geschrieben am 27. April 2009
Was dem Deutschen jahrelang per Werbung eingeimpft wurde, scheint tatsächlich zu stimmen: Wer sich im Ruhestand Eigentümer eines Eigenheims bezeichnen kann, hat laut Angaben des Statistischen Bundesamt mehr Geld in der Tasche als ein vergleichbarer Mieter.
Deutschlands erste Statistiker errechneten einen monatlichen Mietwert bei Wohneigentum von derzeit 530 Euro. Dieser Betrag ist als „zweite Rente“ zu sehen, kommt als zum monatlichen Nettodurchschnittseinkommen von aktuell 2030 Euro hinzu.
Bei Mietern im Rentenalter sieht die Finanzkraft deutlich schlechter aus: Wer im Ruhestand zur Miete wohnt, hat im Schnitt nur 1490 Euro zur Verfügung, ohne Abzug der monatlichen Miete. Auch wenn Eigentümern bei einem Eigenheim mehr Kosten für Instandhaltung und Reparatur anfallen als bei Mietern, ist der Unterschied längst nicht so gravierend wie bei der eigentlichen Miete. Eigenheimbesitzer zahlen im Schnitt 117 Euro für Reparatur und Wartung, Mieter nur elf Euro.
Experten rechnen vor, dass die Wohnkosten bei Wohneigentümern im Rentenalter langfristig auf acht Prozent des Haushaltsbudgets sinken, während Mieter mit 30 Prozent rechnen müssen.
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geschrieben am 21. April 2009
Die Diskussionen um ein neuerliches Konjunkturpaket durch die Bundesregierung reißen nicht ab, nun bringt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) einen weiteren Stein ins Rollen. Der BDI schlägt vor, die Reform des Mietrechts voranzutreiben und umzusetzen, so könnten die energetische Sanierung von Häusern ermöglicht und die Wirtschaft angekurbelt werden.
Laut dpa-Information will sich der BDI am Mittwoch bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt für eine Mietrechtsreform einsetzen. Mit einem 35-seitigen Papier will BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf der Regierung vorschlagen, wie man ohne Belastung der Steuerzahler die deutsche Wirtschaft wieder beleben kann. Schnappauf sagte in der „Mittelbayerischen Zeitung“, dass das Papier unter anderem einen Vorschlag zur Reform des aktuellen Mietrechts beinhalte. Dieser sieht vor, dass es Wohneigentümern ermöglicht wird, Wohnhäuser energetisch zu sanieren. Mit dieser Maßnahme sieht Schnappauf ein Investitionspotenzial in Milliardenhöhe.
Auch eine Freigabe von Rundfunk-Frequenzen an Mobilfunkbetreiber solle überlegt werden, um den Ausbau des Breitbandkabelnetzes voranzutreiben. So könnten in den nächsten Jahren mögliche private Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro erwirtschaftet werden.
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geschrieben am 17. April 2009
In Frankfurt am Main startet heute die internationale Leitmesse für Passivhäuser. Neben zahlreichen interessierten Bauherren werden vor allem Experten und Fachleute aus aller Welt erwartet.
Energieeffizientes Bauen gepaart mit Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit – diese Komponenten zeichnen Passivhäuser aus. Durch richtigen Einbau verschiedener energiesparender Module kann man so bis zu 90 Prozent an Heizenergie gegenüber normalen Häusern einsparen. Solche Vorzüge werden derzeit auf dem Frankfurter Messegelände dem breiten Publikum näher gebracht und kommen in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise bei Bauwilligen sicher gut an.
Alle Interessierten Bauherren und Fachleute können sich an den Ständen der verschiedenen Unternehmen aus der Wohnungs- und Bauwirtschaft sowie Energieversorger über den aktuellen Entwicklungsstand und Preisspiegel von Passivhäusern informieren. Dass sich die Organisatoren für Frankfurt entschieden haben, hat einen guten Grund: In den letzten Jahren entstanden allein im Raum Frankfurt mehrere hundert Passivhäuser. Weltweit wurden bereits mehr als 16.000 Einheiten dieses Typs gebaut, die meisten davon in Deutschland.
Auch über mögliche Fördermöglichkeiten einen Passivhausbaus kann man sich informieren. Die Förderbank KfW, die für die Vergabe von zinsgünstigen Darlehen bei energieeffizienten Alt- und Neubau verantwortlich ist, wird ebenfalls auf der Messe vertreten sein.
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geschrieben am 24. März 2009 mit 3 Kommentaren
Dieses Jahr scheint gespickt mit immer wilderen Ideen, um wieder Geld in mancher Kasse zu spülen: erst ominöse Hausverlosungen, denen ein Riegel vorgeschoben wurde, dann verlosen Gemeinden großflächige Bauflächen, die keiner will und nun das:
Seit dem Wochenende steht beim Internetauktionshandel eBay gleich ein komplettes Dorf zum Verkauf.
Genauer gesagt handelt es sich um die Ortschaft Liebon in Ostsachsen zwischen Kamenz und Bautzen. Die Ortschaft besteht allerdings nur aus einem Bauernhof mit insgesamt acht Personen, die sich nun aber von ihrem doch sehr beschaulichen Kleinod verabschieden wollen und ein neues Zuhause suchen. [mehr » ]
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geschrieben am 5. März 2009
Mieter müssen laut einem aktuellem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe (BGH) Bauarbeiten und Modernisierungen in ihrer Wohnung akzeptieren, sollte dafür eine behördliche Anordnung vorliegen (VIII ZR 110/08).

Mieter müssen Modernisierungen erdulden
Demnach können Mieter sind nicht gegen Baumaßnahmen wehren, die dem Vermieter durch Behörden auferlegt wurden oder einer rechtlichen Verpflichtung entsprechen. In dem verhandelten Fall hatten sich Mieter einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrparteienhauses in Hessen geweigert, die Verlegung neuer Heizungsrohre zu dulden. Geplant war, dass die Wohnungen darunter und darüber an die Zentralheizung des Hauses angeschlossen werden.
Grund für die Installation war, dass Schornsteinfeger überdurchschnittlich hohe Abgaswerte bei den alten Gasöfen feststellen, die die gesetzlichen Grenzwerte überstiegen. [mehr » ]
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geschrieben am 3. März 2009
In Brandenburg wird immer weniger gebaut. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin Brandenburg sank die Zahl der Baugenehmigungen 2008 erneut, allerdings nicht mehr so stark wie im Jahr 2007.

Hausbau in Brandenburg geht zurück
Insgesamt genehmigten die Baubehörden im vergangenen Jahr 7.273 Anträge auf Bauvorhaben, was einen Rückgang um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Im Jahr zuvor war die Anzahl der Baugenehmigungen noch um 27 Prozent eingebrochen.
Im gebeutelten Flächenland hat die schlechte wirtschaftliche Situation gepaart mit einer seit langen anhaltenen Abwanderungswelle dazu geführt, dass insbesondere bei Wohnbauten der Bedarf massiv zurückgeht. So sank die Zahl der Baugenehmigungen für Neubauwohnungen 2007 um 27 Prozent, im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent.
Das Volumen der Investitionen ging entgegen dem Trend allerdings nach oben. Hatten die veranschlagten Kosten im Jahr 2007 noch bei 1,6 Milliarden Euro gelegen, wurden 2008 mit Kosten von 2,1 Milliarden Euro geplant.
Die meisten Baugenehmigungen für Wohngebäude gab es 2008 in der Landeshauptstadt Potsdam, im Kreis Potsdam-Mittelmark sowie im Oder-Spree Kreis
Mehr Baugenehmigungen in Berlin
In Berlin dagegen stieg die Zahl der Baugenehmigungen im letzten Jahr geringfügig. Die Anzahl der Anträge für Bauvorhaben stiegen im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf 3.316. Insgesamt sollen 6.297 neue Wohnungen mit einem Kostenvolumen von ca 2 Milliarden Euro entstehen.
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geschrieben am 27. Februar 2009
Schließt ein Vermieter mit einem neuen Mieter einen Mietvertrag ab, oder ändert einen bereits bestehenden, so muss der Vermieter den Mieter nicht immer über das Widerrufsrecht aufklären. Bei privaten Vermietern entfällt diese Pflicht komplett.
Darauf weist der Deutsche Anwaltsverein (DAV) in Berlin mit. Grundlage der Aussage ist ein Urteil des Landgerichts Waldshut-Tiengen (Az.: 1 S 27/07). So können auch Eigentümer, die mehrere Wohnungen vermieten, als private Vermieter gelten.
In dem zugrundeliegenden Fall wechselte im Jahr 2005 ein Mehrparteienhaus den Eigentümer. Der neue Besitzer vermietete neben diesen Acht Wohnungen keine weiteren Objekte. Im Jahre 2007 schloss er mit einem Mieter, der fast ein halbes Jahrhundert in diesem Haus wohnte, einen neuen Mietvertrag ab und unterließ dabei die Belehrung des Widerrufsrechts. Der neue Vertrag unterschied sich deutlich vom alten, was den Mieter veranlasste [mehr » ]
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geschrieben am 9. Februar 2009
Kalt duschen und eine dunkle, ungeheizte Wohnung – eine Vorstellung, die jeden Mieter schaudern lässt, doch selbst in den besten Familien vorkommen kann. Wer auf Grund von unbezahlten Rechnungen von seinem jeweiligen Versorgungsunternehmen von Gas, Wasser, Strom oder Fernwärme abgeschnitten wird, der kann sich gegen eine Abschaltung wehren. Auch wenn Versorger in ihren AGBs eine klare und unmissverständliche Regelung und Handhabe definieren, darf der Versorgungsstopp nicht unangekündigt vollzogen werden.
Laut Information der D.A.S. Rechtsschutzversicherung können unberechtigte und unangekündigte Liefersperren per einstweiliger Verfügung aufgehoben werden. Unabhängig davon, ob nun der Wohnungseigentümer oder der Mieter mit seinen Zahlungen in Verzug geraten ist. Laut D.A.S. gelten für Lieferstopps bestimmte Regelungen an die sich auch die Versorger halten müssen. So ist zu beachten, dass auf jeden Fall eine Mahnung seitens des Unternehmens eingehen muss. Diese muss den angekündigten Lieferstopp klar definieren. Erst nach Einhalten einer bestimmten Frist sowie unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgebots kann der Versorger den „Hahn abdrehen“. Wer sich in solch einer Situation befindet sollte sich aber in jedem Fall mit einem Rechtsschutzexperten in Verbindung setzen oder seinen Versorger direkt kontaktieren um eventuelle Lösungsansätze zu finden.
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geschrieben am 6. Februar 2009
Um das Luxushotel Heiligendamm ist ein offener Streit entfacht – die Hotelkette Kempinski hat den laufenden Managementvertrag fristlos gekündigt, nun schlagen die Eigentümer des Hauses zurück und werfen Kempinski Missmanagement und Imageschädigung vor.
Stein des Anstoßes war laut Aussage der Eigentümer die Vermarktung des Hotels über Tschibo zu Billigpreisen. Dies hätte nicht dem Ruf eines Spitzenhotels entsprochen und viele Gäste gestört. Desweiteren sei es der Hotelkette nicht möglich gewesen, in den letzten sechs Jahren den geplanten wirtschaftlichen Erfolg nur im Entferntesten zu erreichen, so der Eigentümer. Über mangelnde Medienpräsenz konnte sich das Prestigeobjekt am Heiligendamm jedenfalls nie beklagen. Bereits kurz nach Übernahme durch Kempinski wurde das Grand Hotel mit Argusaugen von der weltweiten Fachpresse beobachtet, schließlich sollte hier so etwas wie ein [mehr » ]
Von rdhead
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geschrieben am 31. Januar 2009 mit einem Kommentar
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat in einem aktuellen Urteil festgelegt, dass eine vom Mieter erworbene Küche bei einem Weiterverkauf oder bei Zwangsversteigerung in dessen Händen bleibt. (Az.: IX ZR 180 / 07)

Dein Haus, meine Küche
Zumindest im süddeutschen Raum ist es nach Aussage des BGH bisher üblich gewesen, Einbauküchen nicht als „Zubehör“ der Immobilie anzusehen. Dies hat der BGH nun mit dem aktuellen Beschluss auf Gesamtdeutschland ausgeweitet. In dem zugrundeliegenden Fall mussten die Richter entscheiden, ob ein Mieter, der bei Auszug seine Küche mitnahm und nur die Spüle hinterließ, die gesamte Küche dem neuen Eigentümer überlassen müsste. [mehr » ]
Von rdhead
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