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    Verkehrslärm macht krank: Ramsauer will besseren Lärmschutz an Autobahnen

    geschrieben am 28. April 2010

    Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) möchte Anwohner von Autobahnen vor Verkehrslärm schützen, indem er die Auslöserwerte für Lärmschutzmaßnahmen senkt. In den kommenden Jahren sollen dafür 1,5 Milliarden Euro ausgegeben werden.

    Verkehrsminister Ramsauer macht sich für Lärmschutz stark. Foto: www.peter-ramsauer.de

    Verkehrsminister Ramsauer macht sich für Lärmschutz stark. Foto: www.peter-ramsauer.de

    Wer in der Nähe einer Autobahn oder Bundesstraße wohnt, ist nicht nur tagsüber Nerven strapazierendem Verkehrslärm ausgesetzt; die vorbeirasenden Fahrzeuge dürften den Anwohnern auch so manche schlaflose Nacht bereiten. Um Betroffenen eine höhere Wohnqualität zu ermöglichen, plant die Bundesregierung nun, durch den Einbau zusätzlicher Lärmschutzwände und –fenster die Lärmbelastung zu senken. Zu diesem Zweck sollen noch in diesem Jahr 50 Millionen Euro eingesetzt werden, langfristig sind sogar 1,5 Milliarden Euro eingeplant.

    Der finanzielle Kraftakt würde sich lohnen, da Lärmschutzmaßnahmen “die Nerven der Anwohner schonen und einen überaus wichtigen Beitrag für ihre Gesundheit und eine höhere Wohnqualität leisten“, soVerkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gegenüber dem Hamburger Abendblatt und gibt den signifikanten Grund für die Entscheidung an: „Verkehrslärm kann krankmachen.“ [mehr » ]



    Kursdorf – Wohnen zwischen den Landebahnen

    geschrieben am 13. Januar 2009 mit einem Kommentar

    Zwei Landebahnen, eine viel befahrene Autobahn und einen Bahnhof an einer Schnellfahrstrecke der Bahn – was wie eine optimale Verkehrsanbindung klingt, ist für die Anwohner des kleinen Orts Kursdorf bei Leipzig die tägliche Wohnrealität. Viele Jahre hatten die Kursdorfer Lärm, Gestank und den immer weiter fortschreitenden Ausbau der Infrastruktur getrotzt, doch inzwischen haben die meisten aufgegeben. Was bleibt, ist Galgenhumor: Auf ihrer Webseite beschreiben sie die Lage ihres Dorfes als „idyllisch“.

    Dabei ist es nicht so, dass die Kursdorfer den Lärm nicht gewohnt wären. 1928 wurde im Süden des Dorfes die erste Landebahn angelegt, im Jahre 1937 zählte man bereits 40 Starts und Landungen auf dem neuen Flughafen Leipzig/Halle. Selbst als der Flughafen zu DDR-Zeiten zweimal jährlich als Messeflughafen genutzt wurde und die Passagierzahlen bis 1988 auf 550.000 Fluggäste stiegen, blieb alles noch im erträglichen Rahmen. Die Kursdorfer hatten sich im Laufe der Zeit mit dem alltäglichen Fluglärm und den beißenden Geruch des Kerosins arrangiert, nahmen ihn fast gar nicht mehr wahr.

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