geschrieben am 2. November 2011
Der Deutsche Mieterbund teilt mit, dass bei Dauerlärm aus der Nachbarwohnung eine polizeiliche Durchsuchung der Wohnung rechtens ist. Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden. Konkret ging es um eine elektrische Laubsäge, die ein Mieter über Tage in seiner Wohnung laufen ließ.

Bei Lärmbelästigung darf die Polizei die Wohnung durchsuchen.
Etwas Partykrach und ab und zu laute Musik – mit den Eigenheiten des Nachbarn lernt jeder Mieter zu leben, wenn es sich in Grenzen hält. In den meisten Fällen können Probleme der Lärmbelästigung auch durch ein Gespräch und Absprachen aus der Welt geschaffen werden. Wenn der Nachbar allerdings über Tage in seiner Wohnung eine elektrische Laubsäge laufen lässt, dann sind sogar für die Jurisprudenz die Grenze weit überschritten.
Bisher war es so, dass Polizisten, wenn sie wegen Lärmbelästigung gerufen wurden, weitestgehend die Hände gebunden waren. [mehr » ]
Von immobilo_silke
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geschrieben am 15. Juni 2010 mit 3 Kommentaren
Deutschland ist im WM-Fieber und zelebriert die Spiele der Nationalmannschaft in größerem Ausmaß als je zuvor – und das nicht nur beim Public Viewing. WM-Partys im eigenen Heim gewinnen an Beliebtheit und die Dekoration kann gar nicht genug Schwarz-Rot-Gold enthalten. Ein paar Dinge sollten beim Torjubel zu Hause jedoch beachtet werden - und das gilt nicht nur für das Dauertröten der Vuvuzelas.

Private WM-Party: auf die Lautstärke achten
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika hat begonnen und die Deutschen erhoffen sich ein erneutes Sommermärchen. Hatte sich schon bei der WM vor vier Jahren die ganze Republik in schwarz-rot-goldene Fahnen gehüllt, scheint das Bedürfnis, sein Nationalteam so facettenreich wie möglich zu unterstützen, in diesem Sommer noch ausgeprägter. So werden nicht nur die Autos mit Flaggen dekoriert, auch Hauswände und Balkone sollen die Solidarität mit der deutschen Nationalmannschaft widerspiegeln. [mehr » ]
Von immobilo_marie
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geschrieben am 28. April 2010
Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) möchte Anwohner von Autobahnen vor Verkehrslärm schützen, indem er die Auslöserwerte für Lärmschutzmaßnahmen senkt. In den kommenden Jahren sollen dafür 1,5 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Verkehrsminister Ramsauer macht sich für Lärmschutz stark. Foto: www.peter-ramsauer.de
Wer in der Nähe einer Autobahn oder Bundesstraße wohnt, ist nicht nur tagsüber Nerven strapazierendem Verkehrslärm ausgesetzt; die vorbeirasenden Fahrzeuge dürften den Anwohnern auch so manche schlaflose Nacht bereiten. Um Betroffenen eine höhere Wohnqualität zu ermöglichen, plant die Bundesregierung nun, durch den Einbau zusätzlicher Lärmschutzwände und –fenster die Lärmbelastung zu senken. Zu diesem Zweck sollen noch in diesem Jahr 50 Millionen Euro eingesetzt werden, langfristig sind sogar 1,5 Milliarden Euro eingeplant.
Der finanzielle Kraftakt würde sich lohnen, da Lärmschutzmaßnahmen “die Nerven der Anwohner schonen und einen überaus wichtigen Beitrag für ihre Gesundheit und eine höhere Wohnqualität leisten“, soVerkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gegenüber dem Hamburger Abendblatt und gibt den signifikanten Grund für die Entscheidung an: „Verkehrslärm kann krankmachen.“ [mehr » ]
Von immobilo_marie
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geschrieben am 30. März 2010 mit 3 Kommentaren
Einem Vermieter in Zwickau wurde es jetzt nach wiederholten Beschwerden seiner Mieter zu bunt: Er kündigte einem Paar, das zu laute Geräusche beim Geschlechtsverkehr sowie beim nächtlichen Feiern verursachte. Die nachtaktiven Mieter müssen sich nun eine lärmisoliertere Wohnung suchen.

Die Bettgeräusche des Nachbarn sind nicht jedermans Sache.
Einem jungen Paar im sächsischen Zwickau wurde aus eher ungewöhnlichen Gründen ihre Wohnung gekündigt: Aufgrund von akuter Lärmbelästigung durch “überlaute Sexgeräusche” beschloss der städtische Wohnungsvermieter, die jungen Leute müssten das Mietshaus verlassen.
Nachbarn hatten sich bereits des Öfteren beschwert, weil die Nachtruhe im Haus permanent durch die lauten Mieter gestört worden war. “Die Häufigkeit und überdimensionale Lautstärke Ihrer Schreie und das Gestöhne sind im ganzen Haus wahrzunehmen und so als Lärmbelästigung nicht mehr hinnehmbar“, [mehr » ]
Von immobilo_marie
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geschrieben am 19. Februar 2010 mit 2 Kommentaren
Als erstes Bundesland hat Berlin per Gesetz beschlossen, dass Kinderlärm von Nachbarn geduldet werden muss, da er zur kindlichen Entwicklung gehört. Die FDP kritisiert die „individuelle Positionierung“ Berlins und fordert bundesweit gesetzlichen Schutz von Kinderlärm.
In Berlin sind von Kindern verursachte Geräusche jetzt per Gesetz erlaubt. Nach einer Änderung des Landesimmissionsschutzgesetzes muss Kinderlärm von Nachbarn hingenommen werden. Selbst störende Geräusche seien zu akzeptieren, solange sie der normalen kindlichen Entfaltung dienten.
Kinderlärm sei “juristisch als sozial adäquat und damit zumutbar”, so Berlins Gesundheitssenatorin und Linke-Politikerin Katrin Lompscher. Auslöser für die Gesetzesänderung waren mehrere Vorfälle in der Vergangenheit, bei denen sich Nachbarn aufgrund von störenden Kindergeräuschen beschwert hatten und die vor Gericht ausgetragen werden mussten. So musste im November 2008 beispielsweise eine Kindertagesstätte im Berliner Ortsteil Friedenau schließen, weil ein Nachbar wegen zu laut spielender Kinder geklagt hatte. [mehr » ]
Von immobilo_marie
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geschrieben am 11. Dezember 2009
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat mit einer Entscheidung die Rechte von Heimmusiker-Familien gestärkt und entschieden, dass Üben an Sonn- und Feiertagen nicht automatisch eine Ruhestörung darstellt. Vorausgegangen war eine Geldbuße für eine 16jährige Schülerin.

Belästigung für Nachbarn? Musikalische Kinder.
Das Urteil der Karlsruher Richter wird bei von musizierenden Familien geplagten Nachbarn nicht auf Begeisterung stoßen: Das sonntägliche Üben auf dem Klavier ist nicht per se eine Ruhestörung. Das BVerG hob Urteil des Amtsgerichts Tiergarten auf, dass eine Schülerin wegen einer „erheblichen Ruhestörung“ zu einer Geldstrafe von 50 Euro verurteilt hat.
Der Entscheidung vorausgegangen war ein Nachbarschaftsstreit zwischen einer achtköpfigen, musikbegeisterten Familie und einem Nachbarn des von der Familie bewohnten Reihenhauses in Staaken. Der Konflikt entbrannte, als eine Tochter ihre tägliche Übungsstunde abhielt - an einem Sonntag. [mehr » ]
Von immobilo_mb
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geschrieben am 1. November 2009 mit einem Kommentar
Mehr Häuser-Zwangsversteigerungen. Was für den einen den Verlust des Lebenstraumes bedeutet, ist für den anderen ein Schnäppchen: Die Zwangsversteigerung. Inzwischen hat die Krise scheinbar auch Deutschlands Hausbesitzer erfasst, denn die Zahl der Zwangsversteigerungen steigt. [Focus]
BGH urteilt: Lärm nicht gleich Mangel. Wenn es nach einer Veränderung am Gebäude zu einem erhöhten Geräuschpegel kommt, ist das nicht unbedingt ein Mangel – z.B., wenn sich die Geräuschimmissionen innerhalb der Grenzwerte bewegen. [Haufe] [mehr » ]
Von immobilo_mb
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geschrieben am 5. August 2009 mit 2 Kommentaren
Lärm ist die Kehrseite der mobilen Gesellschaft: Autos, Züge und Flugzeuge erzeugen eine Schallkulisse, die Menschen nicht nur stresst, sondern auf Dauer auch gesundheitsschädigende Wirkungen haben kann. Und während sich gegen den kreischenden und tobenden Nachbarsnachwuchs nur wenig ausrichten lässt, kann man den Verkehrslärm mit Schallschutzfenstern leicht aussperren. Hamburg hat nun ein Sonderprogramm für besonders lärmgeplagte Hansestädter aufgelegt.

Kissen helfen nur kurzfristig, besser sind Schallschutzfenster.
Hamburger, die an besonders lauten Straßen wohnen, können sich über Hilfe freuen: Die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt (WK) hat mit 5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II das Schallschutzprogramm für Wohngebäude aufgelegt. Der Plan lag bereits seit Längerem in der Schublade: „Dieses Programm ist bereits im Hamburger Lärmaktionsplan vorgesehen. Mithilfe des Konjunkturprogramms können wir es früher umsetzen“, so Staatsrat Dr. Stephan Hugo Winters. Die besonders lärmbelasteten Straßen wurden mithilfe von Lärmkarten identifiziert.
Mit den bis 2010 befristeten Geldern soll vor allem der Einbau von Lärmschutzfenstern- und türen in Aufenthaltsräumen gefördert werden. Dazu zählen Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer, aber auch Wohnküchen können in den Genuss der Stille kommen, wenn sie größer als 12 m² sind. Da der beste Schallschutz nichts nützt, wenn die Fenster zum Lüften geöffnet werden müssen, werden auch schallgedämmte Lüftungsanlagen bezuschusst. [mehr » ]
Von immobilo_mb
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geschrieben am 26. Juni 2009 mit 2 Kommentaren
Lärm, Krach, Geräuschpegel - man kann es nennen wie man will, aber wenn das Phänomen zu lang, zu laut oder zu unmöglichen Tages- oder gar Nachtzeiten auftritt, will man einfach nur, dass es möglichst bald verschwindet. Es stört die Ruhe, verursacht Stress und kann sogar gesundheitsschädlich sein. Ein klarer Fall von sinkendem Wohnwert und damit eine Berechtigung zur Mietminderung - könnte man meinen. Denn im Mietrecht ist laut nicht immer gleich laut.
Im März dieses Jahres entschied das Amtsgericht Frankfurt a.M., dass die Mieterin einer Erdgeschosswohnung kein Recht auf Mietminderung hat, obwohl sie regelmäßig durch den Lärm eines Spielplatzes vor ihrem Fenster belästigt wird. Hierbei ging es allerdings nicht um schreiende Kleinkinder, sondern um Erwachsene, die dort des Nachts feuchtfröhliche und dementsprechend laute Zusammenküfte abhalten. Dagegen wurde zum Beispiel in einem Fall vor dem Amtsgericht Mainz aus dem Jahr 2003 entschieden, dass die Miete aufgrund des nächtliches Lärms durch ein Garagentor um 20% gemindert werden darf. Auf den ersten Blick sind diese Urteile im Vergleich nicht wirklich nachvollziehbar. Aber was ist denn nun gerecht? [mehr » ]
Von immobilo_mi
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geschrieben am 12. Mai 2009
Das Oberlandesgericht in Dresden hat entschieden, dass Nachbarschaftslärm in einem üblichen Maß von anderen Mietern hingenommen werden muss. (Az.: 5 U 1336/08).
Liebe deine Nächsten wie dich selbst: Das Oberlandesgericht Dresden hat die Klage eines Anwalts zurückgewiesen, der sich über den Lärm in der über seiner Kanzlei liegenden Wohnung beschwert hatte. Laut Aussage des Anwalts nervten ihn die ständigen Polter-, Hüpf-, Stapf-, Scharr- und Rollgeräusche sowie Musik, die aus der überliegenden Familienwohnung drangen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die in der Wohnung installierte Trittschalldämmung dem üblichen Standard entsprechen würde. Nach einer persönlichen Besichtigung der betreffenden Kanzlei entschieden die Richter, dass das Maß der Geräusche in einem hinnehmbaren Rahmen liegen würde und wiesen somit die Klage ab.
Von rdhead
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