
Das Schwarzbuch listet verschwendete Steuergelder auf
Jahr für Jahr geben Bund, Länder und Gemeinden Steuergelder in Milliardenhöhe für Investitionen aus. Dabei ist nicht jede Anlage ein Glücksgriff. Der Bund der Steuerzahler listet alljährlich in seinem „Schwarzbuch“ die schlimmste Fälle von Verschwendung öffentlicher Gelder auf. Wir haben eine Übersicht mit den teuersten Fehlgriffen bei Immobilieninvestitionen erstellt.
Platz 10: Verwaltungsumzug in Chemnitz. Verschwendung: Rund 3 Mio. €
Die Stadtverwaltung Chemnitz wollte in die City ziehen, um Handel und Innenstadt zu stärken. Doch anstatt kostengünstig zwei leer stehende Bürogebäude zu nutzen, ließ die Stadtverwaltung Chemnitz einen Neubau errichten. Pro Jahr entstehen nun Mehrkosten von 142.000 Euro, insgesamt werden knapp 3 Millionen Euro fällig.
Platz 9: Darmstadtium: 3,1 Mio. € + x
Das insgesamt mit knapp 80 Millionen Euro Baukosten eh schon recht teure Kongress- und Wissenschaftszentrum ist für die Stadt ein Zuschussgeschäft. Für den überdimensionierten Bau werden Jahr für Jahr rund 3,1 Millionen Euro für den Betrieb benötigt.
Platz 8: Bewegungsbad Bad Schussenried: 3,1 Mio. €
Das 1996 fertiggestellte und 3,36 Millionen Euro teure Bewegungsbad wurde nie offiziell eröffnet, weil der Hauptmieter, eine Rheumaklinik, schließen musste. Nachdem jahrelang kein Nachmieter gefunden werden konnte, wurde der Bau nun für 226.000 Euro versteigert.
Platz 7: Rathausneubau Freudenberg: 4,4 Mio. €
Die Kosten des Neubaus stiegen von 4,6 auf knapp 9 Millionen, da diverse Kosten nicht eingerechnet wurden. Zwar zahlt ein privater Investor die Baukosten, die Stadt muss diese aber monatlich in Form von 27.000 Euro Miete zurückzahlen.
Platz 6: Maritimes Sicherheitszentrum im Cux-Hafen-Haus: 4,6 Mio. €
Das Maritime Sicherheitszentrum Cuxhaven sollte in das sogenannten „Cux-Hafen-Haus“ einziehen. Nach dem Erwerb und jahrelanger Sanierung wurde jedoch festgestellt, dass die Immobilie aus „wirtschaftlichen und funktionalen Gründen“ nicht geeignet sei.
[mehr » ]