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    Kölner Messehallenbau hat gegen EU-Recht verstoßen

    geschrieben am 30. Oktober 2009 mit einem Kommentar

    Beim Bau der neuen Kölner Messehallen im Jahr 2003 ging nach Ansicht der Richter des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg nicht alles mit rechten Dingen zu. Die Stadt Köln hatte den Auftrag ohne öffentliche Ausschreibung vergeben und so gegen geltendes EU-Recht verstoßen. Köln hat das Urteil akzeptiert, über das Strafmaß wird noch verhandelt.

    Die Stadt Köln hat es nun schwarz auf weiß: Beim Bau der neuen Messehallen in der Domstadt wurde europäisches Recht missachtet. Der Europäische Gerichtshof bestätigte damit die Klage der EU-Kommission. Die Haltung der Stadtverwaltung, dass die eigenständige Vergabe des Auftrags durch die Stadt rechtens sei, erscheint nach dem Urteil eher wie der typische Kölsche Klüngel, dem berühmt-berüchtigten gegenseitigen Gefallentun.

    Mer kennt sich, mer hilft sich, das galt wohl auch im Falle der Messehallen. Deren Bau wurde 2003 kurzfristig beschlossen, da der in Köln ansässige Privatsender RTL nach imagefördernden Räumen in der Kölner Innenstadt suchte. Fündig wurde RTL – unter tatkräftiger Mithilfe des damaligen OB Schramma (CDU) – mit den gegenüber dem Dom gelegenen Messehallen. Für die bisher darin stattfindenden Ausstellungen musste nun ein Ersatz gefunden werden – und die Zeit drängte. [mehr » ]



    US-Bank will Berliner Sony-Center verkaufen

    geschrieben am 27. Oktober 2009 mit einem Kommentar

    Berliner Sehenswürdigkeit gefällig? Mit dem nötigen Kleingeld kann man eines der Wahrzeichen der „neuen Berliner Mitte“ kaufen – die US Bank Morgan Stanley will Medienberichten zufolge das SonyCenter am Potsdamer Platz wieder loswerden, nachdem sie erst im vergangenen Jahr für geschätzte 600 Millionen Euro erworben hat. Ob sich für diesen Preis auch jetzt noch ein Käufer findet, bleibt abzuwarten.

    Das SonyCenter soll verkauft werden

    Das SonyCenter soll verkauft werden

    Das Berliner SonyCenter gilt mit seiner eindrucksvollen Zelt-Kuppelkonstruktion als architektonisches Highlight am nicht durchgehend gelungenen Potsdamer Platz in Berlin. Gerade mal vor neun Jahren eröffnet, sucht es jetzt dringend einen neuen Besitzer – der bisherige, die im Zuge der Finanzkrise zunehmend klamme US-Investmentbank Morgan Stanley, will mit dem Verkauf von Immobilien das Eigenkapital aufbessern. Die Bank hatte der das Areal mit insgesamt acht Gebäuden und 132.500 Quadratmetern Fläche erst vor einem Jahr erworben. [mehr » ]



    Berliner Senat plant Deckelung der Mietsteigerungen

    geschrieben am 19. Oktober 2009 mit 2 Kommentaren

    Nachdem die neue Koalition in Berlin an einer Beschneidung der Mieterrechte arbeitet, will man wenige Kilometer östlich im Berliner Senat bei der Reform des Mietrechts einen entgegengesetzten Weg gehen. Die rot-rote Koalition plant nach einem Bericht der Berliner Morgenpost die Stärkung von Mieterrechten sowie eine Deckelung von Mietsteigerungen und Betriebskosten im sozialen Wohnungsbau.

    Die Bundeshauptstadt Berlin scheint, was die Mieten betrifft, langsam aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen. Lange waren die Mieten im Vergleich zu Metropolen wie München und Hamburg selbst in beliebten Bezirken paradiesisch niedrig, doch langsam holt Berlin auch hier auf - auch wenn Mieten in Berlin immernoch recht günstig ist. Leidtragende der Mietentwicklung sind die Nutzer sozialen Wohnungsraumes, die nach Angaben der Morgenpost unter Bezugnahme auf den offiziellen Mietspiegel höhere Nettokaltmieten zahlen müssen als der Durchschnitt aller Berliner Mieter. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen Kalenderwoche 42-2009

    geschrieben am 18. Oktober 2009 mit einem Kommentar

    Handel: Expansion statt Krise. Der Handel expandiert den schlechten Konjunkturdaten und Umsatzeinbußen im deutschen Einzelhandel zum Trotz auch während der Krise kräftig. Das stategische Wachstum sorgt für strahlende Vermieteraugen. [FTD]

    Climb-Berlin. Seit dem 10. April 2009 kann man das 80 Meter hohe Gasometer in Schöneberg mitsamt seiner 456 Stufen bezwingen. Wenn Sie ganz oben angekommen sind, werden Sie mit einem spektakulären Rundgang und einer tollen Aussicht auf Berlin belohnt. Geschulte Guides zeigen Ihnen die Sehenswürdigkeiten und sorgen für Ihre Sicherheit - schwindelfrei sollte man angesichts der luftigen Konstruktion allerdings schon sein. Trotzdem ideal für einen abwechslungsreichen Betriebs- oder Familienausflug geeignet. [Climb-Berlin] [mehr » ]



    Koalition will Mieterrechte beschneiden

    geschrieben am 15. Oktober 2009 mit einem Kommentar

    Nachdem nach Ansicht der Vermieter das Mietrechtspendel in den letzten Jahren einseitig zugunsten der Mieter ausschlug, plant die designierte Koalition aus CDU, CSU und FDP nun einige Änderungen, die vor allem die Hausbesitzer froh machen wird. Der Mieterbund kritisiert das Vorhaben.

    Nach den Ankündigungen der FDP im Wahlprogramm konnte man es bereits erahnen, nun wird es auch im Koalitionsvertrag festgehalten werden: Mit der neuen Koalition wird es Änderungen im Mietrecht geben. Vorrangig werden dabei die Vermieter und Hausbesitzer bessergestellt, wie es vor allem der FDP vorschwebt. So sollen Vermieter nun ihren Mietern deutlich schneller kündigen können, die Kündigungsfristen beider Parteien sollen angeglichen werden. [mehr » ]



    Haus schon im Herbst Winterfest machen

    geschrieben am 14. Oktober 2009 mit einem Kommentar

    Wer es nicht schon angesichts der Paletten von Schoko-Weihnachtsmännern und Lebkuchen im Supermarkt bemerkt hat, für den sind die inzwischen empfindlich kühlen Temperaturen wohl ein untrügliches Zeichen: Der Herbst ist da. Und als ob schmuddeliges Wetter und frühe Dunkelheit nicht schon schlimm genug wären, sollte man als Hausbesitzer bereits jetzt an den Winter denken – denn der steht schneller vor der Tür, als einem lieb sein kann. Bis dahin sollte man sein Heim durchgecheckt und winterfest gemacht haben.

    Auch wenn das Wetter im Herbst bereits einige Kapriolen bereithält, die den eigenen vier Wänden unter Umständen doch sehr zusetzen können, ist jetzt der optimale Zeitpunkt, das Haus auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Denn getreu dem Motto, dass Vorbeugen besser ist als sich die Schuhe zu besudeln, können bereits einfache Maßnahmen Schäden und deren spätere kostspielige Reparatur vermeiden. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen Kalenderwoche 41-2009

    geschrieben am 11. Oktober 2009 mit einem Kommentar

    Studie zu langfristigen Trends soll Immobilieninvestments planbarer machen. Die von der BayernLB und dem Berliner Marktforschungsunternehmen empirica Forschung und Beratung erstellte Studie „Deutschland bis 2040: Langfristige Trends und ihre Bedeutung für den Immobilienmarkt“ wagt einen Blick in die ferne Zukunft, damit kostspielige Immobilienengagements nicht als Investruine enden. [Property Magazine]

    Mietrecht à la FDP. Nachdem sie elf Jahre den anderen Parteien beim Regieren zusehen musste, prescht die FDP nun mit allerlei Forderungen und Ideen vor. Auch zum Thema Mietrecht gibt es etliche Vorschläge, die vor allem den Vermietern gefallen werden. [Focus]

    Gewerbeimmobilienmarkt belebt sich. Nachdem auf dem europäischen Immobilienmarkt die letzten zwei Jahre Flaute herrschte, zogen die Transaktionen von Gewerbeimmobilien zum zweiten mal in Folge an. Das dritte Quartal zog mit einem Volumen von 18 Milliarden Euro sogar um 40 Prozent an. [FTD]

    Immobilienfonds investieren wieder. Obwohl die Krise noch nicht überstanden ist und etliche offene Immobilienfonds noch immer keine Anteile zurücknehmen, wird inzwischen zum Teil wieder kräftig investiert. Euphorie sollte trotzdem nicht aufkommen, denn solange der Aufschwung ausbleibt, werden auch die Mieten der Fondsimmobilien kaum steigen. [Handelsblatt]

    Haus zum Mitnehmen. In stürmischen und verregneten Nächten wurde das Zelt als transportable Unterbringungsmöglichkeit schon oft verflucht. Der argentinische Architekt Matias Konstandt hat ein „Haus zum Mitnehmen“ entwickelt, das keine Standfestigkeitsprobleme haben dürfte – allerdings passt es auch nicht mehr in den Rucksack. [SZ]



    Verstaatlichte Hypo Real Estate: Herausgedrängte Aktionäre wollen klagen

    geschrieben am 7. Oktober 2009 mit 2 Kommentaren

    Vor knapp einem Jahr kannte kaum jemand den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate. Wenn überhaupt, dann galt er als Geheimtipp an der Börse. Seit Beginn der Finanzkrise vergeht dagegen kaum ein Tag ohne neue Nachrichten der krisengeplagten Bank. Am Montag hat der Bund die HRE komplett verstaatlicht, wogegen die letzten verbliebenen Aktionäre nun klagen wollen.

    Die Schlingerfahrt der als systemrelevant eingestuften Hypo Real Estate von Fast-Kollaps über Milliardenhilfen bis zu eigens erschaffenen Gesetzen hat auf der anberaumten und turbulent verlaufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag ein vorläufiges Ende gefunden. Mit seiner Stimmenmehrheit hat der Bund den Antrag zur Verstaatlichung und den Squeeze-Out der noch verbliebenen Aktionäre angenommen. 94% der Anwesenden stimmten für die Verstaatlichung, es kam zu Protesten der Kleinanleger. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen Kalenderwoche 40-2009

    geschrieben am 4. Oktober 2009 mit einem Kommentar

    HRE: Bund will endgültige Verstaatlichung. Die Rettung in letzter Sekunde für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate ist nun bereits ein Jahr her, aber die Verstaatlichung noch nicht komplett. Um die letzten verbliebenen Aktionäre aus dem Unternehmen zu drängen, kommt es demnächst zum Squeeze Out. [Haufe]

    Offene Immobilienfonds: Krise vorbei? Auch bei den offenen Immobilienfonds gab es den Crash vor fast genau einem Jahr. Inzwischen scheint die existenzbedrohende Krise überstanden - alle großen Anbieter nehmen die Anteile an ihren Fonds inzwischen wieder zurück. [FAZ]

    Immobilienaktien im Aufwärtstrend. Aktien von Immobilienunternehmen ziehen an den Wertpapierbörsen wieder an, da kurzfristige Probleme bei der Refinanzierung gelöst wurden. Die langfristige Schuldenbelastung bleibt dennoch hoch, was zu vermehrten Kapitalerhöhungen führen könnte. [FTD]

    Versicherung gegen Mietnomaden. Sie sind der Horror für jeden Vermieter: Mieter, die keine Miete zahlen und stattdessen eine verwüstete Wohnung hinterlassen. Der Deutsche Mietkautionsbund hat nun eine Versicherung gegen Schäden durch Mitnomaden präsentiert. [Forium]

    Strompreise: demnächst kein Billigstrom mehr? Nach der Liberalisierung des Strommarktes haben sich eine ganze Reihe von Billigstromanbietern auf dem Markt positioniert – allerdings arbeiten diese nur selten kostendeckend und könnten schon bald wieder von der Bildfläche verschwinden. Erfolgversprechender und nachhaltiger ist dagegen das Geschäft mit Ökostrom. [Focus]

    Behörde zahlt für verschimmelte Wohnung. Eine laut Inserat helle 70 m² Wohnung stellte sich als verschimmeltes Kellerloch heraus – und die Hamburger Arge bezahlte die Miete arglos. Scheinbar suchte sich ein Anbieter zweifelhafter Wohnungen gezielt Hartz-IV-Empfänger zur Miete aus. [Bild]

    EnEV 2009 am 1.10. in Kraft getreten. Die neueste Fassung der Energieeinsparverordnung ist am 1.10 in Kraft getreten und hält Neuerungen bei der Energieeffizienz von sowohl Neu- als auch Bestandsbauten bereit. [Haufe]



    Brandenburg: hohe Eigentümerquote und Wohngeldausgaben

    geschrieben am 21. September 2009 mit einem Kommentar

    Wenige große Städte und viel Landschaft: In Brandenburg lässt es sich gut leben, vor allen Dingen in den eigenen vier Wänden. Wer sich allerdings keine eigene Immobilie leisten kann, ist immer öfter auf Wohngeld angewiesen – auch weil es seit Anfang des Jahres neue Regelungen gibt. Dabei können die Brandenburger noch von Glück reden, dass sie nicht im benachbarten Berlin wohnen – dort kann die Bearbeitung eines Wohngeldantrages schon mal etliche Monate dauern.

    Bei der Wohneigentumsquote belegt Brandenburg einen Spitzenplatz unter den neuen Bundesländern. Nach einer Studie des Forschungsinstituts Empirica, so verkündete das in der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam ansässige Infrastrukturministerium am gestrigen Sonntag, lebt jeder zweite Brandenburger in den eigenen vier Wänden. Nach dem ebenfalls landschaftlich recht ansehnlichen Thüringen mit einer Eingentumsquote von 51% bedeutet das Rang zwei im Osten Deutschlands. Die restlichen Länder folgen mit einigem Abstand: Sachsen-Anhalt mit 42%, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 41% und in Sachsen sind es nur noch 38%. [mehr » ]