens“ liefern. Drei der Bewerber seien vorab ausgewählt, darunter das mit dem Entwurf des Flughafens Tegel und des Hauptbahnhofes bereits berlinerfahrene Büro von Gerkan, Marg und Partner.

    Mit der neuen Halle will die Messe Berlin ihre Ausstellungsfläche um 18.000 Quadratmeter erhöhen, um Highlights wie der Funkausstellung, der ITB und der „Grünen Woche“ mehr Platz zu bieten. Für den Bau stehen insgesamt 45 Millionen Euro zur Verfügung. Damit ist auch das Ende der traditionsreichen Deutschlandhalle besiegelt, auf dessen Geländer der Neubau entstehen soll. [mehr » ]



    Berlin: Denkmalgeschütztes Schimmelpfeng-Haus wird abgerissen

    geschrieben am 18. März 2009

    Nach langem Hin- und Her rückt das Ende des Berliner Schimmelpfeng-Hauses immer näher. Schon in zwei Wochen sollen die Bagger anrollen und mit dem Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes am Kurfürstendamm beginnen.

    Das Zoofenster. Foto: © Prof. Christoph Mäckler Architekten

    Das Zoofenster. Foto: © Prof. Christoph Mäckler Architekten

    Dabei ist der Abriss des erst 1960 fertiggestellten Gebäudes schon lange beschlossene Sache. Bereits 1999 entschied sich der Senat für eine Aufwertung des Stadtquartiers rund um den Kurfürstendamm und dem damit verbundenen Neubau verschiedenster Gebäude. Der erste Versuch ging allerdings schief: Als die Planierungsarbeiten am benachbarten Gelände bereits in vollem Gange waren, trat der Hauptpächter des geplanten Neubaus, die Hotelgruppe Hilton, vom Vertrag zurück. Seitdem wird die Baugrube von einer riesigen Plakatwand vor Einblicken geschützt.

    Nun wird es allerdings wirklich ernst: Das Schimmelpfeng-Haus mit seinem markaten Brückengebäude über der Kantstrasse ist inzwischen komplett entmietet und wartet auf die Abrissbagger.

    Neues Quartier für den Kudamm

    An seiner Stelle soll nun das Zoofenster entstehen, ein dreiteiliges Gebäudeensemble mit einem knapp 118 Meter hohen Turm, der auf über 40.000 m² Fläche Platz für Büro- und Ladenflächen, Wohnungen und dem Luxushotel Waldorf-Astoria als Ankermieter bietet. Für den Hotelbereich sind ein Ballsaal, ein Restaurant sowie 242 Suiten vorgesehen.

    Das Zoofenster ist dabei nur der Auftakt für eine ganze Reihe von Neubauprojekten rund um den Bahnhof Zoo. Die „City West“, wie der Bereich auch genannt wird, soll aufgewertet und von seinem Schmuddelimage befreit werden. Gleich nebenan soll so ein weiteres 120 m hohen Gebäude entstehen; der “Zoobogen” im Norden des Breitscheidplatzes mit dem Kino „Zoo-Palast“ und dem „Bikinihaus”soll umfassend saniert werden. Nur wenige Schitte weiter ist der Bau eines über 175 Meter hohen Aussichtsrades nach dem Vorbild des „London Eye“ geplant. [mehr » ]



    Bundesgerichtshof erlaubt Mietkündigung bei Abriss

    geschrieben am 29. Januar 2009 mit einem Kommentar

    In einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Vermieter ihren Mietern kündigen können, wenn das Haus marode und abrissreif ist und eine Sanierung wirtschaftlich sinnlos wäre. Der Deutsche Mieterbund in Berlin warnt und sieht eine Einschränkung in Mieter- und Kündigungsschutz. (BGH, Urteile v. 28.1.2009, VIII ZR 7/08, VIII ZR 8/08, VIII ZR 9/08)

    In dem zugrundeliegenden Fall mussten die Richter über eine Räumungsklage entscheiden, in der es um ein Mehrfamilienhaus in Heidelberg ging, dass vom Vermieter aufgrund seines Zustands abgerissen und anstelle des Hauses ein neues Wohngebäude errichtet werden sollte. Eine Sanierung des Hauses wäre laut Gutachter teurer gekommen als ein Neubau, dementsprechend kündigte der Vermieter alle Mietverhältnisse. Da die Mieter die Kündigungen nicht akzeptierten, klage der Vermieter auf Räumung des Hauses. [mehr » ]